(Registrieren)

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Ohrlochstechen bei Kindern

Geschrieben am 31-08-2012

Bielefeld (ots) - 70 Euro fürs Sparschwein: Der Ohrloch-Prozess
endete mit einem Vergleich. Doch Geburtstagswunsch hin oder her,
keine Dreijährige muss schon zum Löcherstechen. Jetzt aber will der
Richter den Fall »wahrscheinlich« zur Prüfung an die
Staatsanwaltschaft übergeben - und das geht zu weit. Sicher, bei
Kleinkindern ist das Risiko einer Infektion höher. Aber hier ist das
Verantwortungsbewusstsein der Eltern gefragt - und nicht der Staat.
Schon allein die Forderung von Medizinern, die Altersgrenze fürs
Ohrlochstechen bei 14 Jahren anzusetzen, geht an der
Lebenswirklichkeit vorbei. Seit 2002 dürfen 14-Jährige in Begleitung
eines Erziehungsbeauftragten sogar in Diskotheken, und jetzt ist der
Ohrstecker zu viel? In einem Alter, in dem sich viele mit ihren
Eltern über das erste Piercing streiten? Man kann es in seiner
Regelwut auch übertreiben. Es täte allen gut, die Kirche im Dorf zu
lassen. Was wäre sonst der nächste Fall fürs Gericht? Eine Impfung?
Tut auch weh. Lohnen würde sich ein Urteil zu Vornamen: Für Kinder,
die Pumuckl oder Fanta heißen, werden Hänseleien in der Schule sicher
traumatischer als jedes Ohrloch sein.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

414883

weitere Artikel:
  • Neue OZ: Kommentar zu Alexander Pereira Osnabrück (ots) - Reden wir über Kunst Alexander Pereira beklagt, es werde zu viel über Geld und zu wenig über Kunst geredet - also reden wir über Kunst. Zum Beispiel über den Start der neuen Ära bei den Salzburger Festspielen. Eine "Zauberflöte" als Startschuss geht in Ordnung, wenn der Abend zum Knaller wird. Aber ausgerechnet Nikolaus Harnoncourt hat Pereira den Start vermiest, indem er sich jeglicher Klangsinnlichkeit so konsequent verweigert hat, dass der erste Salut zum Rohrkrepierer wurde. Danach gab es dann aber mehr...

  • Rheinische Post: Intendanten fordern Theaterpflicht für Schüler Düsseldorf (ots) - Der Theaterbesuch sollte für jeden Schüler in NRW Pflicht werden. Das forderten sechs nordrhein-westfälische Theater-Intendanten (Düsseldorf, Neuss, Oberhausen, Essen, Aachen, Krefeld/Mönchengladbach)im Gespräch mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Bisher besuchen Klassen vor allem Stücke, die für das Abitur relevant sind. Daher sind die Theater gezwungen, alle parallel diese Stücke zu inszenieren, um das Schülerpublikum an ihre Häuser zu binden. "Leider sind die Lehrpläne mehr...

  • Neue Westfälische (Bielefeld): Schalke-Boss Tönnies nach Afellay-Ausleihe: "Wollen unter die ersten Drei" / Beckenbauer kommt zur Eröffnung der Tönnies-Arena Bielefeld (ots) - Rheda-Wiedenbrück. Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, gibt sich trotz des Neuzugangs Ibrahim Afellay vom FC Barcelona und Verbleibs von Verteidiger Kyriakos Papadopoulos zurückhaltend. "Wir machen keine Kampfansagen", erklärte der Fleisch-Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) in einem Video-Interview gegenüber nw-news.de, dem Online-Dienst der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen. "Wir wollen gerne unter die ersten drei Plätze. Wir akzeptieren mehr...

  • Kölner Stadt-Anzeiger: Schriftsteller Martin Walser: EU ohne Griechenland wäre eine Katastrophe Köln (ots) - Köln. Martin Walser bezeichnet es als "katastrophal", müsste Griechenland den "Euro-Raum" verlassen. Es zeige sich jetzt, sagt der Schriftsteller im Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe), dass man diese große politische Situation nicht den Wirtschaftsexperten alleine überlassen dürfe. Wenn Europa eine Realität sein wolle, müsse die Rettung Griechenlands gelingen. Die Bundesregierung führe gut durch die Krise, meint der Schriftsteller, dessen neuer Roman "Das dreizehnte Kapitel" in dieser Woche erscheint. mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zu Theater/Einsparungsforderungen Osnabrück (ots) - Kluger Schachzug Die Hiobsbotschaften aus Nordrhein-Westfalens Theatern wollen nicht enden, wie gerade die verheerenden Einsparungsforderungen von zwei Millionen Euro in Münster und die im Juni mit knapper Not gerettete Theaterehe Düsseldorf/Duisburg im ehrwürdigen Goldhochzeitsalter zeigen. Da wundert es nicht, dass Intendanten des Landes nun den Schulterschluss üben. Helfen könnte ihnen, dass vor wenigen Jahren im benachbarten Niedersachsen die Landesregierung von den Theatern einforderte, was sie nun ihrerseits mehr...

Mehr zu dem Thema Alles rund um die Kultur

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

Pinocchio erreicht Gold in Deutschland mit Top-3-Hit "Klick Klack" - "Mein Album!" erscheint am heutigen Tag - Neue Single "Pinocchio in Moskau (Kalinka)" folgt am 17. März

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht