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Neue OZ: Kommentar zu Arbeit / Gewerkschaften / Metall / Tarife

Geschrieben am 18-02-2010

Osnabrück (ots) - Vernunft gewinnt

Erstaunlich, zu welch diplomatischen Leistungen so eine
Wirtschaftskrise die Menschen bringen kann. Schon der Auftakt der
Metall-Tarifverhandlungen hatte sich sehr vom Üblichen abgesetzt:
keine Drohgebärden, keine Anfeindungen aus Prinzip - nur die
Feststellung, dass die Lage eine besondere sei. Dieser Trend zur
Vernunft sorgte für einen angenehm sachlichen Umgangston - und jetzt
kann sich zudem der Abschluss sehen lassen.

Er stellt völlig zu Recht die Sicherung von Arbeitsplätzen in den
Vordergrund. Denn dass der Aufschwung kommen wird, stellt niemand
infrage, es geht bloß um den Weg dorthin. Und auf dem ist diese
Lösung die günstigste - auch wenn der Staat mit dem Kurzarbeiter-Geld
schon lange kräftig zubuttert. Wenn die Metaller in Massen entlassen
würden, wäre das nämlich viel teurer.
Mit dem jetzigen Konzept werden die Kosten für den langen Weg aus der
Auftragsflaute breiter verteilt. Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der
Staat tragen alle ihren Teil bei.

Allerdings hat die Regierung schon deutlich gemacht, wo ihre
Grenze liegt: Auf die Sozialbeiträge für den Lohnausgleich bei einer
möglichen tariflichen Arbeitszeitverkürzung will sie nicht
verzichten. Der Wermutstropfen im allgemeinen Tarifabschluss-Jubel:
Es läuft wohl auf Nachverhandlungen hinaus.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964
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Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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