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Forschen für eine nachhaltige Zukunft / Der Themendienst des Fachbeirats für den ökologischen Landbau - Ausgabe 05/2010

Geschrieben am 03-05-2010

Bonn/Berlin (ots) - Der Themendienst ist ein Service des
Bundesprogramms Ökologischer Landbau. Jede Themendienst-Ausgabe wird
von einem Team von sechs Journalisten erstellt und von einem eigens
dafür einberufenen Fachbeirat geprüft und herausgegeben. Ziel ist die
bessere Verknüpfung von Forschung und Praxis im Bereich Ökolandbau.
Zielgruppe des Themendienstes sind Journalisten und interessierte
Akteure im Bereich Ökolandbau.

Ausgabe 05/2010

INHALT

1. Mit Schlupfwespen gegen die Kohlmottenschildlaus - wie
Ökobetriebe Rosen- und Grünkohl erfolgreich kultivieren können
2. Wie der Ökolandbau unsere Gewässer schützt - neuer Leitfaden
"Wasserschutz im Ökologischen Landbau" erschienen
3. Auf die Sorte kommt es an - wie man im ökologischen
Sommergerstenanbau die Streifenkrankheit vermeiden kann
4. Unkraut vergeht nicht? Forscher untersuchen, wie sich wuchernde
Beikräuter auf die Ernte von Gemüseerbsen auswirken
5. Gesucht: Hennen mit Hingabe - Wissenschaftler untersuchen via
Feldprüfungen, welche Legehennen sich für den ökologischen
Landbau eignen


1. Mit Schlupfwespen gegen die Kohlmottenschildlaus - wie
Ökobetriebe Rosen- und Grünkohl erfolgreich kultivieren können

Die Kohlmottenschildlaus richtete in der Vergangenheit in
ökologisch bewirtschafteten Rosen- und Grünkohlfeldern oftmals großen
Schaden an. Viele deutsche Ökobauern gaben daraufhin den Anbau dieser
Kulturen auf. Forscher der Universität Kassel haben in den
vergangenen Jahren untersucht, wie man dem Schädling beikommen und
eine erfolgreiche Abwehrstrategie entwickeln kann. Ihre
Praxisversuche zeigen: Mit einer Kombination aus sehr feinmaschigen
Netzen und dem Einsatz von Schlupfwespen können Ökobauern gute
Erfolge erzielen.

2. Wie der Ökolandbau unsere Gewässer schützt - neuer Leitfaden
"Wasserschutz im Ökologischen Landbau" erschienen

Die konventionelle Landwirtschaft zählt zu den größten
Gewässerverschmutzern in Deutschland. Vor allem Stickstoff, Phosphor
und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln belasten Seen und Flüsse.
Auch das Grundwasser bleibt nicht verschont. So ist zum Beispiel in
Schleswig-Holstein nur noch jede dritte Grundwasserprobe frei von
Agrarchemikalien wie Diuron oder Bentazon.

Der neue Leitfaden "Wasserschutz im Ökologischen Landbau" zeigt,
dass es auch anders geht. Demnach belegen internationale Studien,
dass Ökobauern deutlich weniger Stickstoff in die Umwelt und damit in
die Gewässer entlassen. Der Einsatz von problematischen
"Chemiecocktails" aus dem Bereich der Pflanzenschutzmittel ist im
Ökolandbau ohnehin vollständig untersagt. Auch die schonende
Bodenbearbeitung hat Vorteile für den Wasserschutz, denn es wird
weniger Boden in die Gewässer abgeschwemmt.

3. Auf die Sorte kommt es an - wie man im ökologischen
Sommergerstenanbau die Streifenkrankheit vermeiden kann

Die sogenannte Streifenkrankheit ist im Sommergerstenanbau weit
verbreitet. Wenn über mehrere Jahre zur Zeit der Getreideblüte eine
hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, kann die Krankheit das Saatgut
deutlich schädigen. Die Streifenkrankheit wird durch den Pilz
Pyrenophora graminea hervorgerufen, der sich in den befallenen
Gerstenpflanzen über die Leitungsbahnen ausbreiten und die Pflanzen
so stark schädigen kann, dass sie absterben.

Wissenschaftler der Gesellschaft für goetheanistische Forschung
e.V. (Getreidezüchtungsforschung Darzau) haben in Kooperation mit dem
Institut für biologisch-dynamische Forschung nach Wegen gesucht, wie
sich die Streifenkrankheit im ökologischen Sommergerstenanbau stoppen
lässt. Die Forscher sind fündig geworden: Sie testeten 60
verschiedene Sommergerstensorten. Dabei konnten sie rund zehn Sorten
ausfindig machen, die eine ausgeprägte Widerstandsfähigkeit gegen die
Streifenkrankheit aufweisen.

4. Unkraut vergeht nicht? Forscher untersuchen, wie sich wuchernde
Beikräuter auf die Ernte von Gemüseerbsen auswirken

Das Ertragsniveau beim ökologischen Anbau von Gemüseerbsen ist
häufig unbefriedigend. Schuld daran ist unter anderem die starke
Konkurrenz durch Beikräuter, gegen die Biobauern meist nur mit dem
Hackstriegel vorgehen können. Ein Forschungsprojekt des Sächsischen
Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat
beikrautbedingte Ertragsverluste beim ökologischen Gemüseerbsenanbau
unter die Lupe genommen. Gleichzeitig untersuchten die
Wissenschaftler die biologische Stickstoff-Fixierung von
Gemüseerbsen. Um die Datenbasis zu entsprechenden Entzugszahlen zu
verbessern, ermittelten sie dabei die Stickstoff-, Phosphor-, Kalium-
und Magnesiumgehalte im Erntegut.

5. Gesucht: Hennen mit Hingabe - Wissenschaftler untersuchen via
Feldprüfungen, welche Legehennen sich für den ökologischen Landbau
eignen

Nicht jede Henne taugt für einen ökologisch wirtschaftenden
Legehennenbetrieb. Sie sollte einerseits ruhig und robust sein.
Andererseits muss sie über ein ausreichendes Leistungsvermögen
verfügen. Längst nicht alle kommerziellen Legehennenherkünfte sind
deshalb für die ökologische Legehennenhaltung geeignet. Ein
Forschungsvorhaben des Forschungsinstituts für die Biologie
landwirtschaftlicher Nutztiere (FBN) hat ein Konzept für eine
koordinierte Feldprüfung von Legehennen auf ihre Eignung für den
ökologischen Landbau entwickelt. Dazu wurden Hühner aus vier
verschiedenen Herkünften auf 17 Ökobetrieben und auf zwei
Prüfstationen miteinander verglichen.

Den kompletten Inhalt der fünften Ausgabe 2010 finden Sie unter
http://www.oekolandbau.de/journalisten/themendienst-oekolandbau/

Der Newsletter kann bestellt werden unter
themendienst@oekolandbau.de sowie auf
http://www.oekolandbau.de/service/newsletter/

Originaltext: BLE Bundesprogramm Ökologischer Landbau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52881
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_52881.rss2

Pressekontakt:
Elmar Seck
Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau
in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Tel.: (02 28) 99 68 45-29 26
Fax: (02 28) 68 45-29 07
E-Mail: themendienst@oekolandbau.de
http://www.oekolandbau.de


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