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Neue OZ: Kommentar zu Theater / Bühnenverein / Urheberrecht

Geschrieben am 03-06-2012

Osnabrück (ots) - Theater nicht abkoppeln

Lange war das Theater von der Konservierung und Archivierung
seiner Produktionen so gut wie ausgeschlossen. Theater galt als
flüchtige Kunst, die fast nur vom eigenen Augenschein her lebte: Wer
nicht da gewesen war, konnte kaum mitreden.

Dieser Anachronismus einer Kunstsparte besaß etwas Liebenswertes,
weil er auf den Menschen als Gedächtnisspeicher setzte, was in
anderen Sparten längst die Maschinen erledigten. Doch die Argumente
der Theatermacher sind einzusehen. Bühnen sollten sich nicht selbst
abkoppeln vom Trend der Zeit, indem sie nicht übers Internet für ihre
Sache werben dürfen. Immer weniger wird der Nachwuchs Dinge zur
Kenntnis nehmen, die sich nirgendwo im Netz finden lassen. Oft
reichen da schon Ausschnitte, die ihm vermitteln, ob ein
Theaterbesuch lohnt. Ein Ausschnitt ist noch nicht das ganze Werk,
das vollständig deutlich mehr urheberrechtlichen Schutz benötigt.
Plagiate hat das bisherige Urheberrecht im Theater noch nie wirklich
verhindert. Sie fallen aber mit Internet-Ausschnitten breiter auf als
bisher. Allein das ist schon ein Fortschritt.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207


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