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TV-Sender streben gemeinsam mit großen Infrastrukturanbietern Vertriebsmonopol an / Kabelverband FRK will die Breitbandnetze für alle Programme offen halten

Geschrieben am 25-08-2006

Lauchhammer (ots) - "Das Verwirrspiel um die Verschlüsselung der
TV-Programme geht in die nächste Runde", teilt Heinz-Peter Labonte,
Vorstandssprecher des FRK - Fachverband Rundfunkempfangs- und
Kabelanlagen, im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) in
Berlin mit. Programmunternehmen wie ProSiebenSat.1, MTV und andere
würden die Publikumsmesse nutzen, um den Fernsehzuschauern ein
Kuckucksei ins Wohnzimmer zu legen. Mit der geplanten Verschlüsselung
der Satellitenprogramme würden nämlich sowohl die Satelliten- wie
auch die Kabelkunden abgezockt.

Mit der Verschlüsselung wollten die Plattformbetreiber, wie KDG,
Satellitenkonsortien und die TV-Unternehmen versuchen, die direkte
Kundenbeziehung zum Fernsehzuschauer zu erobern, um ihre künftigen
teuren Mehrwertdienste zu vermarkten und den Programmwettbewerb in
ein Oligopol zu verwandeln. Das bringe nur Nachteile für den
Wettbewerb im Rundfunkmarkt und benachteilige die
öffentlich-rechtlichen wie die kleinen privaten Sender, ist sich
Labonte sicher. Am Ende drohe auch ARD und ZDF, sich ebenfalls auf
die Verschlüsselung einlassen oder Reichweite verlieren zu müssen.
Absicht sei es vor allem, den mittelständischen unabhängigen
Kabelnetzbetreibern durch technische Maßnahmen ihre Kundenbindungen
abzujagen. Für die Verbraucher bleibe weniger Vielfalt an Programmen
und frei wählbaren Endgeräten, da die Plattformbetreiber
Spezifikationen für die Receiver vorgeben könnten.

Der Kabelverband FRK schlage deshalb vor:

- Die Verschlüsselung für den direkten Satellitenempfang
einzuführen, allein schon um die Satellitenhaushalte an den
Urheberrechtentgelten zu beteiligen.

- Die Weiterverbreitung in die Kabelnetze bleibt weiterhin Sache
der Kabelnetzbetreiber. Sie entschlüsseln für ihre Kunden alles,
was ankommt.

- Entsprechend der technischen Kabelreichweite zahlen die
Netzbetreiber ihren Anteil an der Satellitengebühr an die VG
Media oder direkt an die TV-Sender.

Der Kabelanschluss werde erneut teurer, aber es sei dann eine
Programmgebühr und kein Entgelt für eine vorhandene technische
Dienstleistung mehr. Der offensichtlich von den großen Senderfamilien
entwickelte Plan, mittels Verschlüsselung die kleinen TV-Programme,
ARD und ZDF sowie die unabhängigen mittelständischen
Kabelnetzbetreiber aus dem Markt zu drängen, werde nicht gelingen,
betont Labonte, denn das Kartellamt habe sich schon früher gegen eine
vertikale Konzentration von Programm und Kabelnetz ausgesprochen.


Originaltext: FRK Fachverb. Rundfunkempfangs- u. Kabel
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=59715
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_59715.rss2

Pressekontakt:
FRK Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen
Heinz Peter Labonte
Tel: 06136-996910
Fax: 06136-85708
www.kabelverband-frk.de

Public Relations
Medienbüro
Dr. Wolfgang Posewang
Wieseneck 16
24632 Heidmoor
Tel: 04192-201172
Fax: 04192-201173
E-mail: medienbuero@gmx.com


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