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ots.Audio: Die Zukunft der Mobilität braucht Evolution und Revolution Fachkongress Elektromobilität auf der IAA in Frankfurt: Experten diskutieren Herausforderungen und Chancen MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Geschrieben am 21-09-2011

Frankfurt (ots) -

Anmoderation:

Elektromobilität gilt als die Mobilität der Zukunft. Doch sie
bedeutet viel mehr, als den Verbrennungsmotor durch einen
Elektromotor und den Tank durch eine Batterie zu ersetzen.
Elektromobilität ist eine große Herausforderung für Autohersteller
und Zulieferer, aber auch für viele andere Akteure - von der
Stromerzeugung über neue Materialien und Kommunikationstechnologie
bis hin zu ganz neuen Mobilitätskonzepten. Über all diese Themen
sprechen heute in Frankfurt Experten beim "Fachkongress
Elektromobilität" auf der IAA. Zu Beginn machte der Präsident des
Verbandes der Automobilindustrie Matthias Wissmann deutlich: Die
weltweite Nachfrage nach individueller Mobilität wird sich bis 2050
verdoppeln, vor allem in den urbanen Zentren:

1. O-Ton Matthias Wissmann

Jede Woche wachsen die größten Städte der Welt um insgesamt eine
Million Menschen. Schon in 20 Jahren werden zwei Drittel der
Menschheit in Städten leben. Diese Menschen werden weiterhin mobil
bleiben wollen. Also heißt die Zukunft mit Sicherheit nicht weniger
Autos, jedenfalls nicht weltweit, sondern sie heißt: intelligentere
Autos, Autos mit weniger Emissionen und Autos mit neuen
Antriebskonzepten. (0:25)

Für BMW-Entwicklungschef Dr. Klaus Draeger ist die Herausforderung
der nächsten Jahrzehnte zweigleisig: Revolution und Evolution.

2. O-Ton Dr. Klaus Draeger

Unter Revolution verstehen wir visionäre Fahrzeugkonzepte und
Dienstleistungen, die sich sehr stark über das Thema der
Nachhaltigkeit definieren. Die Evolution wird uns weiter begleiten
mit der Weiterentwicklung konventioneller Fahrzeugantriebe, die wir
über das Jahr 2030 hinaus sehen und begleiten werden. (0:23)

Wie weit die Hersteller auf beiden Feldern schon sind, zeigen sie
aktuell auf der IAA in Frankfurt - aber auch schon auf der Straße.
Deshalb ist Dr. Thomas Weber, Entwicklungsvorstand bei der Daimler
AG, vor dem weltweiten Wettbewerb kein bisschen bange:

3. O-Ton Dr. Thomas Weber

Die Deutschen sind nicht hinterher, die haben nichts verschlafen,
sondern die Deutschen sind hellwach und haben Autos auf der Straße:
Ende des Jahres bereits 3.000 Elektrofahrzeuge von uns, die in
Kundenhand ihren Dienst tun. Vom Transporter bis hin zu emotionalen
Autos oder eben einem typischen Megacity-Vehicle wie dem Smart, den
wir nun Ende des Jahres schon zweieinhalbtausendfach an Kunden
ausgeliefert haben. (0:30)

Eines der größten Hindernisse für den Massenmarkt-Erfolg von
Elektroautos sind im Moment noch die hohen Kosten, vor allem für die
Batterien. Dr. Bernd Bohr, Vorsitzender des Bereichs
Kraftfahrzeugtechnik in der Geschäftsführung von Bosch, sagt: Die
Kostensenkung muss über Stückzahlen erreicht werden, dazu braucht es
Allianzen zwischen Herstellern und Zulieferern. Denn von anderen
Möglichkeiten, die Kosten für Elektroautos zu senken, hält der
Experte nichts:

4. O-Ton Dr. Bernd Bohr

Weniger Komfort, weniger Sicherheit und dafür elektrischer
Antriebsstrang - wir glauben nicht, dass das ein tragfähiges Modell
ist. Auch in einem Commuting-Fahrzeug, das ich vielleicht nur zur
Arbeit und nach Hause nutze, da möchte ich nicht eine rollende
Verzichtserklärung haben, sondern: Ich möchte Komfort haben, ich
möchte Sicherheit haben, und vielleicht gerade dort eine gute
Stereoanlage und eine gute Klimatisierung. (0:22)

Beim Fachkongress in Frankfurt wurde vor allem eins sehr deutlich:
Zwar ist Elektromobilität schon bei der Herstellung der Fahrzeuge
eine große Herausforderung - aber das ist noch längst nicht alles.
Wenn Elektromobilität zu Ende gedacht wird, steckt noch viel mehr
dahinter, sagt Dr. Rudolf Krebs, Konzernbevollmächtigter für
Elektro-Traktion bei Volkswagen:

5. O-Ton Dr. Rudolf Krebs

Das werden wir auch als Automobilindustrie nicht alleine heben,
sondern da müssen doch schon einige mithelfen: die Energieerzeuger,
die Banken, die uns helfen müssen, auch Finanzierungssysteme zu
finden. Wir brauchen ausgebildete Leute, wir brauchen Forschung. Und
wir brauchen sicherlich auch die Politik, die in der Phase, in der
die Produkte halt noch sehr teuer sind, auch mithilft, dass wir eine
einigermaßen vernünftige Marktdurchdringung erreichen. (0:30)

Doch auch wenn es andere Partner braucht: Die Automobilindustrie
ist fest entschlossen, beim Thema Elektromobilität voran zu gehen,
sagt VDA-Präsident Matthias Wissmann:

6. O-Ton Matthias Wissmann

In dieser Automobilindustrie wartet keiner, dass der Staat "mal
macht", sondern wir investieren in alternative Antriebe, weil wir
wissen: Nur mit einer solchen langfristig angelegten Perspektive
werden wir es schaffen, auch bei alternativen Antrieben eine
Welt-Spitzenposition zu erreichen. (0:22)

Abmoderation:

Deshalb gibt die deutsche Automobilindustrie in den nächsten drei
bis vier Jahren zwischen 10 und 12 Milliarden Euro für alternative
Antriebe aus. Den aktuellen Entwicklungsstand präsentieren Hersteller
und Zulieferer noch bis Sonntag (25.9.) auf der IAA in Frankfurt.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.



Pressekontakt:
Ansprechpartner:
VDA, Eckehart Rotter, 030 897842 121
all4radio, Wolfgang Sigloch, 0711 3277759 0


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