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Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Festspiele / Nibelungen

Geschrieben am 22-06-2011

Osnabrück (ots) - Tapfere Geschichts-Spiele

Die Stadt Worms liebt mittlerweile ihre Nibelungen-Festspiele, das
mag Regisseur Dieter Wedel ein wenig darüber hinwegtrösten, dass
zumindest überregionale Feuilletons sich über den munteren Leicht-
und Flachsinn manch einer Nibelungen-Lesart nach John-von-Düffel-
oder Moritz-Rinke-Manier mokierten. Die herablassend-milde Diagnose
aus vielen Mündern, "echtes Sommertheater", will er vielleicht so
nicht auf sich sitzen lassen. Kühn wie ein Nibelungen-Recke stellt er
sich der deutschen Geschichte. In diesem Jahr einem der heikelsten
Kapitel, dem Fall des "Jud Süß" Oppenheimer, den Veit Harlans Film
zur nationalsozialistischen Hetzpropaganda nutzte. In Worms
dramatisiert zwar der israelische Autor Joshua Sobol den
Feuchtwanger-Roman. Aber das Skandalöse klebt am Stoff und macht
neugierig.

Auch Reformator Luther gedenkt der edle Regie-Ritter Wedel sich
auf den Schild zu heben, und große TV-Stars weihen sich sicher wieder
gern der nationalen Sache. Fehlt nur noch, dass die Wormser
Geschichts-Spiele ins Welterbe aufgenommen werden. Dann hätte der
Grüne Hügel endlich echte Konkurrenz.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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