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Weibliche Kunden haben spezielle Bedürfnisse bei Finanzprodukten / A.T. Kearney-Studie untersucht Gewohnheiten im Umgang mit Banken und Finanzprodukten (FOTO)

Geschrieben am 15-11-2013

Düsseldorf (ots) -

Im Umgang mit Banken und bei der Nutzung von Finanzprodukten
zeigen sich zwischen Frauen und Männern deutliche Unterschiede. So
investieren Frauen weniger in Investmentprodukte, sind weniger
risikofreudig und richten ihre Anlageentscheidung häufiger an
ethischen Kriterien aus. Oftmals werden die Finanzentscheidungen auch
den Männern überlassen. All das führt dazu, dass Frauen in Europa bei
wichtigen Finanzprodukten noch erheblich unterversorgt sind - mit
womöglich negativen Folgen für die Altersvorsorge. Das ergab eine
aktuelle Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney gemeinsam mit
dem Research-Haus YouGov, in der europaweit insgesamt 6.000 Menschen
nach ihren Finanzgewohnheiten befragt wurden. Im Kampf um
Marktanteile sollten Banken und Versicherungen ihr Angebot stärker
auf die Bedürfnisse von Frauen ausrichten.

Frauen investieren weniger in Aktien, Anleihen und Fonds So
ergeben sich im Hinblick auf die einzelnen Produktkategorien
erstaunliche Unterschiede: Der Umfrage zufolge investieren Frauen zum
Beispiel deutlich weniger in Investmentprodukte, also Aktien,
Anleihen oder Fonds, als Männer. Während in Europa jeder vierte Mann
in solche Wertpapiere investiert, legt nur jede sechste Frau ihr Geld
auf diese Art und Weise an. Dies liegt vor allem daran, dass Männer
sich in Finanzdingen häufig für gebildeter halten und der Rendite
wegen eher bereit sind, Risiken einzugehen. Frauen hingegen richten
ihre Anlageentscheidung häufiger an ethischen oder nachhaltigen
Kriterien aus und sind tendenziell vorsichtiger.

Daniela Chikova, Bankenexpertin bei A.T. Kearney und Mitautorin
der Studie sagt: "In vielen anderen Branchen haben die Unternehmen
das Potenzial des "weiblichen Marktes" bereits erkannt und in
Produkte und Marketing investiert, mit denen sie die Frauen besser
erreichen. Die Finanzdienstleister hinken in Bezug auf diese
attraktive Kundengruppe aber immer noch stark hinterher".

Auch bei der betriebliche Altersvorsorge geht die Schere auf:
Während 35 Prozent der Männer eine Betriebsrente haben, sind es
europaweit nur 30 Prozent der Frauen. "Frauen halten nicht nur
weniger Investmentprodukte, sondern verfügen auch seltener über eine
Betriebsrente. Sie sind damit deutlich schlechter auf die Pension
vorbereitet als Männer", warnt A.T. Kearney-Expertin Chikova.

Unterschiede über alle Produktgruppen hinweg

Auch bei anderen wichtigen Finanzprodukten gibt es Unterschiede
zwischen Frauen und Männern: Während laut Studie 69 Prozent der
Männer in Europa Kreditkarten nutzen, sind es nur 67 Prozent der
Frauen. Nirgends fällt der Unterschied so groß aus wie in Italien, wo
öfter als anderswo der Mann darüber entscheidet, wie die Familie mit
ihrem Geld umgeht. Auch in Deutschland nutzen deutlich mehr Männer
Kreditkarten. Der Unterschied beträgt dort elf Prozentpunkte, in
Italien sind es 13 Prozentpunkte. Generell halten Frauen in Italien
und Spanien weniger Finanzprodukte als etwa Frauen in Frankreich,
Großbritannien und Deutschland.

Ältere Kundinnen zurückhaltend

Im Alter stehen viele Kundinnen häufig vor folgender Situation:
Sie haben Geld geerbt und müssen sich nach dem Tod des Partners
plötzlich allein um die Finanzen kümmern. Darauf sind sie aber nicht
vorbereitet - denn je älter die Kundin ist, desto weniger
Finanzprodukte hält sie in der Regel verglichen mit einem
gleichaltrigen Mann. Ganz anders ist die Situation von Frauen unter
25 Jahren, die sich als Bank- und Versicherungskunden ähnlich
verhalten wie gleichaltrige Männer. Der Unterschied wird jedoch
schnell größer, sobald geheiratet wird. Frauen delegieren dann
Finanz-entscheidungen häufig an den Ehemann.

Wird doch noch geschätzt: Die Filialberatung

Große Übereinstimmung zwischen Frauen und Männern gibt es dagegen
in einem anderen zentralen Punkt: Auch in Zeiten von Online-Banking
legen beide Geschlechter nach wie vor großen Wert auf die Beratung in
der Filiale. Fast zwei Drittel aller befragten Männer und Frauen
bevorzugen die Filiale als Ort, an dem sie ein neues Bankprodukt
kaufen wollen. Mehr als 50 Prozent erwerben zudem eine Versicherung
lieber in direkter Beratung. "Das Internet wird bevorzugt für
einfache Transaktionen genutzt, aber für kompliziertere
Entscheidungen gehen viele lieber zu einem Berater", resümiert
Daniela Chikova.

Besser auf die Kundengruppen eingehen

Finanzdienstleister können aus den Ergebnissen der A.T.
Kearney-Studie gleich mehrere Schlussfolgerungen ziehen. "Auch wenn
Banken nicht gleich spezielle Frauen-Filialen einrichten müssen,
sollten sie dennoch stärker auf diese Kundengruppe eingehen", sagt
Chikova. So könnten die Institute gegenüber Frauen stärker mit
nachhaltigen Investments werben, die bei dieser Kundengruppe
besonders beliebt sind. Ältere Kundinnen sollten zudem mit einem
besonderen Beratungsansatz betreut werden - zum Beispiel von
gleichaltrigen Beraterinnen, die die besonderen Anforderungen in der
Vermögensverwaltung der über 60-Jährigen besser verstehen. Bei
berufstätigen, gut ausgebildeten Frauen hingegen sollten die
Geldhäuser mit Status-Produkten punkten, etwa Kreditkarten, die die
Kundentreue belohnen. Und nicht zuletzt sollten sich Banken auf die
immer stärker wachsende Gruppe von Firmengründerinnen fokussieren.
"Da die Erwerbsbiografien von Frauen häufig weniger geradlinig
verlaufen als die von Männern, sollten sich Kreditinstitute Kundinnen
gegenüber flexibel zeigen. Das gilt beispielsweise beim Zugang zu
Krediten oder der Gründerberatung", so Chikova abschließend. Für die
Studie haben die Experten von A. T. Kearney zusammen mit dem
Research-Haus YouGov europaweit 6000 Menschen nach ihren Gewohnheiten
im Umgang mit Banken und Finanzprodukten befragt.

Über A.T. Kearney

A.T. Kearney zählt zu den weltweit führenden
Unternehmensberatungen für das Top-Management und berät sowohl global
tätige Konzerne als auch führende mittelständische Unternehmen und
öffentliche Institutionen. Mit strategischer Weitsicht und operativer
Umsetzungsstärke unterstützt das Beratungsunternehmen seine Klienten
bei der Transformation ihres Geschäftes und ihrer Organisation. Im
Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wachstum und Innovation,
Technologie und Nachhaltigkeit sowie die Optimierung der
Unternehmensperformance durch das Management von Komplexität in
globalen Produktions- und Lieferketten. A.T. Kearney wurde 1926 in
Chicago gegründet. 1964 eröffnete in Düsseldorf das erste Büro
außerhalb der USA. Heute beschäftigt A.T. Kearney rund 3.200
Mitarbeiter in 40 Ländern der Welt. Seit 2010 berät das Unternehmen
Klienten klimaneutral. Weitere Informationen finden Sie unter
www.atkearney.de und auf Facebook: www.facebook.com/atkearney.de.



Pressekontakt:
Thomas A. Becker
Director Marketing & Communications
A.T. Kearney GmbH
Kaistraße 16A
40221 Düsseldorf
+49 211 1377 2533
Thomas.Achim.Becker@ATKearney.com


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