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Konsumgüter aus China bei deutschen Einfuhren in vielen Bereichen führend

Geschrieben am 24-10-2007


Wiesbaden (ots) - Ob Bekleidung und Schuhe, Spielzeug oder
elektronische Artikel aller Art - immer mehr Produkte mit Ursprung in
der Volksrepublik China werden auf dem deutschen Markt verkauft. Wie
das Statistische Bundesamt mitteilt, stammten im Jahr 2006 nach
vorläufigen Angaben bereits 6,7% der deutschen Wareneinfuhren mit
einem Wert von 48,8 Milliarden Euro aus dem Reich der Mitte. China
ist damit nach Frankreich und den Niederlanden und noch vor den USA
der drittwichtigste Importeur für Deutschland. 1996, zehn Jahre
früher, hatten chinesische Waren noch 2,6% der deutschen Einfuhren
(im Wert von 9,2 Milliarden Euro) ausgemacht.

Verglichen mit 1996 setzten sich auch im Jahr 2006 die deutschen
Einfuhren aus China in etwa aus den gleichen Warengruppen zusammen,
allerdings haben sich die Schwerpunkte stark in Richtung
technologisch hochwertigerer Produkte verschoben. Mit gut 21%
dominierten im Jahr 2006 elektronische Artikel der Warenposition
"Nachrichtentechnik, Radio, TV, elektronische Bauelemente" (in erster
Linie Mobiltelefone und Unterhaltungselektronik) im Wert von 10,4
Milliarden Euro die deutschen Einfuhren aus China. Dies entspricht
einer wertmäßigen Zunahme um das 3,4-fache gegenüber dem Jahr 2000.
Chinesische Produkte machen inzwischen 23% der deutschen Einfuhren in
diesem Warensegment aus, 1996 waren es erst gut 4% gewesen. Bei
Mobiltelefonen stammen sogar rund 46% der Einfuhren aus China.

An zweiter Stelle der wichtigsten Einfuhrwarengruppen aus China
stehen "Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräte und
-einrichtungen", in erster Linie Computer und Zubehör, deren
Lieferungen 2006 auf 9,8 Milliarden Euro anstiegen und damit
gegenüber 1996 den mehr als fünffachen Warenwert erreicht haben. 1996
noch bei etwas mehr als 3%, belief sich der Anteil der deutschen
Einfuhren chinesischer Herkunft in dieser Produktgruppe auf rund 31%
im Jahr 2006.

Traditionelle Einfuhrwaren aus China wie Bekleidung, Schuhe oder
Spielwaren führen heute nicht mehr die Rangliste an, aber auch sie
wurden im Zeitraum von 2000 bis 2006 verstärkt importiert. Die
Einfuhrwerte verdoppelten sich in etwa bei Bekleidung (2006: 4,5
Milliarden Euro) sowie bei Leder und Lederwaren einschließlich Schuhe
(1,9 Milliarden Euro) oder stiegen um 89% bei der Sammelposition
"Möbel, Schmuck, Musikinstrumente, Sportgeräte und Spielwaren" (3,9
Milliarden Euro). Gleichzeitig erhöhten sich damit die jeweiligen
Anteile chinesischer Waren an den Einfuhren in Deutschland auf 26%
bei Bekleidung (2000: 12%) und 29% bei Leder und Lederwaren (2000:
15%). Bei Spielwaren liegt der Marktanteil chinesischer Erzeugnisse
an den deutschen Einfuhren inzwischen sogar bei fast 60% gegenüber
40% im Jahr 2000.

Auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen sich noch die
Einfuhren von Kraftfahrzeugen und -teilen aus China. Im Jahr 2006
lagen sie bei 372,1 Millionen Euro oder 0,8% der deutschen Einfuhren
aus China (2000: 80,9 Millionen Euro).

Eine methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung dieser
Pressemitteilung unter www.destatis.de.


Weitere Auskünfte gibt:
Joseph Steinfelder,
Telefon: (0611) 75-8474,
E-Mail: info-aussenhandel@destatis.de

ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: (0611) 75-3444
Email: presse@destatis.de


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