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Projektarbeit als Zukunftschance / Deutsche Bank und Z_punkt fordern heimische Wirtschaft zum Umdenken auf

Geschrieben am 06-07-2007

Essen (ots) - Immer mehr Arbeit wird laut einer Studie der
Deutschen Bank zukünftig in zeitlich befristeten Projekten erledigt,
die über klassische Unternehmensgrenzen hinaus reichen und deshalb
ein neues Denken erfordern. Angesichts dieser Entwicklung appellierte
das Geldinstitut gemeinsam mit dem Strategieberatungsunternehmen
Z_punkt in Essen an die deutsche Wirtschaft, im aktuellen
Konjunkturboom wichtige Weichenstellungen nicht zu versäumen.

Banken müssen lernen, Wissensbilanzen zu lesen

"Deutschland steht an einem wirtschaftlich- und
gesellschaftspolitischen Scheidepunkt", sagte Stefan Schneider,
Leiter Macro Trends des Think Tanks DB Research der Deutschen Bank
Gruppe, am Donnerstagabend während der Z_punkt-Konferenz "Rethinking
Business" vor Unternehmensstrategen in der Zollverein-Design-School
in Essen. "Um in der Projektwirtschaft erfolgreich zu sein, müssen
Unternehmen ihr Selbstverständnis neu definieren", erklärte Andreas
Neef, geschäftsführender Gesellschafter von Z_punkt. Ein freierer
Austausch von Wissen sei ebenso nötig wie die Schaffung neuer
rechtlicher Rahmen für derartige Kooperationen. Zudem sollten moderne
Unternehmen ihre Kunden als "Projektpartner" stärker an der
Produktentwicklung beteiligen.

Schneider räumte ein, dass auch auf Seiten der Banken ein Wandel
stattfinden müsse. Bei der Frage nach der Finanzierung eines zeitlich
befristeten Projektes könnten Geldhäuser schließlich nicht auf die
Geschäftsbilanzen der letzten fünf Jahre pochen. "Banken müssen
vielmehr lernen, Wissensbilanzen zu lesen und zu bewerten", sagte der
DB-Research-Experte. Dazu sei es aber erst einmal nötig, Standards
festzulegen, wie sich intellektuelles Kapital messen und bewerten
lasse. Schneider schlug vor, hierbei etwa den Werdegang der
Projektteilhaber, die Zusammensetzung ihres Beziehungsnetzwerk sowie
den guten Ruf ihrer Kooperationspartnern zu berücksichtigen. Auch
müssten Banken noch intensiver Technologie-Scouts einsetzen, die
Märkte beobachten, um eine Innovation bewerten zu können.

Projektwirtschaft - geteilte Kosten, geteiltes Risiko

Mit seinen Frankfurter Kollegen hatte Schneider ein
Zukunfts-Szenario für Deutschland im Jahr 2020 entwickelt, das im
April 2007 vorgestellt wurde und aus dem hervorgeht, dass der Anteil
der Projektwirtschaft an der Wertschöpfung von derzeit knapp zwei
Prozent auf dann zirka 15 Prozent angewachsen ist. Eine Entwicklung,
die in Deutschland vor allem dem Kreativpotential des flexibel
agierenden Mittelstands und speziell der modernen Industrie zu Gute
kommt.

"Der Erfolg liegt insbesondere darin begründet, dass
Projektwirtschaft die Kooperation unterschiedlicher Wissensgebiete
ermöglicht, die in dieser Breite nicht innerhalb eines einzigen
Unternehmens zur Verfügung stehen, aber in Zukunft immer wichtiger
werden", so Schneider. Da sich in den kommenden Jahren
Produktlebenszyklen weiter verkürzen werden, jedoch der Aufwand für
Entwicklung und Vermarktung erfolgreicher Produkte rapide zunehmen
wird, sieht die DB Research in der Projektkooperation von
Spezialisten einen effizienten, weil flexiblen Weg für Unternehmen,
den Marktanforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Getreu dem
Grundsatz: geteilte Kosten, geteiltes Risiko.

Auftakt zur Konferenz-Reihe "Rethinking Business"

Mit seinem Vortrag bildete Stefan Schneider als Referent den
Auftakt zur Konferenz-Reihe "Rethinking Business" von Z_punkt, einem
der führenden Beratungsunternehmen für strategische Zukunftsfragen in
Deutschland. "In sieben Konferenzen zeigen wir zentrale
Herausforderungen und Perspektiven für das Business von morgen auf
und stellen sie im "Rethinking Business"-Blog
( www.rethinkingbusiness.de ) zur Diskussion", sagt Klaus Burmeister,
Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Z_punkt. Der
Konferenz-Zyklus, der bis Ende 2008 reichen wird, greift Themen wie
,New Materials', ,Intelligente Infrastrukturen' oder ,Bionic Society'
auf. Parallel dazu werden von allen Teilnehmern 15 Thesen entwickelt
und fortgeschrieben, die als Leitbild für ein neues unternehmerisches
Denken und Handeln dienen.

Weitere Informationen:
www.rethinkingbusiness.de
www.z-punkt.de
Z_punkt GmbH
Bullmannaue 11
45327 Essen
Tel.: +49.201.7472719

Originaltext: Z_punkt GmbH
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50511
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50511.rss2

Pressekontakt:
Marc Raschke
Tel.: +49.172.2836550
marcraschke@gmx.de


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