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Neu: Mit fokussiertem Ultraschall gegen Gebärmutter-Tumore

Geschrieben am 24-03-2010

Hamburg (ots) - Etwa jede vierte Frau über 30 hat Myome in der
Gebärmutter. Diese Tumore sind zwar gutartig. Aber wenn sie
Beschwerden verursachen, ist meist eine Operation notwendig -
verbunden mit einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt. Jetzt verfügen
Radiologen über eine neue Methode. Mit ihr können sie den Tumor
ambulant behandeln, ohne die Gebärmutter zu entfernen und so die
Chance auf eigenen Nachwuchs zu zerstören. Als erste Krankenkasse in
Deutschland übernimmt die Techniker Krankenkasse (TK) ab sofort die
Kosten für das neue ambulante Verfahren.

Nicht immer bereiten die Myome Beschwerden - nur bei etwa jeder
dritten Betroffenen machen sie sich überhaupt bemerkbar. Schmerzen,
Blutungen, Becken-, Bein- und Rückenschmerzen oder ein unerfüllter
Kinderwunsch sind die Folge. Standardtherapie ist es bis heute,
einzelne Myome operativ herauszuschälen oder sogar die Gebärmutter zu
entfernen. "Die neue so genannte MRgFUS-Therapie ist dagegen schonend
und schmerzarm - eine Operation ist überflüssig, die Frauen können
direkt im Anschluss nach Hause gehen. Und: Ihre Gebärmutter bleibt
vollständig erhalten, weshalb sich das Verfahren besonders für Frauen
mit Kinderwusch eignet", sagt Immanuel Lütjohann, Leiter des
Versorgungsmanagements bei der TK.

"MRgFUS" ist ein komplizierter Begriff für eine ausgefeilte
Technik: Bei der Behandlung erhitzen gebündelte Ultraschallwellen
gezielt den Tumor, bis er einschmilzt und schließlich zerstört ist.
"Stellen Sie sich vor, die Kerne eines Apfels aus seinem Inneren zu
entfernen, ohne ihn aufschneiden zu müssen - das ist MRgFUS", erklärt
Radiologe Dr. Matthias Matzko. "Anhand von dreidimensionalen
Aufnahmen des Tumors dirigieren speziell geschulte Radiologen die
Strahlen während der Behandlung so genau, dass das umliegende Gewebe
unverletzt bleibt", so der Leiter des Zentrums für Myomtherapie am
Klinikum Dachau weiter.

Die Klinik in Dachau ist eine der ersten Einrichtungen in
Deutschland, die diese neue Therapie anbieten - und zugleich
Vertragspartner der TK. "Die TK möchte sinnvolle und
vielversprechende medizinische Innovationen fördern. Durch unseren
Vertrag profitieren Patientinnen mit Myomen schon jetzt von dieser
schonenden Behandlung und müssen nicht erst Jahre auf deren Aufnahme
in die Regelversorgung warten", sagt Lütjohann.

Die Behandlung erfolgt in drei Schritten: "Zuerst beraten unsere
Experten in Dachau die betroffenen Frauen in einer speziellen
Myom-Sprechstunde zu den verschiedenen Therapieoptionen", sagt
Matzko. Etwa jede dritte Patientin kann mit dem fokussierten
Ultraschall behandelt werden. Abhängig ist dies von der Art, Lage,
Größe und Anzahl der Tumore. Im zweiten Schritt erfolgt die
eigentliche Therapie. Dabei behandeln Radiologen die Patientinnen mit
dem fokussierten Ultraschall zwei bis vier Stunden ambulant im
Klinikum Dachau. Danach können sie direkt nach Hause fahren und in
ihren Alltag zurückkehren - eine Krankschreibung ist meist nicht
notwendig. Im dritten Schritt kontrolliert nach etwa sechs Monaten
eine Magnetresonanztomographie abschließend den Therapieerfolg.

Zum Hintergrund:

MRgFUS steht für Magnetresonanztomographie-gesteuerter
fokussierter Ultraschall. Während der Behandlung liegt die Patientin
auf dem Bauch in einem Magnetresonanztomographen (MRT), der
dreidimensionale Bilder des Myoms erzeugt. Mit Hilfe dieser Aufnahmen
kann der Radiologe gebündelte Ultraschallwellen auf das Myom richten
und den Tumor so gezielt einschmelzen und gleichzeitig die Therapie
überwachen.

Informationen zu dem neuen Therapieverfahren und dem TK-Vertrag
zur Integrierten Versorgung mit dem FUS-Center am Klinikum Dachau
gibt es im Internet unter www.tk-online.de oder unter
www.uterusmyome.de .

Originaltext: TK Techniker Krankenkasse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6910
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6910.rss2

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Inga Lund, TK-Pressestelle
Tel.: 040 - 6909 - 1357
Fax: 040 - 6909 - 1353
E-Mail: inga.lund@tk-online.de


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