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Verhaltener Optimismus in der Chemieindustrie

Geschrieben am 03-07-2007

Frankfurt am Main (ots) - Top-Manager der Chemiebranche schätzen
Umsatzwachstum eher konservativ ein / PwC-Umfrage: Energiekosten,
Preiskampf und Überregulierung sind aktuelle Herausforderungen /
Branche setzt auf Internationalisierung und Innovationen

Top-Manager der Chemieindustrie weltweit schätzen die
Wachstumsperspektiven der Branche verhalten optimistisch ein: nahezu
die Hälfte (44 Prozent) der Vorstandsvorsitzenden aus dem
Chemiesektor sind fest davon überzeugt, dass der Umsatz ihres
Unternehmens in den kommenden zwölf Monaten steigen wird - dies geht
aus einer weltweiten Umfrage unter rund 40 CEOs von Chemieunternehmen
hervor, die von der Wirtschaftprüfungs- und Beratungsgesellschaft
PricewaterhouseCoopers (PwC) durchgeführt wurde. Die Umfrage stellt
eine Auskopplung des "Global CEO Survey" dar, der alljährlich im
Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos von PwC vorgestellt wird.
Ein Vergleich der branchenübergreifenden Ergebnisse des CEO Survey
mit den spezifischen Ergebnissen der Chemiebranche zeigt, dass der
Optimismus in anderen Branchen deutlich ausgeprägter ist: Insgesamt
äußerten sich 52 Prozent der rund 1.100 befragten CEOs "sehr
zuversichtlich" zur Erlösentwicklung ihres Unternehmens.

Größte Herausforderung: Wettbewerb mit Niedriglohnländern

"Der eher verhaltene Optimismus in der Chemiebranche ist vor allem
auf den harten Preiskampf, die steigenden Energiekosten sowie die
Sorge vor einer zunehmenden Überregulierung zurück zu führen",
erläutert Dr. Volker Fitzner, verantwortlicher Partner für den
Bereich Chemicals bei PwC in Deutschland. So nennen fast 90 Prozent
der Vorstandsvorsitzenden aus dem Sektor als größte Herausforderung
den Wettbewerb mit Produzenten aus Niedriglohnländern, während im
Durchschnitt aller Branchen nur 66 Prozent der Befragten dieser
Ansicht sind. Fast gleichauf liegt die Sorge vor steigenden
Energiekosten, die 86 Prozent der Befragten aus der Chemiebranche
(alle Befragte: 62 Prozent) umtreibt. Überregulierung kann für 81
Prozent der CEOs aus der Chemiebranche (alle Befragte: 73 Prozent)
das potenzielle Wachstum limitieren.

Internationalisierung erschließt neue Absatzmärkte

Die Unternehmen reagieren auf die Herausforderungen mit einer
expansiven Standortstrategie. In der Chemiebranche haben im
vergangenen Jahr annähernd 40 Prozent der Befragten eine
grenzüberschreitende Akquisition abgeschlossen (alle Befragte: 27
Prozent). "Die Chemieindustrie hat in den vergangenen zehn Jahren
einen massiven Strukturwandel durchlaufen. Bereits jedes siebte
befragte Unternehmen hat über 20 bis 30 Prozent seiner Aktivitäten
aus Kostengründen in Länder wie China, Malaysia oder die Ukraine
ausgelagert. Die Internationalisierung soll aber zunehmend auch neue
Absatzmärkte erschließen", kommentiert Dr. Volker Fitzner. Diesen
Beweggrund nannten 68 Prozent der befragten Manager.

Asien attraktivstes Ziel für Transaktionen

Die attraktivste Zielregion für die Branche ist Asien: Hier haben
41 Prozent der Befragten eine Übernahme oder einen Zusammenschluss
entweder bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen oder planen eine
entsprechende Transaktion. Auf dem zweiten Rang liegt Westeuropa (36
Prozent), gefolgt von Nordamerika (27 Prozent) und Osteuropa (23
Prozent). Allerdings verweisen die befragten Manager auch auf
Risiken, die mit der internationalen Expansion einhergehen. So
mussten sich 46 Prozent mit bürokratischen Hindernissen auseinander
setzen und 32 Prozent gaben an, dass die mit dem Schritt über die
Grenze verbundenen Kosten höher ausfielen als erwartet.

Chemiebranche setzt auf Innovationen

Die Chemiebranche setzt deutlich stärker als andere
Wirtschaftszweige auf Innovationen. So sehen knapp 30 Prozent der
befragten Chemiemanager in der Entwicklung neuer Produkte erhebliches
Wachstumspotenzial auf Sicht der kommenden zwölf Monate. Im
Durchschnitt aller Branchen sind nur 13 Prozent der CEOs dieser
Ansicht. Gut vier von fünf Chemieunternehmen wollen die
Produktoffensive aus eigener Kraft finanzieren, 31 Prozent der
Befragten planen Kredite ein und 28 Prozent setzen auf eine
Finanzierung durch den Kapitalmarkt.

REACh betrifft alle

Die zunehmende Regulierung der Chemiebranche werten vier von fünf
Befragten als große Herausforderung. Das betrifft insbesondere die
EU-Richtlinie REACh (Regulation, Evaluation and Authorisation of
Chemicals), die seit 1. Juni 2007 für alle Unternehmen mit Sitz in
der EU gilt. Für bestimmte, gefährliche Chemikalien muss jeder
Hersteller im Detail angeben, wie sie sicher verkauft, transportiert
und eingesetzt werden können. "Grundsätzlich umfasst REACh nicht nur
die internen, sondern auch die externen Lieferbeziehungen und kann so
die Gewichte in der Wertschöpfungskette verschieben. Dies hat auch
Konsequenzen für die Rentabilität von Unternehmen, die an sich nicht
zur chemischen Industrie zählen", betont Dr. Volker Fitzner.

Die Studie Zusätzliche Informationen zum "10th Annual Global CEO
Survey - Chemicals Sector Summary" finden Sie unter:
www.pwc.de/de/chemie-pharma .

Dem kompletten "10th Annual CEO Survey" finden Sie unter
www.pwc.de/publikationen . Grafiken in deutscher Sprache unter
www.pwc.de/presse .

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Dr. Volker Fitzner
PricewaterhouseCoopers AG WPG
Chemicals & Pharma
Tel.(069) 95 85 - 5602
E-Mail: volker.fitzner@de.pwc.com

Redaktionshinweis:

Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist
in Deutschland mit 8.100 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von
rund 1,2 Milliarden Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten für
nationale und internationale Mandanten jeder Größe. PwC bietet
Dienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und
prüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie
in den Bereichen Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung
(Advisory).

Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=8664
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_8664.rss2

Pressekontakt:
Nicole Susann Roschker
PricewaterhouseCoopers AG WPG
Corporate Communications
Tel.: (069) 9585 - 1669
E-Mail: nicole.susann.roschker@de.pwc.com


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