(Registrieren)

WAZ: Mehdorns Altlasten - Kommentar von Dietmar Seher

Geschrieben am 08-03-2013

Essen (ots) - In welcher Einheit wird die Verspätung eines ICE
gemessen? In Mehdorn. Ein platter Scherz mit ernstem Hintergrund: Der
langjährige Bahnchef hat mit seinen spritzigen Träumen vom großen
Börsengang viel versaut im deutschen Schienennetz. Der planlose
Sparkurs ging zu Lasten der Kundschaft. Jetzt also: Mehdorn, der
Flughafensanierer. Unbestritten braucht der misslungene Groß-Airport
vor den Toren der Hauptstadt eine kräftige Hand, um die
internationale Blamage der späten Fertigstellung auszubügeln. Aber
ausgerechnet er? Dieser Manager bringt viele Altlasten mit. Erstens:
Es war Mehdorn, der das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21
anschob und damals sicher von den unterschätzten Kosten wusste. Und
zweitens: Als kurzzeitiger Vorstand von Air Berlin hat er wegen der
verzögerten Inbetriebnahme gegen den Flughafen geklagt. Das riecht
jetzt nach einer komplizierten Interessenkollision. Vielleicht hatten
Berliner und Brandenburger aber keine andere Wahl. Wer will schon so
einen Job?



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

451534

weitere Artikel:
  • Westdeutsche Zeitung: Mehdorn = von Lothar Leuschen Düsseldorf (ots) - Um diesen Posten hat sich in den vergangenen Wochen niemand gerissen. Deshalb ist es in der politischen Logik nur konsequent, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die Verpflichtung Hartmut Mehdorns als Chef des Pannenflughafens von Berlin nun als das Nonplusultra feiert. Und ebenso gehört es zum geübten Politgebaren, dass zumindest Teile der Opposition diese Entscheidung für den langjährigen Vorstandschef der Bahn AG gleichsetzen mit dem Untergang des Abendlandes. Die Fraktionschefin der Grünen, Renate Künast, mehr...

  • Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Mehdorn Bielefeld (ots) - Nun soll's also ein fast 71-Jähriger richten! Hartmut Mehdorn, Ex-Bahnchef und Ex-Air-Berlin-Vorstand, wird neuer Geschäftsführer des unvollendeten Chaosflughafens Berlin. Die Nachricht hat viele überrascht. In der Tat muss man sich fragen: Gibt es keine jüngeren Manager, dem die Aufgabe, einen halb fertigen Flughafen zügig zu Ende zu bauen, zuzutrauen wäre? Offenbar nicht. Nach der Absage des früheren Chefs des Frankfurter Flughafens, Wilhelm Bender, stand der Aufsichtsrat um Brandenburgs Ministerpräsident Matthias mehr...

  • WAZ: Cromme macht den Weg frei - Kommentar von Thomas Wels Essen (ots) - Der Rücktritt von Gerhard Cromme ist folgerichtig. Auch wenn ein Aufsichtsratschef nicht die unmittelbare Verantwortung für eine Fehlinvestition hat, solange ihm keine Fehler als Kontrolleur nachzuweisen sind, so hat er doch die politische Verantwortung. Hier reicht die schiere Dimension des Brasilien-Desasters aus, das den Konzern in eine bedrohliche Lage gebracht hat. Köpfe um der Köpfe willen zu fordern, macht allerdings auch keinen Sinn. Es geht um das Unternehmenswohl. Und hier müssen Beitz und Cromme in den vergangenen mehr...

  • Schwäbische Zeitung: Aktien statt Sparstrumpf - Kommentar Ravensburg (ots) - Der Dax hat am Freitag die Marke von 8000 Punkten geknackt. Für kurze Zeit erreichte das wichtigste deutsche Börsenbarometer den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Es ist kein Widerspruch, dass die Finanzmärkte feiern, während die Wirtschaft lahmt. Tatsächlich ist der Höhenflug an den Börsen sogar eine Folge der Finanzkrise. Die Zinsen sind niedrig. Geld ist billig wie nie und im Überfluss vorhanden, seitdem die Zentralbanken alle Schleusen geöffnet haben, um Banken und Unternehmen zu stützen. Vor mehr...

  • Westfalen-Blatt: das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Dax: Bielefeld (ots) - Der deutsche Leitindex macht Freudensprünge an der Börse. Der Dax notierte am Freitag erstmals seit 2008 wieder oberhalb der 8000-Punkte-Marke. Niedrige Zinsen und relativer Schutz vor Inflation lassen Anleger zu Aktien statt komplizierten Derivaten greifen. Das treibt die Kurse derjenigen, die schon lange investiert sind. Andere springen jetzt noch auf den Zug auf. Nur Neider missgönnen den langfristig denkenden Börsianern ihr kleines Erfolgserlebnis, um das sie im übrigen Jahre bangen mussten. Miesepeter klagen, mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

DBV löst Berechtigungsscheine von knapp 344 Mio. EUR ein

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht