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Beliebter Versandhandel: Branchenumsatz wächst auf 27,6 Mrd. Euro

Geschrieben am 05-07-2007

Frankfurt am Main (ots) -

- Querverweis: Eine Präsentation der Jahres-PK liegt in der
digitalen Pressemappe zum Download vor und ist unter
http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -

- Wachstumsmotor E-Commerce: Onlineanteil steigt auf 10,9 Mrd. EUR
- 52,4 Millionen Deutsche sind Versandhandelskunden
- Pro Kopf-Umsatz steigt auf 335 EUR
- Frauen geben 1 Mrd. EUR mehr im Versandhandel aus
- Größter Umsatz mit Bekleidung, Textilien und Schuhen (12,4 Mrd.)
- Digitale Dienstleistungen (Downloads/Ticketing,...) separat
erfasst
- Deutsche Online-Shopping-Umsätze bei rund 16,8 Mrd. EUR

Der Versandhandel wird bei den Verbrauchern immer beliebter. Im
Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Branche ein Umsatzplus von 5,1
Prozent. Der deutsche Versandhandelsumsatz steigt auf 27,6 Mrd. Euro
in diesem Jahr (Vorjahr: 26,3 Mrd. Euro). Der Anteil des
Versandhandels am Deutschen Einzelhandel erreicht erstmals den
Rekordwert von 7 Prozent. Wachstumsmotor bleibt das Internet. Der
Online-Handel mit Waren konnte im Vergleich zum Vorjahr von rund 10
Mrd. Euro auf 10,9 Mrd. Euro (+ 9 Prozent) zulegen.

Diese Zahlen gehen aus der repräsentativen Verbraucherbefragung
"Versandhandel in Deutschland" hervor, die das Bielefelder
Forschungsinstitut TNS-Infratest in diesem Jahr zum zweiten Mal im
Auftrag des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh)
durchgeführt hat. Bei der Vorstellung der Studie in Frankfurt am Main
zeigte sich bvh-Präsident Rolf Schäfer optimistisch über die weitere
Entwicklung der Branche: "Behält der wirtschaftliche Aufschwung seine
derzeitige Dynamik und werden die Prognosen über die steigende
Konsumbereitschaft der Deutschen tatsächlich Wirklichkeit, sind wir
zuversichtlich, im laufenden Jahr ein weiteres Wachstum von rund 2
Prozent erzielen zu können."

Die Marktentwicklung im Detail

Im Vergleich zum Vorjahr verlief die Entwicklung in den einzelnen
Marktbereichen unterschiedlich. Den meisten Umsatz erwirtschaften
nach wie vor die Multi-Channel-Versender, die ihre Waren per Katalog
und Internet anbieten. Mit einem kleinen Minus von 0,5 Prozent und
einem Gesamtumsatz von 17,4 Mrd. Euro können sie ihren Vorjahreswert
(17,5 Mrd. Euro) nahezu unverändert halten. Der Umsatz der
Teleshopping-Versender geht um 17,7 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro
(Vorjahr 1,29 Mrd. Euro) zurück, während die reinen Internetversender
(Internet-Pure-Player) ihren Platz als zweitstärkste Gruppe ausbauen
und ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf rund 3,3
Mrd. Euro (Vorjahr rund 3 Mrd. Euro) steigern. Noch dynamischer
entwickelten sich die Ebay-Powerseller mit einem Umsatzplus von 26
Prozent auf rund 2,5 Mrd. Euro (Vorjahr: rund 2 Mrd. Euro).

"Besonders erfreulich ist, dass immer mehr Einzelhändler die
Vorzüge des Versandhandels für sich entdecken", so Schäfer, "die
Versender mit Heimat im Stationärhandel steigern ihren Gesamtumsatz
um 29 Prozent auf 672 Mio. Euro (Vorjahr: 521 Mio. Euro)." Parallel
entschließen sich auch immer mehr Hersteller dazu, ihre Produkte
direkt an die Kunden zu verkaufen. Die Herstellerversender erzielen
ein Plus von 105 Prozent und verdoppeln ihren Umsatz auf über eine
halbe Milliarde Euro (504 Mio. Euro, Vorjahr: 246 Mio. Euro). Auch
die Apothekenversender legen weiter kräftig zu und steigern ihren
Umsatz um 28 Prozent auf 341 Mio. Euro (Vorjahr: 266 Mio. Euro).

Pro Kopf-Umsatz steigt auf 335 Euro

Frauen geben 1 Mrd. Euro mehr im Versandhandel aus

Am liebsten kaufen Frauen im Versandhandel ein. Im Vergleich zum
Vorjahr geben sie für das Shoppen in den eigenen vier Wänden eine
Milliarde Euro mehr aus - insgesamt 17 Mrd. Euro. Die Männer legen
leicht von 10,3 Mrd. Euro auf 10,6 Mrd. Euro zu. Insgesamt zählen
inzwischen 52,4 Millionen Deutsche (Vorjahr: 51,8 Millionen) zu den
Versandhandelskunden, davon sind 24,2 Millionen Männer (Vorjahr:
24,8) und 28,2 Millionen Frauen (Vorjahr: 27 Millionen). Pro Kopf
geben die Deutschen im Jahr den neuen Rekordwert von 335 Euro
(Vorjahr: 318) für Waren im Versandhandel aus. Die meisten
Bestellungen werden über das Internet aufgegeben (48 Prozent),
gefolgt von Bestellungen via Telefon (39 Prozent), Brief und
Postkarte (10 Prozent), E-Mail (6 Prozent) und Fax (3 Prozent).
Während der Trend zur Onlinebestellung zunimmt, bleibt der gedruckte
Katalog weiterhin beliebtes Nachschlagewerk für jung und alt. Schäfer
sagte: "Das Durchblättern eines Katalogs ist für viele Menschen etwas
Besonderes, bei dem sie entspannen und sich gleichzeitig informieren
können. Auch wenn die Verbraucher ihre Bestellung dann über das
Internet oder E-Mail aufgeben, haben doch 73 Prozent (Vorjahr: 71,4)
von ihnen zuerst in den Katalog geschaut."

Größter Umsatz mit Bekleidung, Textilien und Schuhen (12,4 Mrd.
Euro)

Bekleidung, Textilien und Schuhe sind mit rund 12,4 Mrd. Euro
Umsatz (+2 Prozent, Vorjahr: 12,1 Mrd. Euro) weiterhin die größte
Warengruppe. Etwas mehr als jedes fünfte Kleidungsstück wird in
Deutschland über den Versandhandel verkauft. Der Gesamtumsatz mit
Medien (Bücher, CDs, DVDs usw.) verbessert sich um 12 Prozent auf
rund 2,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,6 Mrd. Euro). Der drittgrößte
Umsatzanteil wird mit Unterhaltungselektronik und -technik erreicht
(2,1 Mrd. Euro, Vorjahr: rund 2 Mrd.), gefolgt von Möbeln und
Dekorationsartikeln (2,0 Mrd. Euro, Vorjahr: 1,7 Mrd. Euro) sowie
Produkten aus dem Bereich Hobby, Sammeln und Freizeit (rund 1,8 Mrd.
Euro, Vorjahr: 1,4 Mrd. Euro).

Digitale Dienstleistungen (Downloads, Ticketing, ...) separat
erfasst Deutsche Online-Shopping-Umsätze bei 16,8 Mrd. Euro

Neben den Online-Käufen im Versandhandel (Umsatz: 10,9 Mrd. Euro)
geben die Deutschen zusätzlich pro Jahr rund 5,9 Mrd. Euro für
digitale Dienstleistungen im Internet aus. Zu diesem hochdynamischen
Bereich zählen die Umsätze mit Handy-Klingeltönen, mit dem Download
von Computerprogrammen, MP3- und Video-Dateien, mit Tickets für
Sportveranstaltungen, Konzerte und Kinofilme sowie mit online
getätigten Übernachtungsbuchungen und Fahrkartenkäufen. 37 Prozent
der Dienstleistungsumsätze entfallen auf den Bereich Mobilität
(Flugtickets, Bahntickets, Mietwagen), 34 Prozent auf Reiseausgaben
(Pauschalreisen und Übernachtungen), 13 Prozent auf das Ticketing, 9
Prozent auf Entertainment (z.B. MP3-Dateien, Klingeltöne, Spiele) und
2 Prozent auf Computer-Software. Addiert man die
Dienstleistungsumsätze (5,9 Mrd. Euro) mit den Online-Warenumsätzen
des Versandhandels (10,9 Mrd. Euro) ergibt sich daraus eine
Gesamtsumme aller deutschen Online-Shopping-Umsätze von rund 16,8
Mrd. Euro.

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. mit Sitz in
Frankfurt am Main vertritt seit 1947 die Interessen der Branche.
Derzeit sind rund 250 Unternehmen im Verband organisiert, die ihre
Waren per Katalog, Internet oder TV anbieten. Darunter sind Versender
mit gemeinsamem Katalog- und Internetangebot, reine Internethändler,
TV-Versender, Apothekenversender und Ebay-Powerseller. Die
Versandhandelsbranche setzt im Jahr rund 27,6 Mrd. Euro um. Der
Internetverkauf von Waren erreicht im Jahr 2007 erstmals den
Rekordwert von 10,9 Mrd. Euro.

Originaltext: Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh)
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=52922
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_52922.rss2

Pressekontakt:
Bundesverband des Deutschen Versandhandels
Johann-Klotz-Str. 12, 60528 Frankfurt
Pressekontakt: Oliver Claas
Tel. 069/678656-10
claas@versandhandel.org


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