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Omega-3-Fettsäuren sind tatsächlich wichtig!

Geschrieben am 24-02-2010

Frankfurt (ots) - Aufmerksamkeit ist garantiert, wenn man
positiven Nachrichten mit vermeintlich wissenschaftlich belegten
Aussagen widerspricht. Omega-3-Fettsäuren sind hier ein "gefundenes
Fressen", denn aus der aktiven Forschung und tausenden von Studien
lassen sich immer auch einzelne Ergebnisse herauspicken, um damit
Verunsicherung zu erzeugen. Eindeutig belegt ist, dass eine gute
Versorgung mit den biologisch aktiven Omega-3-Fettsäuren EPA
(Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) das
Herz-Kreislauf-System schützt und beim Ungeborenen maßgeblich zur
Entwicklung des Gehirns und der Sehfähigkeit beiträgt.
Fachgesellschaften in aller Welt empfehlen daher gesunden Menschen
eine tägliche Zufuhr zwischen 250 mg und 500 mg EPA/DHA und explizit
Schwangeren und Stillenden, mindestens 200 mg DHA pro Tag zu sich
nehmen. Übereinstimmend mit den Empfehlungen von Fachgesellschaften
empfiehlt der Arbeitskreis Omega-3 e. V. eine Zufuhr von mehr als 300
mg EPA/DHA pro Tag und schließt sich der Empfehlung während
Schwangerschaft und Stillzeit an.

Fisch ist die vornehmliche Omega-3-Quelle

Fisch - insbesondere fettreiche Kaltwasserfische wie Lachs,
Makrele, Hering, Thunfisch und Sardine - werden weltweit als die
Quellen für Omega-3-Fettsäuren empfohlen. Zwei Fischmahlzeiten in der
Woche (ca. 200 g) werden für eine gute Versorgung als ausreichend
angesehen. Insbesondere für Schwangere wird stets darauf hingewiesen,
kein Fleisch von großen Raubfischen - wie z. B. Thunfisch - zu essen,
da diese bekanntlich am Ende einer langen Nahrungskette stehen und
somit mehr Schwermetalle und andere toxische Substanzen enthalten
können. Dass bei der Zubereitung von Fisch besondere Hygieneregeln in
der Küche zu berücksichtigen sind, weiß mittlerweile jede und jeder.

Die Deutschen essen zu wenig Fisch

Die Nationale Verzehrsstudie NVS II zeigt, dass in Deutschland
viel zu wenig Fisch gegessen wird. Mit wöchentlich knapp 100 g Fisch
und Krustentieren nehmen Erwachsene im Mittel nur etwa die Hälfte der
empfohlenen Wochenmenge zu sich. Bei Jugendlichen liegt der Konsum
mit rund 39 g pro Woche sogar sehr weit darunter. 16 Prozent der
Bevölkerung essen gar keinen Fisch, bei den Jugendlichen ist es jeder
Dritte. Ihnen empfiehlt der Arbeitskreis Omega-3 e. V. die Zufuhr von
Omega-3-Fettsäuren entweder durch angereicherte Produkte wie Brot,
Brötchen, Margarine und Eier oder durch Nahrungsergänzungsmittel wie
Fischölkapseln.

Anreicherung mit Omega-3-Fettsäuren birgt keine gesundheitlichen
Risiken

Angesicht technologischer Grenzen bei der Anreicherung vieler
Lebensmittel ist aus Sicht des Arbeitskreis Omega-3 e. V. nicht zu
erwarten, dass selbst eine Anreicherung einer größeren
Lebensmittelpalette bei der Bevölkerung zu einer täglichen
Gesamtaufnahme von EPA und DHA führt, die gesundheitliche Risiken
birgt. Im Gegenteil: Anreicherung erhöht die Chance einer
ausreichenden Versorgung mit diesen langkettigen Omega-3-Fettsäuren,
die als unzureichend anzusehen ist. Insbesondere denjenigen, die sehr
wenig oder keinen Fisch essen, ermöglichen es angereicherte
Lebensmittel, ihre Zufuhr sicherzustellen, da aufgrund der
derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnislage bei üblicher Kost die
Umwandlung der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure, z.
B. aus Lein-, Raps- und Walnussöl, lediglich einen geringen Beitrag
zur Versorgung leistet.

Ergebnisse einzelner Studien sind ein Baustein der Forschung, aber
kein Anlass, gesicherte Erkenntnisse zu verwerfen Forschung lebt
davon, dass sich Ergebnisse einzelner Studien bestätigen lassen oder
auch nicht, was dann ggf. zu einer Kurskorrektur führt. Werden
Erkenntnisse zitiert und publiziert, ist es zwingend, sie in den
passenden Kontext zu stellen und den Aufbau der zugrundeliegenden
Studie(n) intensiv zu prüfen. Dass das oftmals nicht geschieht, lässt
sich am Beispiel der so genannten OMEGA-Studie aufzeigen, die unter
Leitung von Professor Dr. Jochen Senges, Institut für
Herzinfarktforschung Ludwigshafen an der Universität Heidelberg,
durchgeführt wurde. Sie zeigte, dass sich bei Herzinfarktpatienten,
die eine optimale chirurgische und medikamentöse Therapie erfuhren,
durch Einnahme von täglich ca. 1 Gramm Omega-3-Fettsäuren keine
zusätzlichen positiven Effekte einstellten. Da hier bereits Erkrankte
untersucht wurden, lassen sich die Ergebnisse nicht auf Gesunde
übertragen. Und dass die Gabe eines Nährstoffs bei Patienten, die
eine optimale Therapie nach aktuellen Standards erfahren haben, nicht
mehr viel ausrichten kann, ist nicht überraschend. Keinesfalls
schmälern die Erkenntnisse aus der OMEGA-Studie also die Bedeutung
von Omega-3-Fettsäuren für Gesunde: Ihre vorbeugende Wirkung gegen
einen (ersten) Herzinfarkt ist weiterhin vollkommen unbestritten. Die
Ergebnisse der OMEGA-Studie sind vielmehr ein wertvoller Baustein für
die medizinische Erforschung der Vorbeugung gegen einen erneuten
Herzinfarkt.

Fest steht, dass Omega-3-Fettsäuren lebensnotwendig sind. Daher
sollte in jeder Lebensphase auf eine ausreichende Zufuhr geachtet
werden.

Originaltext: Arbeitskreis Omega-3 e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/61858
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_61858.rss2

Pressekontakt:
Pressestelle des Arbeitskreis Omega-3 e. V.
Postfach 70 08 42
60558 Frankfurt am Main
Fon: 069 / 963 652-36
Fax: 069 / 963 652-15
E-mail: info@ak-omega-3.de
Ansprechpartnerin: Dipl. oec. troph. Iris Löhlein


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