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tz München: Doppelmord von Krailling: DNA-Gutachten belastet Verdächtigen schwer

Geschrieben am 15-04-2011

München (ots) - Auch zwei Wochen nach seiner Festnahme schweigt
er. Sagt noch immer nichts zu dem Vorwurf der Ermittler, seine
Nichten Chiara (8) und Sharon (11) ermordet zu haben. Möglicherweise
ist ein Geständnis des Postboten Thomas S. (50) auch gar nicht
zwingend nötig. Ein DNA-Gutachten, das die Staatsanwaltschaft München
II in Auftrag gegeben hat, belastet den Tatverdächtigen schwer.
Experten fanden tatrelevante Spuren wie Blut, Speichel und
Hautschuppen des vierfachen Familienvaters. "Es handelt sich um
Spuren, die den Tatverdacht gegen den Beschuldigten weiter erhärten",
sagte Oberstaatsanwältin Andrea Titz. Es wurde DNA des Verdächtigen
gesichert, die nach Überzeugung der Ermittler im Zusammenhang mit den
Morden steht. Im Klartext: Speichel und Hautschuppen des Verdächtigen
wurden an den Körpern von Chiara und Sharon gefunden. Ferner auch an
zwei von drei Tatwerkzeugen: dem Küchenmesser und der Hantelstange.
Auch an einer Taschenlampe fanden sich Spuren des Verdächtigen. Die
Analyse des Springseils, das Chiara um den Hals geschlungen war, ist
indes noch nicht abgeschlossen. Am Freitagmittag besuchte Anwalt Karl
Peter Lachniet Thomas S. in Stadelheim. In seinem Rucksack hatte er
das Gutachten über die DNA-Spuren. Nach einer ersten Sichtung sagte
der Anwalt noch etwas vorsichtig: "Es wurden Spuren gefunden, die
meinen Mandanten überführen könnten." Das DNA-Gutachten ist offenbar
so stichhaltig, dass die gut 30-köpfige Soko Margarete aufgelöst
wird. Bisher wurden über 800 Spuren gesichert, die inzwischen
weitgehend abgearbeitet worden sind. Darunter war auch eine Blutspur
an einem Lichtschalter im Mordhaus, die Thomas S. zugeordnet werden
konnte - und zu seiner Festnahme führte. Als Grund gab der
Verdächtige Nasenbluten an, das er bei einem Besuch bei der
Schwägerin zwei Wochen vor den Morden bekommen hatte. Diese Version
hatten die Ermittler Thomas S. nie geglaubt. Auf das belastende
DNA-Gutachten reagierte der Verdächtige gelassen. Offenbar will er
sich jetzt eine Erklärung basteln, wie sein Erbmaterial auf die
Tatwaffen und die Mädchen gelangt sein könnte. Jacob Mell



Pressekontakt:
tz München
Redaktion
Telefon: 089 5306 505
politik@tz-online.de


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