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bne fordert Reform des Zertifizierungsprozesses von Smart Metern

Geschrieben am 29-11-2018

Berlin (ots) - Im September 2016 trat das Gesetz zur
Digitalisierung der Energiewende mit dem Messstellenbetriebsgesetz
(MsbG) in Kraft. Hiernach sollte 2017 der Einbau intelligenter
Messsysteme bei den ersten Verbrauchergruppen erfolgen und 2020 auf
weitere ausgedehnt werden. Heute - mehr als zwei Jahre später -
wartet der Energiemarkt noch immer auf die ersten, vom Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten
intelligenten Messsysteme. Jeden Monat hört man eine neue Aussage,
wann das BSI die Markterklärung verkündet. Erst dann kann der Rollout
beginnen. "Wir erleben derzeit, dass der Zertifizierungsprozess
komplett an den Bedürfnissen von Verbrauchern und Marktakteuren
vorbei geht", kritisiert Robert Busch, Geschäftsführer des
Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne). "Es ist Zeit, den
Zertifizierungsprozess zu reformieren und das
Messstellenbetriebsgesetz für Innovationen zu öffnen." Der bne hat
dazu heute einen Brief als Diskussionsbeitrag an das
Bundeswirtschaftsministerium adressiert und die Vorschläge im Detail
in einem Diskussionspapier veröffentlicht.

Das Problem ist: Selbst wenn die Zertifizierung für die ersten
drei Smart Meter Gateways 2019 endlich vorliegt, werden sowohl
Verbraucher als auch Akteure des Energiemarktes enttäuscht sein. Denn
richtig intelligent sind die BSI-zertifizierten Stromzähler der
ersten Generation nicht: Sie dürfen kaum mehr Messwerte übermitteln
als die heutigen Zähler und damit lassen sich keine ausreichend
attraktiven Mehrwertangebote für Verbraucher entwickeln. Erst die
zweite Generation intelligenter Messsysteme wird die meisten der für
die Energiewende interessanten Funktionen, wie etwa die
Bereitstellung von Echtzeitinformationen, abdecken. Bis deren
Zertifizierung abgeschlossen ist, werden wiederum einige Jahre
vergehen. Schon jetzt entwickeln sich - getrieben durch die
Innovationskraft der Unternehmen und das Internet der Dinge - die
neuen Anwendungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle der Energiewende
viel rasanter weiter, als noch vor wenigen Jahren erwartet.

Um nicht noch mehr Zeit und den Anschluss an international
agierende Marktakteure zu verlieren, fordert der bne jetzt eine
Öffnung des Messstellenbetriebsgesetzes für innovative Messsysteme
und -lösungen sowie die Beschränkung der gesetzlichen und
behördlichen Vorgaben auf grundlegende Mindestanforderungen.
Deutschland könnte sofort mit einem flächendeckenden Rollout
innovativer Messsysteme beginnen, die sowohl einen attraktiven
Kundennutzen bieten und den Rollout zu bezahlbaren Kosten
ermöglichen. Hierzu muss die Politik jedoch die Rahmenbedingungen
korrigieren.

"Der bne möchte die Ziele und Grundanforderungen des
Messstellenbetriebsgesetzes nicht in Frage stellen", erklärt Busch.
"Doch der heute gelebte BSI-Zertifizierungsprozess verhindert, dass
die ganze Bandbreite innovativer Messtechnologie in den Dienst der
Energiewende gestellt werden kann. Hier setzen unsere
Änderungsvorschläge an." In seinem heute veröffentlichten
Diskussionspapier unterbreitet der bne Vorschläge,welche
Vereinfachungen vorzunehmen sind, wie die stetige technische und
internationale Weiterentwicklung in der Gesetzgebung berücksichtigt
werden kann und wie alternative Messlösungen zukünftig gleichwertig
neben Smart Meter Gateways eingesetzt werden können.



Pressekontakt:
Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V.
Alena Müller
Fon: +49 30/ 400 548-18
alena.mueller@bne-online.de

Original-Content von: Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (bne), übermittelt durch news aktuell


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