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Vorläufige Zahlen - vorbehaltlich Aufsichtsratszustimmung / Fraport AG hält trotz Krise konsequent Kurs in Richtung Zukunft / Schulte: Talsohle bei den Verkehrsvolumina durchschritten

Geschrieben am 03-03-2010

Frankfurt (ots) - "Das Beste an der Bilanz für 2009 ist der
Ausblick auf 2010." Mit diesen Worten zog Dr. Stefan Schulte,
Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, heute Bilanz für das vergangene
Jahr und gab einen Ausblick für 2010. "Nachdem sich in 2009 die
anfangs extrem hohen Verkehrsrückgänge von Quartal zu Quartal
verringert hatten, sind wir inzwischen optimistisch, die Talsohle
durchschritten zu haben", fasste er bei der Bilanzpressekonferenz
zusammen.

Schulte zufolge waren die ersten 21 Tage des Februars noch ganz
von der Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen und besonders im
Januar geprägt. Der Pilotenstreik Ende des Monats werde die
Februar-Statistik jedoch deutlich eintrüben. Im Januar dieses Jahres
sei trotz des harten Winters ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem
Vorjahresmonat erreicht worden. Bemerkenswert nannte er die
Entwicklung bei den Interkontinental-Flügen, deren Anteil im Januar
um neun auf 46 Prozent gegenüber Januar 2009 zugenommen hatte. Dabei
reflektierte die deutlich überproportionale Zunahme von bis zu 15
Prozent auf den Asien-Strecken das wieder anziehende
Wirtschaftswachstum insbesondere in Fernost.

Bei der Fracht wurden im Januar mit 157.637 Tonnen 32,2 Prozent
mehr Transportgüter umgeschlagen als im Vorjahresmonat und gut 1.600
Tonnen mehr als beim bisherigen Januarrekord 2008. "Dass sich die
Fracht - schon immer ein Konjunktur-Frühindikator - so bullish
entwickelt, freut uns doppelt: als deutliches Signal für die
nationale wie die internationale Konjunktur und als Zeichen einer
unverändert starken internationalen Arbeitsteilung", betonte Schulte.
Die Frachtzahlen für den Februar dürften den positiven Trend
fortsetzen.

Schulte sieht in der Verkehrsentwicklung eine Bestätigung der
Unternehmenspolitik im vergangenen Jahr, trotz Krise die
Zukunftsinvestitionen am Flughafen Frankfurt fortzusetzen. "Mit den
Bauarbeiten für die Nordwestlandebahn liegen wir im Zeitplan. Sie
wird zum Winterflugplan 2011/12 in Betrieb gehen. Damit können die
Airlines, die in Frankfurt in steigendem Maße Slots nachfragen,
endlich wieder auf Wachstum setzen", erläuterte der Fraport-Chef.

In den Verkehrszahlen 2009 habe sich das schwierige Krisenjahr
niedergeschlagen. Rund 51 Millionen Passagiere hätten den Flughafen
Frankfurt im vergangenen Jahr genutzt und damit 4,7 Prozent weniger
als 2008. Bei der Luftfracht entsprächen mehr als 1,8 Millionen
Tonnen Luftfracht einem Rückgang um 10,1 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr. Das Luftpostaufkommen habe um 11,3 Prozent auf 80.174 Tonnen
abgenommen. 463.111 Flugbewegungen im Jahr 2009 spiegelten eine
Reduzierung um 4,7 Prozent wieder. Die Höchststartgewichte schwächten
sich um 4,2 Prozent auf 27.186.902 Tonnen ab.

Im Konzern habe sich der Umsatz der Fraport im vergangenen Jahr um
6,1 Prozent auf gut 1,97 Milliarden Euro verringert. Das EBITDA sei
um acht Prozent auf 552,9 Millionen Euro gefallen, das EBIT um 19,2
Prozent auf 290,4 Millionen Euro. Mit 157,3 Millionen Euro habe eine
Verringerung des Konzern-Ergebnisses um 20,1 Prozent hingenommen
werden müssen. Das Ergebnis je Aktie ist damit um 20,8 Prozent auf
1,64 Euro zurückgegangen.

"2009 war aber auch das Jahr grundsätzlicher und positiver
Weichenstellungen für die Zukunft des Unternehmens", stellte Schulte
heraus. So sei es gelungen, die Defizitproblematik der
Bodenverkehrsdienste zu lösen und dieses für das reibungslose
Funktionieren der betrieblichen Prozesse wichtige Segment im Konzern
zu halten. "Der Zukunftsvertrag gibt den Beschäftigten wie dem
Unternehmen eine Perspektive, wir können unser integriertes
Geschäftsmodell fortführen", sagte Schulte. Über die vereinbarte
Laufzeit des Vertrags bis 2018 werden sich die Einsparungen auf
jährlich 42 Millionen Euro entwickeln.

Nicht minder bedeutsam sei die Einigung mit den Airlines und
Airline-Verbänden über die Flughafen-Entgelte. Airlines und
Flughafen-Betreiber erhielten mit der Entgelt-Anpassung für die
nächsten sechs Jahre Planungssicherheit in einem modernisierten und
künftig erweiterten Flughafen. Bei Investitionen von derzeit gut
einer Milliarde Euro im Jahr entstünden der Fraport AG jährlich
Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro allein durch Zinsen und
Abschreibungen, die durch das Verkehrswachstum, zusätzliche Entgelte
sowie gesteigerte Retail-Erträge verdient werden müssten.

Die Grundlagenvereinbarung zu den Luftsicherheitskontrollen
zwischen dem Bundesministerium des Inneren, der Deutschen Lufthansa
AG und der Fraport AG trage der zunehmenden Wettbewerbsanforderung
Rechnung. Schrittweise im Laufe der Jahre und damit sozialverträglich
für die rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Fraport AG
und FraSec werde der Markt für Sicherheitsdienstleistungen geöffnet.
Um die steigenden Sicherheitsanforderungen mit einem reibungslosen
Betrieb in Einklang zu bringen, regte Schulte die Einführung von
Körperscannern bei der Passagierkontrolle an. "Die Erfahrungen an
anderen Flughäfen zeigen, dass Sicherheitsaspekte, der Schutz der
Persönlichkeitsrechte und betriebliche Belange mit dieser neuen
Technologie in Einklang gebracht werden können", hob er hervor.

Einen weiteren Meilenstein nannte Schulte das unternehmensinterne
Projekt "Fitness@Fraport2011". Diese Reorganisation des Unternehmens
werde durch die Neuordnung und Straffung von Zentral- und
Geschäftsbereichen zu einem Produktivitätsfortschritt von mehr als
zehn Prozent führen.

Für das laufende Jahr erwartet Fraport einen Zuwachs bei den
Passagierzahlen um ein bis zwei Prozent. Das EBITDA wird der Prognose
zufolge mindestens 600 Millionen Euro betragen, wobei die
Ergebnisverbesserung insbesondere aus dem internationalen Geschäft
kommen werde. Der Konzernüberschuss dürfte sich dagegen wegen höherer
Abschreibungen und einem höheren Finanzaufwand abschwächen. "Der
Wettbewerb unter den globalen Luftverkehrsdrehkreuzen wird sich
sicherlich verschärfen, aber wir sind zuversichtlich, unsere gute
Position nicht zuletzt mit dem Kapazitätsausbau weiter verbessern zu
können", sagte Schulte abschließend.

Druckfähiges Bildmaterial zum Flughafen Frankfurt und zur Fraport
AG steht im Internet unter www.fraport.de, Menüpunkt "Presse",
Unterpunkt "Bildarchiv" kostenlos zum Download zur Verfügung.

Unter http://fraport.cms-gomex.com bieten wir für
Fernsehredaktionen außerdem kostenloses Footage-Material zum Download
an.

Originaltext: Fraport AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/31522
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_31522.rss2
ISIN: DE0005773303

Pressekontakt:
Fraport AG
Unternehmenskommunikation
Pressestelle (UKM-PS) Telefon: 069 690-70555
60547 Frankfurt am Main Telefax: 069 690-55071


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