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Ende 2005 erhielten noch rund 781 000 Haushalte Wohngeld

Geschrieben am 25-10-2006

Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt,
erhielten am Jahresende 2005 in Deutschland rund 781 000 Haushalte
Wohngeld. Dies waren 2,1% aller privaten Haushalte. Wohngeld ist ein
von Bund und Ländern getragener Zuschuss zu den Wohnkosten. Dieser
wird - gemäß den Vorschriften des Wohngeldgesetzes -
einkommensschwächeren Haushalten gewährt, damit diese die Wohnkosten
für angemessenen und familiengerechten Wohnraum tragen können.

Mit dem Vorjahr, als rund 3,5 Millionen Haushalte Wohngeld
bezogen, sind die Angaben nur bedingt vergleichbar. Ursache für den
deutlichen Rückgang (- 78% gegenüber dem Jahresende 2004) im Jahr
2005 ist das Inkrafttreten des "Vierten Gesetzes für moderne
Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" (Hartz IV) und die damit
verbundenen Änderungen wohngeldrechtlicher Bestimmungen zum 1. Januar
2005. Seit diesem Zeitpunkt entfällt für Empfänger staatlicher
Transferleistungen (zum Beispiel Arbeitslosengeld II beziehungsweise
Sozialgeld nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch, Hilfe zum
Lebensunterhalt beziehungsweise Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch,
Asylbewerberleistungen) sowie Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft
das Wohngeld. Dies hatte auch zur Folge, dass Bezieher von
Sozialhilfe und Kriegsopferfürsorge seit dem 1. Januar 2005 nicht
mehr zu den Wohngeldempfängern zählen. Die angemessenen
Unterkunftskosten der Empfänger dieser Transferleistungen werden
seitdem im Rahmen der jeweiligen Sozialleistungen berücksichtigt, so
dass sich für die einzelnen Leistungsberechtigten keine Nachteile
ergeben.

Mieter erhalten das Wohngeld als Mietzuschuss, selbst nutzende
Eigentümer erhalten Lastenzuschuss, das heißt einen Zuschuss zur
Belastung (Aufwendungen für Kapitaldienst und Bewirtschaftung) des
Eigentums.

89,1% der Empfängerhaushalte erhielten 2005 ihr Wohngeld als
Mietzuschuss und die restlichen 10,9% als Lastenzuschuss. Der
durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch lag 2005 bei 95 Euro.
Den Empfängerhaushalten von Mietzuschuss wurden durchschnittlich 92
Euro im Monat an Wohngeld ausgezahlt, den Empfängerhaushalten von
Lastenzuschuss durchschnittlich 120 Euro. Die monatliche
Bruttokaltmiete der Mietzuschussempfänger betrug Ende 2005
durchschnittlich 5,72 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, die monatliche
Belastung der Lastenzuschussempfänger lag mit durchschnittlich 4,33
Euro je Quadratmeter Wohnfläche niedriger. Fast die Hälfte aller
Wohngeldempfänger lebt allein (48,6%), weitere 16,7% leben in
Zwei-Personen-Haushalten und 10,7% in Drei- Personen-Haushalten. In
den übrigen 24,0% der Empfängerhaushalte wohnen vier oder mehr
Personen.

Neben den rund 781 000 "reinen" Wohngeldhaushalten gab es Ende
2005 in Deutschland noch rund 30 000 wohngeldrechtliche Teilhaushalte
in so genannten "Mischhaushalten". Dabei handelt es sich um
Haushalte, in denen Empfänger von staatlichen Transferleistungen, die
nicht selbst wohngeldberechtigt sind, mit Personen zusammen leben,
die wohngeldberechtigt sind.

Die Gesamtausgaben für das Wohngeld betrugen im Jahr 2005
bundesweit rund 1,2 Milliarden Euro; dies entspricht einem Rückgang
um 76% gegenüber dem Vorjahr. Die Wohngeldausgaben je Einwohner
beliefen sich somit im Jahr 2005 auf rund 15 Euro.


Haushalte mit Bezug von Wohngeld und
durchschnittlicher monatlicher Wohngeldanspruch
nach Haushaltsgröße in Deutschland am 31. Dezember 2005


Reine Davon:
Wohngeldhaushalte Mietzuschuss Lastenzuschuss
durch- durch- durch-
Haus Ins- schnitt- zu- schnitt- zu- schnitt-
halte ge- licher sam- licher sam- licher
mit samt monatl. men monatl. men monatl.
Per- Wohngeld- Wohngeld- Wohngeld-
sonen anspruch anspruch anspruch
Anzahl Euro Anzahl Euro Anzahl Euro


1 379 686 63 363 446 63 16 240 66
2 129 985 92 119 913 93 10 072 88
3 83 603 114 73 982 114 9 621 110
4 101 062 132 80 123 136 20 939 117
5 53 619 154 38 446 161 15 173 136
6 20 501 182 13 333 193 7 168 162
7 6 973 212 4 019 226 2 954 192
8 2 735 246 1 255 270 1 480 225
9 1 205 320 414 352 791 303
10
oder
mehr 1 291 423 300 456 991 413


Ins-
gesamt 780 660 95 695 231 92 85 429 120


Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Carola Müller,
Telefon: (01888) 644-8149,
E-Mail: carola.mueller@destatis.de

ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: (0611) 75-3444
Email: presse@destatis.de


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