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Platz für Picasso und Projekte / Kulturstadt Münster bietet Raum für Positionen der bildenden Kunst

Geschrieben am 25-06-2007

Münster (ots) - Der Lithograf Pablo Picasso hat in Münster einen
Wohnsitz in bester Citylage. Hoch über den Dächern der Stadt
experimentieren freischaffende Künstler im spröden Ambiente eines
ehemaligen Kornspeichers. In einer ausgedienten Kaserne entfalten
Meisterschüler der Kunstakademie viel versprechende Positionen
bildender Kunst. Auf dem Gelände einer ehemaligen Industriebrache hat
sich die alternative Szene ihren "Kunstpalast am Hawerkamp" ertrotzt.

Keine Frage - die Stadt der "skulptur projekte" hat sich längst
einen Namen als vitale Kunstmetropole erobert. 27 Museen, vom
Archäologischen Museum bis zum Pferdemuseum, laden in Münster zum
Entdecken ein. Abseits musealer Strukturen bitten über 30 Galerien
zum Dialog mit Gemälden, Plastiken und Installationen.

Den "skulptur projekte"-Sommer 07 begleiten viele
Kultureinrichtungen. Das Westfälische Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte etwa legt ein Programm mit Vorträgen,
Künstlergesprächen, Lesungen und Filmen auf. Die Kunstakademie ist an
zwei Orten vertreten: Im gläsernen Wewerka Pavillon am Aasee, schon
auf der "documenta 8" Skulptur und Ausstellungsraum zugleich, nutzen
bis Mitte August Studierende der Bildhauerklassen von Guillaume Bijl,
Daniele Buetti, Katharina Fritsch, Maik und Dirk Löbbert sowie Henk
Visch das transparente Schaufenster für skulpturale Positionen. Alle
Klassen öffnen am Leonado Campus ihre Türen. Doch auch jenseits der
Skulpturmeile lässt sich auf Kulturpfaden wandeln.

Zum Beispiel Graphikmuseum Pablo Picasso: Seit dem Jahr 2000
werden im ersten Picasso-Museum in Deutschland bedeutende
Lithografien gezeigt. Wechselausstellungen beleuchten das Leben und
Werk des berühmtesten Malers des 20. Jahrhunderts und das seiner
Zeitgenossen. Jüngster Coup: Bis zum 12. August ist das Musée Picasso
Antibes mit 120 seiner spektakulärsten Werke in Münster zu Gast.
Wegen Umbau haben die großformatigen Gemälde, Zeichnungen und
Keramiken erstmals Antibes verlassen. Die farbenfrohen Objekte
Picassos atmen die wohl glücklichste Schaffensperiode der Zeit seiner
Liebe zu Francoise Gilot. Sie beflügelte die unbändige Schöpferkraft
des spanischen Genies. Münster ist die einzige Ausstellungsstation
in Deutschland. Die Besucherzahlen brechen Rekorde.

Zum Beispiel Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst: Im
industriellen Ambiente des Speichers II am Hafen entwickeln seit 2004
auf 1000 Quadratmetern Projektfläche internationale wie regionale
Kunstschaffende experimentelle Tendenzen bildender Kunst. Dieser Ort
urbaner Unaufgeräumtheit gewährleistet in Werkstatt-Atmosphäre ein
hohes Maß an Gestaltungsfreiheit, macht Wagnisse möglich. Bis zum
26. August zeigt sie die dreiteilige Multi-Channel-Video- und
Fotografie-Installation "the return of the real" von Phil Collins.
Der britische Fotograf und Videokünstler, er wurde 2006 für den
Turner Prize nominiert, untersucht die Versprechen und Täuschungen
von Talkshows, Vorher/Nachher-Shows und Reality-TV. Collins` komplexe
Installation entlarvt die Macht und die Autorität der Medien, die
Opfer zu Komplizen macht und die Zuschauer zu Gläubigen.

Zum Beispiel Atelierspeicher: Unterhalb der Ausstellungshalle im
Speicher II haben auf vier Etagen öffentlich geförderte 32
Künstlerateliers Platz. Sie bieten mit preiswerten Mieten
freischaffenden jungen Künstlern professionelle Arbeitsbedingungen.
Bis zum 30. September stellen neun Mieter im Ausstellungsraum
"showroom 4.7" Fotografie, Malerei, Bildhauerei sowie Installation
und Performance vor.

Zum Beispiel Initialraum im Stadthaussaal: In Kooperation mit der
Ausstellungshalle beleben fünf Künstler am Beginn ihrer Laufbahn
einem temporären Ausstellungsraum am Rathaus. Sie wollen mit jungen,
frischen Arbeiten wie Raumobjekten, Videoarbeiten, Textfragmenten auf
Wänden wenig kategorisierte Kunst außerhalb des etablierten
Kunstbetriebs vor Augen führen.

Zum Beispiel Stadtmuseum: Das Museum thematisiert einen Ort
bedrückender Symbolik: den Zwinger an der Promenade, im NS-Regime
Stätte für Verbrechen. Seit der "skulptur 87" erinnert die kinetische
Installation von Rebecca Horn an die Opfer von Gewalt. "Das
gegenläufige Konzert" ist eine der eindringlichsten und eine der
bedeutendsten Skulpturen Münsters. Zugleich widmet das Stadtmuseum
eine zweite Ausstellung der bildenden Kunst. Vorgestellt werden
Aufnahmen, die Barbara Klemm, langjährige FAZ-Fotografin, während der
"skulptur projekte `97" ablichtete. Die gebürtige Münsteranerin hat
die Einbettung der Kunstwerke in den öffentlichen Raum in den Focus
genommen.

Zum Beispiel Museum für Lackkunst: In einer Bürgervilla hat die
BASF Coatings AG 1993 das weltweit einzigartige Museum für Lackkunst
eröffnet. Rund 100 Objekte aus Ostasien, Europa und der islamischen
Welt aus mehr als zwei Jahrtausenden werden dort gezeigt.
Sonderausstellungen vertiefen Aspekte der traditionellen wie der
zeitgenössischen Lackkunst.

Informationen:

Atelierspeicher am Kreativ Kai, Speicher II, Hafenweg 28, Di - So 16
- 20 Uhr, www.showroom-speicher2.com

Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst, Speicher II, Hafenweg
28, Tel. 02 51 / 674 46 75, Di - Fr 14 - 19 Uhr, Sa/So 12 - 18 Uhr,
www.muenster.de/stadt/ausstellungshalle/

Graphikmuseum Pablo Picasso, Königsstraße 5, Tel. 02 51 / 414 47-0,
Di - Do 10 -18 Uhr, Fr 10 - 22 Uhr, Sa/So 10 - 19 Uhr
www.graphikmuseum-picasso-muenster.de

InteressenGemeinschaft Kunst am Hawerkamp, Hawerkamp 31,
www.hawerkamp31.de Initialraum in der Stadthausgalerie,

Rathausinnenhof, Mi - Fr 15 - 19 Uhr, Sa/So 11 - 16 Uhr,
www.initialraum.de

Kunstakademie Münster, Leonardo Campus 2, Tel. 02 51/ 83-61330, Mo -
Fr 12 - 18 Uhr, www.kunstakademie-muenster.de

Museum für Lackkunst, Windhorststr. 26, Tel. 02 51 / 41 851-0, Di 12
- 20 Uhr, Mi - So 12 - 18 Uhr, www.museum-fuer-lackkunst.de

Stadtmuseum, Salzstraße 28, Tel. 02 51 / 492-45 03, Di - Fr 10 - 18
Uhr, Sa/So 11 - 18, www.muenster.de/stadt/museum/

Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Domplatz
10, Tel. 02 51 / 59 07-01, Di - So 10 - 18 Uhr, Do bis 21 Uhr,
www.landesmuseum-muenster.de

Wewerka Pavillon, am Aasee Uferweg, www.wewerka-pavillon.de

Originaltext: Presseamt Stadt Münster
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=66476
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_66476.rss2

Pressekontakt:
Presseamt Stadt Münster
www.muenster.de/stadt/medien, presseamt@stadt-muenster.de
Tel. 02 51 / 4 92-13 01, Fax 02 51 / 4 92-77 12


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