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Ökomanager des Jahres von WWF und Capital: Franz Fehrenbach, Robert Bosch GmbH/Heiko von Tschischwitz, LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH & Co. KG/Sonderpreis für Heinrich Kranz, Stoffkontor Kr

Geschrieben am 22-11-2006

Köln (ots) - Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung
der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, ist von der Umweltstiftung WWF
Deutschland und dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' zum "Ökomanager des
Jahres 2006" im Bereich Konzerne gewählt worden. Ausschlaggebend für
die Entscheidung der Jury war unter anderem, dass die Bosch-Gruppe
das Thema Umwelt- und Ressourcenschonung seit langem in der
Gesamtstrategie konsequent verankert hat. Bei Bosch, wo 251.000
Mitarbeiter rund um den Globus 41,5 Milliarden Euro Umsatz
erwirtschaften, gelten beispielsweise an allen Standorten weltweit,
gleich ob in Stuttgart oder Bangalore, dieselben anspruchsvollen
Vorgaben für Ressourcenschonung. Und in 145 von 264
Fertigungsstandorten sind die Umweltschutzmaßnahmen bereits nach
internationalem ISO-Standard zertifiziert.

Bei den mittelständischen Unternehmen wurde Heiko von
Tschischwitz, Geschäftsführer der LichtBlick - die Zukunft der
Energie GmbH & Co. KG in Hamburg, ausgezeichnet. Der
Ökostrom-Anbieter ist heute der größte unabhängige Stromlieferant
Deutschlands und versorgt bundesweit über 215.000 Privathaushalte und
50.000 Betriebe.

Ein Sonderpreis ging in diesem Jahr an Heinrich Kranz, Vorstand
der Stoffkontor Kranz AG in Lüchow/Wendland. Er stellt aus bis zu
drei Meter hohen Riesenbrennnesseln einen weichen Stoff her, der es
ohne weiteres mit Baumwollstoffen aufnehmen kann.

Die Auszeichnung "Ökomanager des Jahres" vergeben die
Umweltstiftung WWF Deutschland und 'Capital' seit 1990 an
herausragende Unternehmer und Manager, die sich um die Umwelt
verdient machen. Die Preisträger wie Babykost-Hersteller Prof. Dr.
Claus Hipp, Versandhauschef Dr. Michael Otto, Hans-Dietrich Winkhaus,
langjähriger Chef des Waschmittelkonzerns Henkel, oder
Adidas-Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer beweisen, dass sich
nachhaltiges Wachstum, Ressourcenschonung und Rendite nicht
ausschließen.

Ökomanager Konzerne: Umwelt- und Ressourcenschonung mit Tradition

Zwischen langfristiger Unternehmenssicherung und
gesellschaftlichen sowie Umweltbelangen die Balance zu halten, ist
für den Bosch-Chef Franz Fehrenbach eine zentrale Aufgabe. Er sieht
nicht nur die ökonomische, sondern auch die ökologische
Globalisierung als große Herausforderung für Gesellschaft und
Unternehmen.

Umwelt- und Ressourcenschonung haben bei Bosch eine lange
Tradition und einen hohen Stellenwert: Bereits im Jahr 1973 wurde
eine für alle Bosch-Standorte weltweit gültige Richtlinie zum
Umweltschutz eingeführt. Seit Mitte der 70er Jahre existiert das
"3-S-Programm" mit dem Ziel, das Autofahren sicherer, sauberer und
sparsamer zu machen. Dieses Ziel führte zu zahlreichen
Produktinnovationen, die Bosch gemeinsam mit den Fahrzeugherstellern
als Erster auf den Markt brachte wie beispielsweise die
Diesel-Hochdruck-Einspritz-Systeme. Das "3-S-Programm" prägt nach wie
vor die Innovationspolitik von Bosch und bestimmt ganz wesentlich die
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens. Aktuell auf
der Agenda steht die Einführung sparsamer und sauberer Dieseltechnik
in den USA. Dazu hat das Unternehmen zusammen mit Mercedes das
SCR-Katalysator-System entwickelt, das unter dem Namen "Bluetec"
vermarktet wird. Mit diesem System erfüllen Diesel-PKW sogar die
strengen kalifornischen Abgas-Normen.

Darüber hinaus bietet Bosch auch in seinen beiden anderen
Unternehmensbereichen Industrietechnik sowie Gebrauchsgüter und
Gebäudetechnik eine Vielzahl von Produkten an, die Ressourcen und
Umwelt schonen: Beispielsweise reduzieren neue Brennwertgeräte den
CO2-Ausstoß um bis zu 38 Prozent. Effiziente Solarthermie-Systeme
nutzen die Sonne zur Warmwasser-Erwärmung und zum Heizen von
Gebäuden. Bosch liefert auch hydraulische Antriebs- und
Steuerungslösungen für Windkraft-Anlagen und ist an
Forschungsprojekten zur Gewinnung von Strom aus Meeresenergie
beteiligt.

Ökomanager Mittelstand: Ökostrom aus Biomasse

Strom kommt aus der Steckdose und Elektrizität ist doch immer
gleich. Weit gefehlt, Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer der
Hamburger LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH & Co. KG, zeigt,
dass es sehr wohl einen Unterschied gibt. LichtBlick ist heute der
größte unabhängige Stromlieferant Deutschlands und versorgt
bundesweit über 215.000 Privatkunden und 50.000 Betriebe, Schulen und
andere Abnehmer. Mit 200 Mitarbeitern werden 200 Millionen Euro
Umsatz erwirtschaftet. Erzeugt wird der Strom vor allem mit Biomasse-
und Wasser-Kraftwerken. Strom aus Kohlekraftwerken und Atommeilern
ist für LichtBlick tabu. Das garantieren der TÜV Nord und das vom
Öko-Institut Freiburg, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen
und dem WWF vergebene Gütesiegel "ok-Power".

LichtBlick ist seit 1998, dem Fall des Energie-Monopols, am Markt.
Seit damals streitet sich das Unternehmen vor Gericht mit den
ehemaligen Monopolisten um die Durchleitungsentgelte und zahllose
Wettbewerbsbehinderungen. Die Gründung des Bundesverbandes Neuer
Energieanbieter geht wesentlich auf die Initiative von LichtBlick
zurück. Erklärtes Unternehmensziel von LichtBlick ist es, einen
Marktanteil von fünf Prozent im deutschen Strommarkt zu erreichen und
zwei Millionen Haushaltskunden zu versorgen.

Sonderpreis: Riesenbrennnesseln zum Anziehen

Eine tausend Jahre alte Technik und jede Menge "Unkraut" - daraus
macht Heinrich Kranz, Alleinvorstand der Stoffkontor Kranz AG aus dem
wendländischen Lüchow, einen glänzenden weichen Stoff, der es ohne
weiteres mit Baumwollstoffen aufnehmen kann. Angeregt durch einen
Kunden kam Textilkaufmann Kranz vor rund zehn Jahren auf die Idee,
Brennnesseln zur Stoff-Herstellung anzubauen. 1999 stellte er seinen
ersten in Eigenregie produzierten Stoff vor, nachdem er die alten
Verfahren ausgegraben und weiterentwickelt hatte. Das pieksende
Unkraut ist eine echte Alternative zur Baumwolle, die meist unter
künstlicher Bewässerung und mit einem hohen Einsatz von Düngern und
Pestiziden in riesigen Monokulturen in den Trockengebieten der Welt
angebaut wird.

Kranzs Brennnesseln, eine spezielle Sorte mit drei Meter hohen
Pflanzen, an der die Universität Hamburg die Rechte hält, werden
zurzeit von Vertragslandwirten auf 160 Hektar angebaut. Das
vermeintliche Unkraut ist dabei Biotop, sehr genügsam, gedeiht ohne
Pestizid-Einsatz und nur ab und an ist eine Gabe von Dünger nötig.
Etwa alle 10 bis 15 Jahre muss neu gepflanzt werden. Im Verhältnis
zur Baumwolle, bei deren Produktion allein 24 Prozent aller weltweit
erzeugten Insektizide auf den Feldern landen, eine wahrhaft
ökologische Pflanze.

Einmal im Jahr werden die Nesseln mit einem Kreiselmäher gemäht.
Aus den getrockneten Pflanzen werden dann die Fasern über einen
eigenen Maschinenpark herausgelöst und anschließend mit einem
patentierten Bio-Verfahren mit Enzymen gereinigt. In einer eigenen
kleinen Weberei fertigt Heinrich Kranz daraus Stoffe, Bettwäsche,
Hemden und Jeans, die inzwischen über 1.500 Händler und das Internet
vertrieben werden. 17 Mitarbeiter erwirtschaften mit den Brennnesseln
zurzeit einen Umsatz von 1,8 Millionen Euro. Heinrich Kranz ist
überzeugt, dass seine Brennnesseln eine echte Konkurrenz zur
Baumwolle sein könnten. Ab einer Anbaufläche von 10.000 Hektar würden
die Brennnessel-Stoffe made in Germany nicht mehr als indischer
Baumwollstoff kosten - und das ganz ohne umweltfeindliche
Erzeugungsweise.

Alle Informationen im Internet unter www.capital.de/oekomanager

Für Rückfragen:
Redaktion 'Capital', Karl-Heinz Seyfried,
Tel. 0221/99 84 036, E-Mail sy@seynet.de

WWF Deutschland, Jörn Ehlers,
Tel. 0162/291 44 22, E-Mail Ehlers@wwf.de

Hinweis für Redaktionen:
Fotos der Preisträger liegen digital vor, sie können ebenso wie der
komplette Artikel (als PDF) über Tel. 040/399 27 20, Fax 040/39 92 72
10 oder E-Mail presse@publikom.com angefordert werden.

Originaltext: Capital, G+J Wirtschaftspresse
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=8185
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_8185.rss2


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