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Schwierige Suche nach Investor für ICC-Sanierung: Estrel-Chef Streletzki will sich nicht bewerben

Geschrieben am 23-05-2018

Berlin (ots) -

Sperrfrist: 23.05.2018 06:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Die Suche nach einem Investor für das marode Kongresszentrum ICC
könnte sich laut rbb-Recherchen schwieriger gestalten als bisher
angenommen. Ein prominenter Kandidat, Estrel-Chef Ekkehard
Streletzki, will nicht am Verfahren teilnehmen.

Der Senat habe ihn in der Vergangenheit wegen des ICC
angesprochen, sagte Streletzki im rbb-Interview. Dann aber habe er
lange Zeit gar nichts mehr von der Politik gehört - und nun sein
Interesse verloren. "Das ist für uns nicht mehr so interessant. Da
muss sich die Messe drum kümmern", so Streletzki. Er konzentriert
sich stattdessen auf den Bau des 175 Meter hohen Estrel-Towers in
Neukölln. Der soll das estrel-Hotel ergänzen und u.a. noch mehr Platz
für Kongresse bieten.

"Ich finde es schade", sagte der baupolitische Sprecher der CDU,
Christian Gräff. "Der Umgang mit ihm ist nicht angemessen gewesen."
Gräff forderte vom Senat, dass dieser ein Konzept für das ICC und
seine Umgebung vorlegt.

Die Messe Berlin will das riesige ICC am liebsten loswerden. Es
verfügt trotz seiner Größe über nicht genügend nutzbare Fläche und
ist kaum rentabel zu betreiben, sagen Experten. Die rot-rot-grüne
Landesregierung wiederum will den 70er-Jahre-Bau, der seit 2014 leer
steht, sanieren und wieder zum Kongresszentrum machen - mit Hilfe
eines privaten Investors. Für die Schadstoffsanierung stellt das Land
Berlin 200 Millionen Euro bereit. Der Investitionsbedarf beim ICC
liegt laut der Senatsverwaltung für Wirtschaft allerdings bei
mindestens 500 Millionen Euro.

Das Konzept für die zukünftige Nutzung und damit die Grundlage für
die Investorensuche wird derzeit zwischen den Senatsverwaltungen
abgestimmt. Auf Nachfrage des rbb erklärte Berlins
Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), man werde die landeseigene
Messe GmbH nicht gegen ihren Willen als ICC-Investor ins Spiel
bringen.



Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
Aktueller Tisch / Investigatives & Hintergrund
Masurenallee 8-14
14057 Berlin
Tel. 030-97993-30300
Telefax: +49 30 97993 30309
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Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell


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