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Das Wartezimmer hat ausgedient - Patienten genesen online

Geschrieben am 06-04-2010

Frankfurt am Main (ots) - PwC-Gesundheits-Studie: Patienten-Rolle
im Umbruch / Vergütung der Mediziner künftig auch vom
Behandlungserfolg abhängig / Ratgeber Netz: Patienten machen sich vor
Arztbesuch schlau

Die Gesundheitssysteme der Industrieländer stehen vor einer
grundlegenden Neuausrichtung der medizinischen Versorgung. Zukünftig
werden die individuellen Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt
stehen. Ein Treiber dieser Entwicklung ist die Zunahme chronischer
Erkrankungen, welche die Kostenexplosion im Gesundheitswesen weiter
beschleunigt. Dies zwingt die Mediziner, sich stärker als bisher mit
den individuellen Auslösern chronischer Erkrankungen zu beschäftigen.
Die Folge für Patienten: mehr Einflussmöglichkeiten, aber auch mehr
Eigenverantwortung bei Gesundheitsvorsorge und Therapie wie die
Studie "HealthCast - Die Individualisierung des Gesundheitswesens"
der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft
PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt.

84 Prozent der befragten Gesundheitsexperten geben an, dass
Patienten mit chronischen Erkrankungen für ihre Versorgung selbst
verantwortlich sein sollten, knapp 60 Prozent befürworten sogar ein
hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit. "Auf der anderen Seite müssen
Ärzte und Krankenhäuser sich darauf einstellen, dass ihre Vergütung
künftig stärker von einem Behandlungserfolg als von der Zahl der
Behandlungsfälle abhängen wird", ergänzt Harald Schmidt, Leiter des
Bereichs Healthcare bei PwC.

80 Prozent der für die Studie befragten Gesundheitsexperten
vertreten die Auffassung, dass Ärzte und Therapeuten bei
nachweislichen Behandlungserfolgen Rückvergütungen erhalten sollten.
Drei von vier Befragten befürworten zudem finanzielle Anreize für die
Befolgung von Best-Practice-Richtlinien durch Ärzte. Gleichzeitig
sprechen sich auch 80 Prozent dafür aus, dass es für Patienten
vergleichbare Instrumente, beispielsweise Bonusmodelle für die
Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, geben sollte.

Schnelles Internet eröffnet Sparpotenziale

Die hohe Verbreitung schneller Internetverbindungen in
Privathaushalten macht es möglich, dass medizinische Dienstleistungen
häufiger beim Patienten erbracht werden können. Statt Patienten zur
Überwachung ins Krankenhaus einzuweisen, können diese auch zu Hause
bleiben, während ihr Gesundheitszustand per elektronischer
Ferndiagnose kontinuierlich überwacht wird. In Frankreich konnten
durch die Vernetzung von Patient und Klinik in den vergangenen Jahren
bereits 2,7 Millionen Belegtage im Krankenhaus eingespart werden.

Damit sich diese Einsparpotenziale realisieren lassen, sind jedoch
vielerorts noch erhebliche Investitionen in Software und
IT-Infrastruktur notwendig. Fast 80 Prozent der befragten
Gesundheitsexperten halten den elektronischen Informationsaustausch
im aktuellen System für schwierig, jeder fünfte findet den Transfer
sogar sehr schwierig. Dabei geht es nicht nur um rein technische
Aspekte. Steigende Datenschutzanforderungen für sensible
Patientendaten sind nach Einschätzung von 90 Prozent der
Führungskräfte eine wachsende Hürde für die Digitalisierung und
elektronische Verarbeitung von Patientenakten.

Für die Studie befragte PwC weltweit fast 800 Entscheidungsträger
und Experten des Gesundheitswesens sowie 3.500 Verbraucher aus
Deutschland, den USA und fünf weiteren Ländern.

Patienten suchen zuerst online Rat

Die stärkere Einbindung von Patienten in die Gesundheitsversorgung
setzt einen ausreichenden medizinischen Informationsstand voraus.
Diese Bedingung ist nach Ansicht der überwiegenden Zahl der befragten
Experten (76,1 Prozent) jedoch nicht erfüllt. Auch hier könnte die
stärkere Nutzung des Internet durch die Leistungsanbieter einen
wichtigen Beitrag leisten. Wie die Patientenumfrage im Rahmen der
Studie ergab, informieren sich schon heute die relativ meisten
Menschen (48 Prozent) über Gesundheitsfragen im Internet. Ärzte
stehen als Informationsvermittler erst an zweiter Stelle (43
Prozent), gefolgt von Freunden und Familie (30 Prozent).

Die Studie "Health Cast - Individualisierung des
Gesundheitswesens" steht zum kostenlosen Download für Sie zur
Verfügung unter: www.pwc.de/de/healthcast

Redaktionshinweis:

Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist
in Deutschland mit 9.000 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von
rund 1,37 Milliarden Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaften. An 29 Standorten arbeiten Experten für
nationale und internationale Mandanten jeder Größe. PwC bietet
Dienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und
prüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie
in den Bereichen Deals und Consulting (Advisory).

Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8664
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_8664.rss2

Pressekontakt:

Stefan Bießenecker
PricewaterhouseCoopers AG WPG
Marketing & Communications / Presse
Tel.: (069) 95 85 - 62 65
E-Mail: stefan.biessenecker@de.pwc.com
www.pwc.de





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