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Repräsentative Studie: Digitale Medien eröffnen neue Chancen für das Vorlesen

Geschrieben am 30-10-2012

Berlin (ots) - Am 30. Oktober 2012 wurde in Berlin die
repräsentative Studie "Digitale Angebote - neue Anreize für das
Vorlesen?" der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der
Deutschen Bahn vorgestellt. Die Ergebnisse präsentierten Dr. Rüdiger
Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, Moritz
Müller-Wirth, stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter
Feuilleton DIE ZEIT, Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der
Stiftung Lesen, und Dr. Simone C. Ehmig, Leiterin des Instituts für
Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen. Die Vorstellung der
Studie bildet zugleich den Auftakt zum neunten Bundesweiten
Vorlesetag, der am 16. November 2012 stattfindet.

Die Studie untersucht den Einfluss digitaler Medien wie Tablets,
Smartphones oder E-Reader auf das Vorleseverhalten in Familien.
Befragt wurden 500 Eltern mit mindestens einem Kind im Alter von zwei
bis acht Jahren. Bisher nutzt jede siebte dieser Familien Bilder- und
Kinderbuch-Apps. Die zentralen Ergebnisse: Elektronische Medien
werden als Ergänzung, nicht als Ersatz für klassische Bilderbücher
betrachtet. Sie haben das Potenzial, bildungsferne Schichten mit
Vorleseangeboten zu erreichen. Väter, die bisher deutlich seltener
vorlesen als Mütter, können über die neuen Angebote motiviert werden.
"Die Studie birgt überraschende Ergebnisse über die Akzeptanz und den
Einsatz digitaler Lesemedien", fasst Dr. Simone C. Ehmig zusammen.
"Dadurch bieten sich neue Chancen und Anknüpfungspunkte für die
Leseförderung."

Fast 90 Prozent aller befragten Eltern sagen, dass Bilder- und
Kinderbuch-Apps eine tolle Ergänzung sind, das gedruckte Buch aber
nicht ersetzen können. "Diese Elterngeneration integriert die neuen
Technologien ganz selbstverständlich in den Alltag mit ihren Kindern.
Und mithilfe von Bilder- und Kinderbuch-Apps können sie heute in ganz
anderen Situationen und an anderen Orten vorlesen als bisher",
erläutert Dr. Rüdiger Grube. "Kurz gesagt: Bücher sind fürs Kuscheln,
Apps für die Bahnfahrt oder das Wartezimmer."

Digitale Vorleseangebote bieten neue Möglichkeiten, Familien zu
erreichen, bei denen das Lesen und Vorlesen einen geringeren
Stellenwert hat. In den befragten Familien mit formal niedriger
Bildung sind Smartphones und Tablets mit 74 und 27 Prozent ebenso
verbreitet wie in den befragten Familien mit formal hoher Bildung (81
und 26 Prozent).

Väter lesen deutlich seltener vor als Mütter, nutzen aber häufiger
elektronische Medien. Die aktuelle Vorlesestudie zeigt, dass Väter,
die bereits mit einem elektronischen Gerät und aus Büchern vorgelesen
haben, etwa doppelt so häufig dem digitalen Angebot den Vorzug geben
(40 Prozent gegenüber 23 Prozent). Bei den Müttern ist es umgekehrt
(20 zu 45 Prozent). "Elektronische Medien können helfen, das
Vorlesedefizit von Vätern abzubauen, auch wenn diese Zahlen
bedauerlicherweise Klischees bestätigen", erklärt Moritz
Müller-Wirth. "Denn jeder fünfte Vater, der selten oder nie aus
Büchern vorliest, ist für das Vorlesen mit Apps offen."

Rund die Hälfte der Befragten, die noch keine Apps zum Vorlesen
nutzen, äußerte sich zurückhaltend im Hinblick auf eine zukünftige
Nutzung. Zentraler Grund ist die mangelnde Erfahrung mit digitalen
Angeboten. "Wir sehen, dass Eltern Orientierung und Beratung brauchen
zur Einschätzung der Qualität und für die Nutzung von Apps", so Dr.
Jörg F. Maas. "Hier werden wir in Zukunft verstärkt unsere Angebote
ausbauen. Ebenso müssen das Lesen mit digitalen Medien und die
Medienkompetenz in der Leseförderung verstärkt in den Mittelpunkt
gerückt werden. Das Lesen und Vorlesen wird durch die Digitalisierung
nicht sterben, sondern in neuen Kontexten erfahrbar werden und damit
eine Chance für die Leseförderung bieten."

Die Vorlesestudie erscheint jährlich im Vorfeld des Bundesweiten
Vorlesetags. Die aktuelle Studie "Digitale Angebote - neue Anreize
für das Vorlesen?" ist die sechste Studie der Initiatoren, die sich
mit dem "Vorleseland Deutschland" auseinandersetzt. Weitere
Informationen zur Studie sowie zum Bundesweiten Vorlesetag sind im
Internet zu finden. Engagierte Vorleser haben hier zudem die
Möglichkeit, sich anzumelden:

Die Vorlesestudie: www.Stiftunglesen.de/Vorlesestudie Der
Bundesweite Vorlesetag: www.vorlesetag.de



Pressekontakt:
DIE ZEIT
Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen
Ebba Schröder
Buceriusstraße, Speersort 1
20095 Hamburg
Tel. (040) 3280-2176
ebba.schroeder@zeit.de


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