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Forschungszentren als Publikumsmagnete der Research & Technology

Geschrieben am 18-02-2010

Hannover (ots) -

- "Grüner Zement" spart Energie und schützt das Klima
- KIT präsentiert Technologietransfer live

Ganz im Sinne des Mottos der HANNOVER MESSE wird das Karlsruher
Institut für Technologie (KIT) vom 19. bis 23. April einer großen
Öffentlichkeit erstmals ein neues Herstellungsverfahren für Zement
auf der Research & Technology in Halle 2, Stand C18, präsentieren.
Bisher ist die Produktion des Baustoffs ein energieintensiver
Prozess. Jährlich stoßen Zementwerke mehr als eine Milliarde Tonnen
des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) aus - fünf bis sieben Prozent
des globalen Ausstoßes weltweit.

Die HANNOVER MESSE 2010 steht vom 19. bis 23. April unter dem
Motto "Effizienter - Innovativer - Nachhaltiger". "Unternehmen, denen
es gelingt, diese drei Herausforderungen intelligent zu verbinden,
werden gestärkt aus der Krise hervorgehen", erklärt Dr. Wolfram von
Fritsch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. Eine
Voraussetzung für Erfolge dieser Art sind intensive Anstrengungen in
Forschung und Entwicklung.

Die Research & Technology in Halle 2 ist die zentrale
internationale Schnittstelle zwischen wegweisenden Ideen,
Zukunftstechnologien und Forschungsergebnisse sowie den Unternehmen
der Industrie. Sie ist ein idealer Wegbereiter, um Produkte zur
Marktreife zu führen und fördert zudem den Austausch von
technologischem Know-how auf internationalem Parkett.

Das Karlsruher Institut für Technologie - KIT

Eine besondere Rolle in dieser Beziehung spielen bundesweite
Forschungseinrichtungen, die bereits mit langer Tradition auf der
HANNOVER MESSE vertreten sind. Große Vergangenheit und Neuausrichtung
zugleich verkörpert das Karlsruher Institut für Technologie (KIT),
das im Oktober 2009 durch den Zusammenschluss des Forschungszentrums
Karlsruhe, eine Großforschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft,
und der Universität Karlsruhe gegründet wurde. Das KIT präsentiert
sich erstmals "unter neuer Flagge" in Hannover im Rahmen der Research
& Technology 2010.

"Innovation findet statt, wenn die richtigen Gedanken, die
richtigen Menschen und die richtigen Ideen zusammenkommen", erläutert
Prof. Eberhard Umbach, Präsident des KIT, der auf die HANNOVER MESSE
als einmaligen Handelsplatz setzt, um einem innovationsfreudigen
Publikum marktrelevante Forschung zu präsentieren.

KIT präsentiert erstmals ein neues Herstellungsverfahren für
Zement Herkömmlicher Zement, so genannter Portlandzement, wird bei
rund 1 450°C aus Kalk und Ton gebrannt und anschließend gemahlen.
Dieser Prozess erfordert einen hohen Energieeinsatz und setzt große
Mengen CO2 frei. "Die hohen Temperaturen erzeugen eine flüssige
Schmelze, die für die chemische Reaktion zwischen den Ausgangsstoffen
erforderlich ist", erklärt Dr. Peter Stemmermann, Leiter der
Abteilung Technische Mineralogie am Institut für Technische Chemie
(ITC) am KIT. Die Forscher in Karlsruhe haben weniger Kalk verwendet
und auf Wasser als Reaktionsmedium zurückgegriffen. Das Ergebnis ist
"Celitement", ein klima- und ressourcenschonendes Bindemittel, das
viele Vorteile vereint.

Die Herstellung geht sparsam mit dem Rohstoff Kalk um und kommt
mit wesentlich niedrigeren Temperaturen von unter 300°C aus. So spart
Celitement Energie und emittiert bis zu 50 Prozent weniger CO2.

Ab 2014: Grüner Zement in großen Mengen verfügbar

Derzeit wird Celitement in einem Labor des ITC hergestellt - bis
zu 200 Kilogramm pro Jahr. Stemmermann nennt das "Apothekermengen".
Bis Ende 2010 wird eine Pilotanlage entstehen, die 100 Kilogramm pro
Tag liefert. 2012 soll die erste Anwendung marktreif sein.

Eine erste Referenzanlage mit einer Produktionskapazität von rund
30 000 Tonnen wird dann 2014 an einem Standort des Industriepartners
Schwenk KG (Ulm) entstehen, mit dem KIT die Celitement GmbH gemeinsam
gegründet hat. Mit dem grünen Zement demonstriert das KIT nicht nur
seine Innovationskraft, sondern auch seine Bereitschaft zum
Technologietransfer in die Industrie - auch das wird ein Schwerpunkt
auf der HANNOVER MESSE 2010.

"Unter Technologietransfer verstehen wir die wirtschaftlich
erfolgreiche Umsetzung von KIT-Wissen in Neuerungen in Wirtschaft und
Gesellschaft. Dies kann durch den direkten Transfer von neuen
Erkenntnissen, innovativen Ideen oder Know-how geschehen, aber auch
durch gemeinsame Projekte mit der Wirtschaft, im Zuge derer konkrete
Produkte, Technologien oder Verfahren entwickelt werden",
verdeutlicht Dr. Peter Fritz, Vizepräsident am KIT. Mit der Industrie
bestehen 392 Lizenzverträge. Darüber hinaus tragen auch Personen
vielfältig zur Innovation bei, sei es als qualifizierte
KIT-Absolventen bei ihren zukünftigen Arbeitgebern oder als Gründer
eigener Unternehmen.

Gerade im vergangenen Jahr hat das KIT neben der Gründung der
Celitement GmbH mit Beteiligung der Schwenk KG weitere herausragende
Erfolgsgeschichten zum Thema Technologietransfer geschrieben: Dazu
zählen zum Beispiel das gemeinsame Projekt "e-drive" mit der Daimler
AG oder der KIT-Business-Club mit hochrangigen Mitgliedern wie der
Bayer AG, Bosch GmbH oder ENBW AG.

Projekthaus e-drive

Das Projekthaus e-drive ist eine Forschungskooperation auf dem
Gebiet der Elektroantriebe. Mit der Bündelung der Bereiche
Leistungselektronik, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie
elektrische Energiespeicher und Elektromaschinen unter einem Dach
soll das Thema E-Mobilität nachhaltig vorangebracht werden. "Als
einzige Forschungseinrichtung in Deutschland hat das KIT das Thema
Technologietransfer strukturell auf der gleichen Ebene mit Forschung
und Lehre verankert", sagt Fritz, der unter der Überschrift
Innovation zukünftig alle Kräfte des KIT in Richtung Wirtschaft
bündeln soll. Allein auf der HANNOVER MESSE 2010 offerieren die
Karlsruher 120 aktuelle Technologieangebote.

Das European Institute of Innovation and Technology - EIT

Das European Institute of Innovation and Technology (EIT) gilt als
ein Schlüsseltreiber nachhaltigen europäischen Wachstums sowie
Wettbewerbs. Ziel des EIT ist es, das europäische
Innovationspotenzial kontinuierlich zu steigern und darüber hinaus in
der Welt eine führende Rolle im Bereich Forschung und Innovation zu
übernehmen oder auszubauen. Um dies zu erreichen, hat das EIT unter
anderem drei so genannte KIC's (Knowledge and Innovation Communities
/ Wissens- und Innovationsgemeinschaften) gegründet, in denen
spezielle Forschungsinhalte entwickelt und zur Marktreife geführt
werden.

Die KIC's existieren auf den Gebieten Nachhaltige Energie (KIC
InnoEnergy), Zukunft der Informations- und Kommunikationsgesellschaft
(EIT ICT Labs) und Klimawandel - Klimaschutz und Klimaanpassung
(Climate-KIC). An allen KIC's sind deutsche Forschungsinstitute
maßgeblich beteiligt. Beim KIC InnoEnergy hat das Karslruhe Institute
of Technology die Federführung. Bis Ende 2013 stehen dem EIT für die
Förderung der KIC's insgesamt 308 Millionen Euro zur Verfügung.

Auf den Gebieten Klima, Energie sowie Informations- und
Kommunikationstechnik arbeiten in den ausgewählten KIC's künftig
Spitzenkräfte aus Europa und der Welt zusammen. Ziel des EIT ist es,
regional verankerte Netzwerke in zukünftigen Technologiebereichen zu
etablieren, um so die Synergien zwischen Bildung, Forschung und
Innovation noch stärker zu nutzen.

Übergeordnetes Ziel des KIC InnoEnergy ist es, nachhaltige
Energiesysteme in die Wirtschaft und Gesellschaft zu implementieren
und darüber hinaus die europäische Technologieführerschaft sowie den
Unternehmergeist zu fördern. Das KIT ist hier maßgeblicher Treiber,
insbesondere in seiner Führungsrolle als Deutsches Europäisches
Energieforschungszentrum. Insgesamt werden 35 Partner aus
Wissenschaft und Wirtschaft eingebunden. Deutschland wird unter
anderem von Forschungseinrichtungen und namhaften Unternehmen wie der
Universität Stuttgart, EnBW und SAP repräsentiert. Weitere Partner
kommen aus der Schweiz, den Benelux-Ländern, Spanien, Polen und
Schweden.

Originaltext: Deutsche Messe AG Hannover
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/13314
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_13314.rss2

Ansprechpartnerin für die Redaktion:
Silke Tatge
Tel.: +49 511 89-31614
E-Mail: silke.tatge@messe.de


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