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Zahl der Gewaltunfälle bei der Arbeit gestiegen / Gesetzliche Unfallversicherung veröffentlicht den Arbeitsunfallbericht 2016 (FOTO)

Geschrieben am 19-12-2017

Berlin (ots) -

Der Überfall auf eine Tankstelle, die Handgreiflichkeiten eines
Patienten mit Demenzerkrankung, der Schock nach einem traumatischen
Ereignis - die Gewalt, die Menschen an ihrem Arbeitsplatz erleben,
hat viele Formen. Im Jahr 2016 erlitten 10.432 Beschäftigte einen
meldepflichtigen Arbeitsunfall während einer betrieblichen Tätigkeit
durch die Einwirkung von physischer oder psychischer Gewalt. Das geht
aus dem Arbeitsunfallbericht 2016 der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (DGUV) hervor.

Betrachtet man allein diese Art der gemeldeten Gewaltunfälle, dann
hat deren Zahl in den vergangenen fünf Jahren um rund 22 Prozent
zugenommen (2012 8.534 Fälle). Allerdings hat sich im Jahr 2016 die
steigende Tendenz der vorhergehenden Jahre nicht fortgesetzt. "Es ist
schwer zu sagen, ob hinter diesen Zahlen auch eine entsprechende
Zunahme des Risikos von Gewalt oder Bedrohung steht: So hat
beispielsweise in den vergangenen Jahren die Beschäftigungsquote
zugenommen, gerade in relevanten Bereichen wie der Pflege", sagt Dr.
Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV. "Hinzu kommt, dass die
Betroffenen möglicherweise stärker sensibilisiert sind und dies auch
das Meldeverhalten beeinflusst."

Insgesamt liegt der Anteil der Gewaltunfälle durch Personen an
allen meldepflichtigen Arbeitsunfällen bei 1,4 Prozent. Besonders
gefährdet von Übergriffen Dritter sind grundsätzlich Beschäftigte,
die im Rahmen ihrer Arbeit Kunden- oder Patientenkontakt haben. So
ereigneten sich 2016 gut 31 Prozent aller Übergriffe auf Beschäftigte
in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Ein weiteres Fünftel passierte im
öffentlichen Bereich, auf Straßen oder bei der Nutzung von
Transportmitteln. Etwa 13 Prozent trafen Beschäftigte in Läden und
Geschäften.

Weitere Informationen und Grafiken zum Thema liefert das
Datenblatt Gewalt Angriff Bedrohung:
http://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/index.jsp

Weitere Zahlen zum Arbeitsunfallgeschehen im Jahr 2016 bietet der
Arbeitsunfallbericht 2016:
http://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/veroeffentlichungen/index.jsp



Pressekontakt:

Stefan Boltz
Pressesprecher
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen
030-288763768
presse@dguv.de

Original-Content von: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), übermittelt durch news aktuell


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