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Herstellern von Autoakkus drohen massive Überkapazitäten - Kostensenkungen und zunehmender Wettbewerb führen zu drastischer Marktbereinigung / Marktstudie von Roland Berger Strategy Consultants

Geschrieben am 23-02-2010

München (ots) -

- Elektroantriebe werden in allen großen Automobilmärkten Anteile
gewinnen
- Die Kosten für Akkus werden in den kommenden zehn Jahren
deutlich sinken
- Erhebliche Überkapazitäten werden für die Jahre 2014 bis 2017
erwartet, insbesondere in den USA und Japan
- Nur sechs bis acht global tätige Akkuhersteller von insgesamt
rund 60 werden die kommenden fünf bis sieben Jahre überleben

Elektroantriebe werden in allen großen Automobilmärkten deutliche
Marktanteile gewinnen - dank erheblicher Kostensenkungen bei Akkus im
Verlauf der kommenden zehn Jahre. Den Experten von Roland Berger
zufolge werden die bereits angekündigten Investitionen zwischen 2014
und 2017 zu erheblichen Überkapazitäten führen, insbesondere in den
USA und in Japan. Infolgedessen werden nur sechs bis acht global
tätige Akkuhersteller die kommenden fünf bis sieben Jahre überleben.
Das sind die Ergebnisse einer neuen Marktstudie von Roland Berger
Strategy Consultants, mit dem Titel "Powertrain 2020 - Li-Ion
batteries - the next bubble ahead?"

"Das Geschäft der Hersteller von Li-Ionen-Akkus brummt derzeit,
aber schon in den kommenden fünf bis sieben Jahren erwarten wir eine
massive Konsolidierung", sagt Dr. Wolfgang Bernhart, Studienautor und
bei Roland Berger Strategy Consultants für alternative
Antriebstechnologien zuständiger Partner. Die meisten Experten sind
sich einig: Elektroantriebe werden in allen großen Automobilmärkten
Marktanteile hinzugewinnen - dank erheblicher Kostensenkungen bei
Akkus im Verlauf der kommenden zehn Jahre. Nach einem aggressiven
Szenario wird die Zahl der Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEV) und
Elektrofahrzeuge (EV) in den Hauptregionen bis 2015 die Zahl von 1,2
Mio. Fahrzeugen nicht übersteigen. Die Nachfrage nach Li-Ionen-Akkus
für HEV/PHEV und EV beträgt 0,82 Mio. "EV-Äquivalente", das Angebot
hingegen wird 2015 bereits über 2,6 Mio. EV-Äquivalenten liegen. Zwar
wird die Nachfrage nach Li-Ionen-Akkus bis 2020 weiter anziehen, doch
drei Mio. EV-Äquivalente werden frühestens 2018 nachgefragt werden.

Überkapazitäten zwischen 2014 und 2017

Deshalb werden die angekündigten Investitionen zwischen 2014 und
2017 zu erheblichen Überkapazitäten führen, insbesondere in den USA
und in Japan. Werden die angekündigten Investitionen umgesetzt, wird
die installierte Kapazität bereits 2015 doppelt so hoch sein wie die
prognostizierte Nachfrage. Außerdem sind noch gar nicht alle
Investitionen bereits bekannt: Bisher nicht angekündigte
Investitionen großer Anbieter werden zu weiteren Überkapazitäten
führen, und Subventionen auf nationaler Ebene werden ebenfalls
zusätzliche Investitionen nach sich ziehen.

Nur wenige Hersteller werden überleben

Dazu kommt, dass ein hoher Forschungs- und Entwicklungsaufwand
sowie hohe Investitionsausgaben nötig sind, um die Kosten rasch zu
senken: 50 - 100 Mio. EUR für eine neue chemische Zusammensetzung der
Akkuzelle, 350 Mio. EUR für eine Produktionsanlage mit einer
Kapazität von 100.000 Stück. "Daher werden nur sechs bis acht global
tätige Akkuhersteller die kommenden fünf bis sieben Jahre überleben",
sagt Bernhart. "Die kritische Größe wird 2015 bei einem Umsatzvolumen
von rund 600 Mio. EUR liegen." Die westlichen Regierungen müssen also
handeln, wenn sie diese Zukunftstechnologien nicht an Asien verlieren
wollen. Zugleich benötigen Akkuanbieter eine gut definierte
Strategie, um schnell Marktanteile zu gewinnen und ihr Fortbestehen
zu sichern. Und zu guter Letzt sollten Anleger sich der massiven
Investitionsrisiken bewusst sein. Bernharts Fazit lautet daher: " Die
Risikofaktoren häufen sich. Aber bei einem umsichtigen Management
werden Elektroantriebe weiterhin ein profitabler Zukunftsmarkt sein."

Die Präsentation können Sie kostenlos herunterladen unter:
www.rolandberger.com/pressreleases

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Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der
weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern
ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 2.100
Mitarbeiter haben im Jahr 2008 einen Honorarumsatz von mehr als 670
Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige
Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

Originaltext: Roland Berger Strategy Consultants
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32053
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32053.rss2

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Sebastian Deck
Roland Berger Strategy Consultants
Tel.: +49 89 9230-8190,
E-Mail: sebastian_deck@de.rolandberger.com
www.rolandberger.com


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