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Sex, Stress und Macht - ein schwieriges Verhältnis / Warum nicht nur Menschen in Machtpositionen Sex als Ventil missbrauchen

Geschrieben am 19-05-2011

Freiburg / Bad Säckingen (ots) - Einem der wichtigsten Männer der
Finanzwelt, Dominque Strauss-Kahn drohen 25 Jahre Gefängnis, weil er
ein Zimmermädchen zum Sex genötigt haben soll. Der ehemalige
Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger wird von seiner
Frau wegen mehrerer Affären und einem unehelichen Kind mit einem
Dienstmädchen verlassen. Die Liste der Menschen in Machtpositionen,
denen ein Ruf von unablässiger Beschäftigung mit Sex nachgesagt wird
ist lang, schließt Politiker, Filmstars, gekrönte Häupter und nicht
zu vergessen viele Profi-Sportler mit ein. Was treibt diese Menschen
an, was suggeriert ihnen, dass ungeschützter Sex in der Besenkammer
sicher ist oder es kein Problem ist, mit drei Frauen gleichzeitig
liiert zu sein? Sind sie gewissenlos, verblendet oder naiv?

"Das Phänomen Hypersexualität ist vielschichtig" sagt der
Psychiater PD Dr. Michael Berner, Sexualwissenschaftler an der
Universität Freiburg. Nur selten sei die Beschäftigung mit Sex an
sich ein an sich krankheitswürdiges Phänomen. Zunächst einmal habe
Sexualität, die ja Motor für Fortpflanzung sei, neurobiologisch
positive und beruhigende Auswirkungen, sei Ausdruck von Nähe und
Zuneigung. Substanzen wie Dopamin und Oxytocin sorgen dabei für ein
direktes Belohnungsgefühl und Wohlbefinden, was jedoch nicht lange
anhält. Für viele, so der ärztliche Direktor der Rhein-Jura Klinik (
www.rhein-jura-klinik.de ) weiter, sei deshalb Sex ein Mittel
geworden, um mit großen Belastungen und Stress umzugehen.

Celebrities - aufgrund ihrer Berühmtheit ständig unter Beobachtung
und wegen der Verantwortung ständig unter Strom - seien deshalb
möglicherweise für Angebote zum einvernehmlichen Sex sehr
empfänglich, um für Momente der Daueranspannung zu entkommen. Je
öfter dies passiere, um so mehr kann dabei das Gefühl für zu
respektierende Grenzen verloren gehen. Aufgrund der Machtposition
kann der Star alles bekommen. Die Möglichkeit zum Sex mit dem
Prominenten ist wiederum für den Normalsterblichen eine Möglichkeit
an dessen aufregenden Leben teilzunehmen. Diese Schein-Allianzen
gehen so lange gut bis die Realitätsverkennung und damit verbundene
Grenzverletzung zu groß wird, wie man in der Affäre um den IWF-Chef
vermuten kann. Oder bis dem Star eine Falle gestellt werde und
solches Macht-Gebaren in die Öffentlichkeit gezerrt werde.

Ein Warnzeichen sei immer und für jeden, so der Sexualmediziner
Berner weiter, vor allem dann vorhanden, wenn Sexualität , egal ob
mit Partner oder ohne, die eigentlich ja mit Gefühlen, Zuneigung,
Liebe verbunden sei, als Mittel zur Stressreduktion und kurzfristigen
Entspannung herhalten müsse. "Dann läuft etwas schief, dann müssen
alle Warnsignale leuchten!". Für viele Menschen, gerade in
verantwortungsvollen Positionen, bei denen die Überlastung und der
Stress ein kritisches Stadium erreicht habe, sei dann der Punkt
erreicht, der auch zu Burnout und Depressionen führen könne oder
schon geführt habe. Oft werde der Sex zur Spannungsreduktion noch
akzeptiert und eingesetzt, die längst vorhandenen Symptome der
andauernden Erschöpfung, Freudlosigkeit und Antriebslosigkeit aber
übersehen. Wichtig, so der Psychiater, sei dann, den Schritt zum
Eingeständnis der Überlastung und zu einer notwendigen Therapie zu
tun. Berner: "In der Notwendigkeit etwas zu unternehmen unterscheiden
sich dann wiederum die Normalsterblichen gar nicht von den Stars -
beide brauchen Hilfe -, nur ist es für einen Unsterblichen sicher
viel schwerer, sie ehrlich anzunehmen."



Pressekontakt:
Rhein-Jura Klinik
Sabine Pirnay-Kromer
Schneckenhalde 13
79713 Bad Säckingen
Tel.: + 49 (0) 7761 / 5600 0
Fax: + 49 (0) 7761 / 5600 105
Email: s.pirnay@rhein-jura-de
www.rhein-jura-klinik.de


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