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Beitragsservice stellt Jahresbericht 2017 vor - Meldedatenabgleich 2018 angelaufen (FOTO)

Geschrieben am 05-07-2018

Köln (ots) -

Erträge aus dem Rundfunkbeitrag 2017 mit 7,97 Mrd. Euro nahezu stabil
auf dem Niveau des Vorjahres, leichte Zuwächse bei Wohnungen und
Betriebsstätten

Online-Services weiter ausgebaut, Nutzung des Portals
rundfunkbeitrag.de um ein Drittel gesteigert, telefonische
Erreichbarkeit erhöht, Bearbeitungsdauer verkürzt

Strukturmaßnahmen greifen: Betriebskosten gesenkt, Zahl der
Mitarbeiterkapazitäten auf deutlich unter 1.000 reduziert

Meldedatenabgleich 2018 für mehr Beitragsgerechtigkeit gestartet,
Mailing an insgesamt ca. 3,5 Mio. Adressaten angelaufen,
Ergebnisprognose Anfang kommenden Jahres

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio erzielte
2017 Erträge aus dem Rundfunkbeitrag in Höhe von 7,97 Mrd. Euro. Mit
einem Rückgang von -0,05 % (3,7 Mio. Euro) lagen die Erträge nahezu
auf Vorjahresniveau. Insgesamt rund 7,82 Mrd. Euro flossen an ARD,
ZDF und Deutschlandradio. 151 Mio. Euro erhielten die
Landesmedienanstalten.

Rund 90 % der Beitragserträge stammen aus dem privaten Bereich, wo
pro Wohnung monatlich 17,50 Euro zu zahlen sind. Gut 39 Mio.
Wohnungen waren Ende 2017 beim Beitragsservice gemeldet - ein Plus
von rund 38.000 Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr. 2,76 Mio.
Personen waren aus sozialen Gründen vom Rundfunkbeitrag befreit.
460.000 zahlten einen ermäßigten Beitrag. Die Anzahl der vom
Rundfunkbeitrag befreiten Personen sank aufgrund auslaufender
Befreiungen 2017 um 5,8 %. Da die meisten Befreiungen verlängert
werden können und seit vergangenem Jahr auch eine rückwirkende
Befreiung möglich ist, wird die Zahl 2018 voraussichtlich wieder
ansteigen.

Im gewerblichen Bereich richtet sich die Beitragshöhe nach der
Unternehmensgröße - also nach der Anzahl der Betriebsstätten, der
Mitarbeiter und der Kfz. Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen
des Gemeinwohls beteiligten sich 2017 mit knapp 10 % an der
Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender. Dieser Anteil ist
seit vielen Jahren nahezu konstant.

Deutlich rückläufig war erneut die Zahl der Beitragskonten im
Mahnverfahren - sie sank 2017 um 6,8 % auf rund 4,25 Mio.
Beitragskonten. "Über 90 % aller Beitragszahler entrichteten ihre
Rundfunkbeiträge fristgerecht", so Dr. Stefan Wolf, Geschäftsführer
des Beitragsservice. Der Abschluss zahlreicher Klärungsverfahren zu
Beitragskonten, die im Zuge der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag
neu angemeldet worden waren, habe zu einem weiteren Rückgang der
Mahnverfahren geführt. Einige der Neuangemeldeten hatten auf die
Schreiben des Beitragsservice nicht reagiert und waren so
vorübergehend ins Mahnverfahren gerutscht.

Online-Services ausgebaut, Bearbeitungszeit verkürzt, telefonische
Erreichbarkeit gesteigert

Auch 2017 baute der Beitragsservice seine Online-Services weiter
aus. Nahezu alle Anliegen können Beitragszahler inzwischen einfach,
schnell und bequem online erledigen. Der Internetauftritt
rundfunkbeitrag.de wurde mit Fokus auf den Service umfassend
überarbeitet und um weitere Funktionen ergänzt. Die Nutzung der
Online-Formulare ist im Ergebnis um fast ein Drittel angestiegen.

Neben Bürgerinnen und Bürgern nutzten auch gewerbliche
Beitragszahler die Online-Services im vergangenen Jahr verstärkt. Im
Service-Portal für Unternehmen können sie ihre Daten selbstständig
verwalten und Änderungen mitteilen. Die Zahl der aktiven Nutzer hat
sich im Berichtsjahr noch einmal verdoppelt - auf über 200.000.

Durch den konsequenten Ausbau automatisierter
Verarbeitungsprozesse konnte die Bearbeitungszeit von schriftlichen
Vorgängen im Berichtsjahr deutlich verkürzt werden. Zwei von drei
Anfragen werden inzwischen automatisch verarbeitet. Auch die
telefonische Erreichbarkeit des Beitragsservice hat sich noch einmal
verbessert. 2017 lag sie bei durchschnittlich 95 %.

Die zunehmende Automatisierung und die Optimierung der
Arbeitsprozesse wirkten sich auch positiv auf die Entwicklung der
Betriebskosten aus. Der Beitragsservice reduzierte seine Aufwendungen
im Berichtsjahr um 3,16 Mio. Euro auf knapp 165,7 Mio. Gleichzeitig
sank erneut auch der Personalbestand (-35 Mitarbeiterkapazitäten).
Seit der Umstellung von der Gebühr auf den Beitrag ist der
Personalbestand um insgesamt 309 auf nunmehr rund 975
Mitarbeiterkapazitäten reduziert worden.

Für mehr Beitragsgerechtigkeit - Der Meldedatenabgleich 2018 hat
begonnen

Im sechsten Jahr nach der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag
gleicht der Beitragsservice auf gesetzlicher Grundlage erneut seine
Bestandsdaten mit den Daten der Einwohnermeldeämter zu allen
volljährigen Bürgerinnen und Bürgern ab. Lässt sich eine volljährige
Person keiner bereits beim Beitragsservice angemeldeten Wohnung
zuordnen, wird per Brief erfragt, ob eine Anmeldung notwendig ist. So
soll geklärt werden, für welche Wohnungen bislang kein
Rundfunkbeitrag entrichtet wird. Durch den Abgleich wird
sichergestellt, dass der Datenbestand des Beitragsservice aktuell
bleibt und sich auch künftig alle Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an
der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beteiligen.

Die ersten der prognostiziert rund 3,5 Mio. Klärungsschreiben
werden seit Juli versendet. Die Schreiben enthalten die Bitte, den
beigefügten Antwortbogen innerhalb von zwei Wochen auszufüllen und
zurückzusenden bzw. online unter rundfunkbeitrag.de zu beantworten.
"Angeschriebene sollen unbedingt auf die Schreiben des
Beitragsservice reagieren und mitteilen, ob bereits jemand den
Rundfunkbeitrag für die eigene Wohnung bezahlt", betont
Geschäftsführer Dr. Stefan Wolf. Um die Beitragspflicht zu klären,
sei der Beitragsservice auf die Mithilfe der Angeschriebenen
angewiesen - auch um zu verhindern, dass es zu unnötigen
Beitragsbescheiden und Mahnmaßnahmen kommt.

Der Abgleich der Meldedaten und der Versand der Klärungsschreiben
wird voraussichtlich Anfang 2019 abgeschlossen sein. Eine erste
Prognose zur Ertragswirkung des Meldedatenabgleichs wird der
Beitragsservice dann im kommenden Frühjahr vornehmen. Nach Abschluss
des Abgleichs findet eine Evaluation durch die zuständigen
Bundesländer statt.

Über den Beitragsservice

Der Beitragsservice mit Sitz in Köln ist eine nicht rechtsfähige
Verwaltungsgemeinschaft von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Er ging
2013 aus der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten (GEZ) hervor, die 1973 gegründet wurde und bis Ende
2012 für den Einzug der Rundfunkgebühr zuständig war. Die
Hauptaufgaben des Beitragsservice sind der Einzug des
Rundfunkbeitrags und die Verwaltung der rund 45 Mio. privaten und
nicht privaten Beitragskonten. Mehr Informationen unter
rundfunkbeitrag.de.



Pressekontakt:
Christian Greuel
ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice
Kommunikation
E-Mail: presse@rundfunkbeitrag.de

Original-Content von: ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice, übermittelt durch news aktuell


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