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Zwei Drittel der Arbeitskräfte weltweit würden für einen Job ins Ausland ziehen (FOTO)

Geschrieben am 06-10-2014

Düsseldorf/München (ots) -

Deutschland ist nach den englischsprachigen Ländern USA,
Großbritannien und Kanada das beliebteste Land weltweit, wenn es um
einen Job im Ausland geht. Das belegt eine Studie zur globalen
Arbeitsmobilität von The Boston Consulting Group und StepStone.

Während weltweit durchschnittlich zwei von drei Arbeitnehmern
grundsätzlich bereit sind, eine Stelle im Ausland anzunehmen, würden
in Deutschland weniger als die Hälfte der Arbeitskräfte für einen Job
ins Ausland gehen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie Decoding
Global Talent von The Boston Consulting Group (BCG), einer der
weltweit führenden Strategieberatungen, und StepStone, der führenden
deutschen Online-Jobbörse. Zugrunde liegt die weltweit größte
Erhebung zum Thema Jobmobilität, bei der zwischen April und Juni 2014
mehr als 200.000 Arbeitskräfte aus 189 Ländern befragt wurden.

Für Unternehmen lassen sich aus diesen Ergebnissen wegweisende
Erkenntnisse über die Mobilität ihrer künftigen Einsteiger ableiten.
"Die geografischen Grenzen der Arbeitsmärkte werden durchlässiger.
Vor allem für die talentiertesten und am besten ausgebildeten Talente
sind nationale Schranken längst gefallen", sagt Rainer Strack, BCG
Senior Partner und Co-Autor der Studie. "Der quasi grenzenlose
globale Arbeitsmarkt eröffnet ungeahnte Möglichkeiten - für die
Jobsuchenden, für die Staaten und für multinationale Konzerne, die
schon jetzt Schwierigkeiten haben, auf nationaler Ebene geeignete
Fachkräfte zu finden."

"Deutschland ist ein Magnet für Arbeitskräfte"

Besonders hoch ist die Bereitschaft, im Ausland zu arbeiten, in
wirtschaftlich wenig entwickelten Ländern. Pakistan führt die Liste
an: Etwa 97 Prozent der dort befragten Personen können sich
vorstellen, für den Job ins Ausland zu ziehen. Doch auch führende
Industrieländer in direkter Nachbarschaft zu Deutschland zeichnen
sich durch hohe Jobmobilität aus: Frankreich gehört mit ca. 94
Prozent zu den Top-5-Staaten, in denen Arbeitskräfte erwägen, auch im
Ausland zu arbeiten. In der Schweiz können sich rund 77 Prozent
vorstellen, für einen Job die Heimat zumindest auch vorübergehend zu
verlassen - das sind 33 Prozentpunkte mehr als in Deutschland. Im
weltweiten Vergleich liegt Deutschland 20 Prozentpunkte unter dem
Durchschnitt von rund 64 Prozent. Am stärksten zieht es die Deutschen
in die Schweiz (37 Prozent), die USA (35 Prozent) und Großbritannien
(33 Prozent).

Deutschland ist ein attraktives Ziel für Arbeitnehmer und bei den
Befragten das beliebteste nicht-englischsprachige Land weltweit.
Insbesondere Arbeitskräfte aus südosteuropäischen Staaten wie
beispielsweise Bosnien-Herzegowina oder Serbien zieht es nach
Deutschland - 73 bzw. 64 Prozent der Arbeitnehmer aus diesen Ländern
wären bereit, in Deutschland zu arbeiten. In den Niederlanden liegt
dieser Wert bei 51 Prozent, und auch in Finnland findent knapp die
Hälfte der Arbeitnehmer Deutschland attraktiv. "Deutschland ist ein
Magnet für die internationalen Arbeitskräfte. Die stabile
wirtschaftliche Situation, das große Angebot an freien Stellen auf
dem Arbeitsmarkt und die guten Lebensbedingungen machen die
Bundesrepublik zu einer guten Option sowohl für Arbeitnehmer als auch
für hoch qualifizierte Fachkräfte", kommentiert Dr. Sebastian
Dettmers, Geschäftsführer von StepStone Deutschland. Nicht zufällig
befindet sich auch Berlin unter den zehn begehrtesten Städten für
einen Arbeitsaufenthalt im Ausland - neben London, New York oder und
Paris.

Die Antworten auf Fragen zu den Kriterien bei der Wahl eines
Arbeitsplatzes ergaben, dass klassische Faktoren wie das Gehalt oder
die Übernahme von Verantwortung nicht im Zentrum stehen. Am
wichtigsten sind für Jobsuchende die eigene Weiterentwicklung, die
Wertschätzung der eigenen Arbeit und ein gutes Verhältnis zu ihren
Kollegen. "Die steigende Mobilität von Arbeitskräften rund um den
Globus und auch der Wandel ihrer Präferenzen bei der Jobwahl haben
große Auswirkungen", erläutert Carsten von der Linden, Principal bei
The Boston Consulting Group und Co-Autor der Studie. "Deshalb sollten
Unternehmen ihre Stärken als Arbeitgeber sowohl intern als auch
extern klar herausstellen, um so zu verhindern, dass ihre
talentiertesten Mitarbeiter auswandern und nicht mehr zurückkehren.
Man sollte alles daransetzen, auf der anderen Seite dieser Gleichung
zu stehen."

Persönliche Entwicklung als Anreiz für einen Job im Ausland

Die Chance, neue persönliche Erfahrungen zu sammeln, ist für die
meisten Arbeitnehmer sowohl weltweit als auch in Deutschland der
wichtigste Grund für einen Job im Ausland. Auf globaler Ebene spielen
bessere Karrierechancen und höhere Verdienstmöglichkeiten eine
bedeutende Rolle. Für die Befragten in Deutschland ist es allerdings
viel wichtiger, in einer fremden Kultur zu leben und sich dort einer
neuen Herausforderung zu stellen. "Die internationale Rekrutierung
bietet eine große Chance, den Bedarf an Fachkräften trotz des
demographischen Wandels nachhaltig zu stillen", sagt Dr. Sebastian
Dettmers.

Zentrale Ergebnisse der Studie:

- Die Welt ist mobil: Knapp 64 Prozent aller 203.756 weltweit
Befragten sind grundsätzlich bereit, für eine Arbeitsstelle ins
Ausland zu gehen. In den USA, Großbritannien und Deutschland liegt
die Bereitschaft dazu hingegen bei unter 50 Prozent.

- In ein Nachbarland gehen: Die Deutschen zieht es vornehmlich in
die Schweiz (37 Prozent), die USA (35 Prozent), Großbritannien (33
Prozent) und Österreich (31 Prozent).

- Topdestinationen: Deutschland gehört nach den USA,
Großbritannien und Kanada zu den beliebtesten Einwanderungsländern.

- Topstädte: Berlin liegt auf Rang 6 der beliebtesten Städte
weltweit. Auf Rang 1 findet sich London, gefolgt von New York und
Paris.

- Die Gründe, ins Ausland zu gehen, unterscheiden sich je nach
wirtschaftlicher Lage des Heimatlandes. In den meisten
Industrienationen steht die persönliche und berufliche
Weiterentwicklung im Vordergrund. Arbeitssuchende aus Ländern mit
geringer Entwicklung halten vor allem nach besseren Karriereoptionen
und höherem Lebensstandard Ausschau.

Über StepStone

StepStone ist Deutschlands führende Jobbörse und verschafft jeden
Monat Millionen von qualifizierten Fachkräften Zugang zu
rekrutierenden Unternehmen. Das Angebot von StepStone ist mit im
Schnitt zehn Millionen Besuchern pro Monat das meistgenutzte im
deutschen Wettbewerbsumfeld (Quelle: IVW). Arbeitgeber finden auf
StepStone.de qualifizierte Fachkräfte und Führungspersonal aus allen
relevanten Branchen und Berufsfeldern. Insgesamt schalten rund 30.000
Unternehmen ihre Stellenanzeigen auf StepStone.de - darunter zwei
Drittel der DAX-30-Unternehmen. Als Gründungsmitglied von THE NETWORK
ist StepStone auch Partner für die internationale Rekrutierung in
mehr als 130 Ländern. StepStone beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter
und betreibt neben www.stepstone.de Online-Jobbörsen in weiteren
europäischen Ländern. Für weitere Informationen: www.stepstone.de

Über BCG

The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale
Management¬beratung und weltweit führend auf dem Gebiet der
Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen
und Regionen dabei, Wachs¬tumschancen zu nutzen und ihr
Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzu¬passen. In
partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG
individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige
Wettbewerbs¬vorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des
Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu
verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist
heute an 81 Standorten in 45 Ländern vertreten. Das Unternehmen
befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. In
Deutschland und Österreich erwirtschaftete BCG im Jahr 2013 mit 1.500
Mit¬arbeitern einen Umsatz von 510 Millionen Euro. Für weitere
Informationen: www.bcg.de.

In ihrem Internetportal bcgperspectives.com bündelt die Boston
Consulting Group alle unternehmenseigenen Studien, Kommentare,
Grafiken und Videos und stellt sie online zur Verfügung. Neben
Publikationen zu aktuellen Wirt¬schafts- und Unternehmensthemen
beinhaltet die Plattform auch Veröffent¬lichungen aus der 50-jährigen
Unternehmensgeschichte. Das Onlineportal findet sich unter
www.bcgperspectives.com.



Pressekontakt:

Kontakt StepStone
StepStone Deutschland GmbH
Dr. Anastasia Hermann
Telefon: (0211) 93493-5731
E-Mail: presse@stepstone.de
www.stepstone.de

Kontakt BCG
The Boston Consulting Group
Nicole Scherschun
Telefon: (089) 2317-4775
E-Mail: scherschun.nicole@bcg.com


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