(Registrieren)

Neues Deutschland: Theologe: Nur fünf Prozent echte Jesusworte im Neuen Testament

Geschrieben am 23-12-2010

Berlin (ots) - Lediglich fünf Prozent der im Neuen Testament
enthaltenen Jesusworte gehen tatsächlich auf den Wanderprediger aus
Galiläa zurück. Das sagte Gerd Lüdemann (64), Professor an der
Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Göttingen, in
einem Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Neues
Deutschland" (Freitagausgabe). Im Johannes-Evangelium, dem jüngsten
der vier Evangelien, sei sogar "kein einziger Vers echt". Dennoch, so
der Religionswissenschaftler, gebe es aber zentrale Aussagen in den
kanonischen Texten, die mit großer Sicherheit Jesus zuzuschreiben
seien. Dazu gehörten die sogenannten Seligpreisungen, die klare
Optionen für die Armen und Entrechteten enthielten. Auch die
Forderung "Liebt eure Feinde" - das zum Extrem zugespitzte jüdische
Gebot der Nächstenliebe - sei von Jesus geprägt worden. Lüdemann:
"Dafür spricht vor allem die bereits im Urchristentum betriebene
Aufweichung dieses Diktums." Der Göttinger Theologe hatte Mitte der
90er Jahre mit seiner demonstrativen Zurückweisung des Dogmas von der
leiblichen Auferstehung Jesu die Aufmerksamkeit der
Medienöffentlichkeit und den Unmut der Kirchenfunktionäre erregt.



Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

308021

weitere Artikel:
  • WAZ: Besser volle als leere Kirchen - Leitartikel von Ulrich Reitz Essen (ots) - Weihnachtschristen. Ein treffendes Wort. An Weihnachten sind die Kirchen voll, weil Menschen dorthin gehen, die im übrigen Jahr die Gotteshäuser meiden. Ist das schlecht, etwa, weil es nur von einem halbherzigen Glauben zeugt? An Weihnachten kann man in Kirchen sogar Atheisten antreffen. Und wenn dann Stille Nacht gesungen wird, kann man beobachten, wie auch ihnen die Tränen kommen. Sie sind gerührt. Aber warum? Die reine Vernunft wärmt eben nicht. Und die Vorstellung vom eigenen Ende als bloßem Nichts ist kalt wie eine mehr...

  • WAZ: Wenn Omi im Heim feiern muss - Kommentar von Petra Koruhn Essen (ots) - In den meisten Familien werden die betagten Eltern zu Hause mit dabei sein, wenn sie Weihnachten feiern. Das ist schön. Doch auch, wenn wir es uns alle wünschen: Es geht nicht immer. Betagte Angehörige benötigen häufig die ganze Aufmerksamkeit. Natürlich möchten wir sie unseren Müttern oder Vätern geben - aber was, wenn kleine Kinder da sind, die uns ebenfalls brauchen? Wenn es die eigene Kraft übersteigt, sollte man das Heimangebot nutzen. Trotzdem hat es immer diesen Beigeschmack: Darf man die Omi wirklich abgeben? mehr...

  • Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung berichtet in der morgigen Ausgabe über den Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Frankfurt/Oder (ots) - nach der missglückten Notlandung einer schweizerischen Passagiermaschine auf dem Flugplatz Werneuchen im Juli 2002. Die missglückte Notlandung einer Passagiermaschine vom Typ Saab 2000 am 10. Juli 2002 auf dem Sonderlandeplatz Werneuchen (Barnim) ist auf Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Piloten, Flugsicherung und dem Flugplatz zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig nach acht Jahren. Die zweimotorige "Crossair"-Maschine mit 20 Passagieren mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zu Opernhäuser Osnabrück (ots) - Spiel auf Sicherheit Die Opernhäuser spielen Klassiker zu Weihnachten - ja, was sonst? Auch den Rest des Jahres bleibt das Nischenrepertoire in den Nischen, fröstelt das zeitgenössische Repertoire im Schatten Mozarts, Wagners, Verdis. Die Intendanten und kaufmännischen Direktoren setzen halt auf Bewährtes. Zur Sicherheit. Wer will es ihnen auch verdenken? Hinter den Chefs der Opernhäuser stehen die Kultursenatoren und -dezernenten und hinter denen die Stadtkämmerer, und spätestens die denken in anderen Kategorien mehr...

  • Wovon Hörer, Kabarettisten und Aborigines träumen Höreraktion in "SWR2 Impuls" / Kabarettistisches Traumtagebuch von Lars Reichow / Traumkultur bei den Aborigines / noch bis 2. Januar in SWR2 Baden-Baden (ots) - Der SWR2-Jahresschwerpunkt "Traumzeit" geht in die zweite Woche! Bis 2. Januar laufen noch viele der insgesamt 60 Sendungen zu allen Facetten des Traumes. Auch die Hörer werden dabei gefragt: "Welcher Traum hat Ihr Leben verändert?" Zahlreiche Anrufe und Mails von SWR2-Hörern zeugen seitdem davon, wie klärend Träume für Beziehungen und wichtige Lebensentscheidungen sein können. Die SWR2-Redaktion hat einige der Hörerinnen und Hörer zu Hause besucht und mit ihnen über ihre Erlebnisse gesprochen. Die eindrücklichsten mehr...

Mehr zu dem Thema Alles rund um die Kultur

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

Pinocchio erreicht Gold in Deutschland mit Top-3-Hit "Klick Klack" - "Mein Album!" erscheint am heutigen Tag - Neue Single "Pinocchio in Moskau (Kalinka)" folgt am 17. März

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht