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ZDF-Magazin "Frontal 21": Deutsche Mittelständler als Steuereintreiber bei Google & Co / Unternehmen sollen Quellensteuer zahlen und sich das Geld von Internet-Konzernen zurückholen (FOTO)

Geschrieben am 18-02-2019

Mainz (ots) -

Seit Jahren versagt der Staat dabei, Google & Co angemessen zu
besteuern - nun gehen einige Finanzämter einen umstrittenen Weg: Sie
lassen deren deutsche Geschäftspartner die Steuern zahlen. Die
Finanzbehörden fordern neuerdings eine Quellensteuer von 15 Prozent
auf Zahlungen an Internetkonzerne wie Google - und das bis zu sieben
Jahre rückwirkend, berichtet das ZDF-Magazin "Frontal 21" in seiner
Sendung am Dienstag, 19. Februar 2019, 21.00 Uhr. "Für viele
Unternehmen sind solche Steuerforderungen existenzbedrohend", erklärt
Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
E-Commerce und Versandhandel (bevh).

Die Chance der deutschen Mittelständler, sich das Geld bei Google
& Co zurückzuholen, tendiere gegen null, sind sich Experten einig.
"Das ist reine Theorie", sagt Steuerrechtsexperte Professor Manuel
Theisen, "wie soll ein bayrischer Einzelunternehmer an Google
herankommen, an dem sich die Finanzverwaltungen dieser Welt die Zähne
ausbeißen?" Die ersten bekannt gewordenen Fälle dieser Art kommen aus
Bayern - wo sich die CSU-Landesregierung rühmt, einheimischen
Mittelständlern bestmögliche Wettbewerbschancen zu bieten. Nun sind
viele Unternehmen von heute auf morgen von Existenzsorgen geplagt.

Oft geht es um Beträge von mehreren Millionen Euro. Denn die
Steuerbelastung soll nicht nur für die Zukunft gelten, sondern
vielmehr rückwirkend, zum Teil für bis zu sieben Jahre. Für die
betroffenen Unternehmen bedeutet das, Rückstellungen in Millionenhöhe
in der Bilanz vorzusehen - Beträge, die kaum eines der oft jungen
Unternehmen zur Verfügung hat.

Die bayerischen Finanzämter seien angewiesen, "die betroffenen
Fälle bis zur endgültigen Festlegung einer bundeseinheitlichen
Verwaltungsauffassung offen zu halten", heißt es nun aus dem
bayerischen Finanzministerium gegenüber "Frontal 21". Doch der
Bundesfinanzminister will sich derzeit nicht festlegen. Hierzu
"besteht noch keine abgestimmte Auffassung zwischen den
Finanzverwaltungen von Bund und Ländern", teilt sein Ministerium mit.
Man arbeite zudem weiterhin an einer internationalen Lösung, um die
großen Internetkonzerne angemessen zu besteuern.

Ansprechpartner: Michael Hölting, ZDF-Redaktion "Frontal 21",
Telefon: 030 - 2099-1254

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon:
06131 - 70-16100, und über
https://presseportal.zdf.de/presse/frontal21

Sendungsseite: https://frontal21.zdf.de

https://twitter.com/frontal21

https://facebook.com/frontal21

https://twitter.com/ZDFpresse



Pressekontakt:
ZDF Presse und Information
Telefon: +49-6131-70-12121

Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell


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