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IT-Studie von Handelsblatt und Droege & Comp.: Unternehmen investieren wieder in IT

Geschrieben am 10-03-2006

Düsseldorf (ots) - Nach Jahren des Sparens steigen die Budgets
für IT wieder. Im Vergleich zum Vorjahr planen die Unternehmen für
2006 Mehrausgaben von durchschnittlich 3%. Dabei steigen die
Entwicklungskosten um 6%. Zu diesem Ergebnis kommt die IT-Studie
2006, die das Handelsblatt, Deutschlands führende Wirtschafts- und
Finanzzeitung, und die Internationale Unternehmer-Beratung Droege &
Comp. am 10. März auf der CeBIT vorstellen. Von den 432 befragten
Unternehmen aller Größen und Branchen aus Deutschland, Österreich und
der Schweiz plant die Chemieindustrie mit 11% den höchsten
Kostenanstieg.

In der Absicht der Unternehmen, wieder deutlich mehr in die IT zur
Unterstützung ihrer Geschäftssysteme zu investieren, sieht Torsten
Frankenberger, Partner bei Droege & Comp., ein positives Signal für
die Wirtschaft. "Kunden und Produkte stehen 2006 bei der Entwicklung
innovativer Anwendungen im Fokus. Gerade hier lassen sich
Wettbewerbsvorteile schaffen", sagt er. So sollen die Ausgaben für
Anwendungen in Vertrieb und Produktion jeweils um gut 2% steigen.
Insgesamt hat sich das Verhältnis der Ausgaben "Anwendungen zu
Infrastruktur" mit 41% zu 59% im Vergleich zum Vorjahr (40% zu 60%)
minimal verbessert, ist aber noch immer im Ungleichgewicht. Diese
Ansicht teilen scheinbar auch die Anwender in den Unternehmen. Ihre
Zufriedenheit hat sich aus Sicht der IT-Entscheider im Vergleich zu
2005 nicht gebessert. Wie schon im letzten Jahr zeigten sich
Marketing sowie Forschung und Entwicklung am wenigsten zufrieden.

Der offensichtliche Wille, den Investitionsstau aufzulösen, geht
einher mit dem permanenten Ziel, Kosten gezielt einzusparen. Die drei
größten Stellhebel hierfür sehen die IT-Entscheider in der Steigerung
der IT-Prozesseffizienz (20% der Nennungen), der Harmonisierung der
Geschäftsprozesse (18%) und der Konsolidierung der Infrastruktur.
Weiteres Outsourcing der Leistungen ist dabei kein Thema. Mit einem
durchschnittlichen Fremdanteil von 44% in der Anwendungsentwicklung
und 30% im Betrieb haben die Unternehmen nach Ansicht von
Frankenberger ein gesundes Maß gefunden. Für die nächsten drei Jahre
sind keine Veränderungen geplant. Mehr als zwei Drittel der
Unternehmen vergeben ihre Aufträge an inländische Unternehmen.
Externe Dienstleister in Indien, den USA und China (Off Shore) werden
nur von Großunternehmen sowie der Telekommunikations- und IT-Branche
eingesetzt. Die übrigen bevorzugen externe Dienstleister in Osteuropa
(Near Shore).

Beim Einsatz neuer Kommunikationstechnologien rechnen die
Studienteilnehmer mit einem stürmischen Wachstum, vor allem für Voice
over IP (VoIP), das Telefonieren über Internet-Datennetze. Nach
Einschätzung der Befragten werden bis zum Jahr 2009 mehr als die
Hälfte der Unternehmen diese Technologie einsetzen. Aktuell sind es
11%. Auch Wireless Lan, lokalen Funknetzwerken zur drahtlosen
Vernetzung von PCs, sagen die Teilnehmer eine glänzende Zukunft
voraus. Sie gehen davon aus, dass 38% der Unternehmen bis 2009 diese
Technologie nutzen wird gegenüber derzeit 14%. Für UMTS wird der
Zuwachs bis 2009 auf 33% geschätzt, jetzt nutzen es 12%.

Die unangefochtene Marktdominanz des Betriebssoftware-Herstellers
SAP wird sich weiter manifestieren. Schon jetzt setzen mehr als zwei
Drittel der Befragten SAP-Produkte zur Steuerung ihres Unternehmens
ein (ERP). Nur jeweils 4% arbeiten mit Oracle/Peoplesoft und
Microsoft, 26% verwenden andere ERP-Systeme. "Oracle/Peoplesoft und
Microsoft werden große Anstrengungen unternehmen müssen, um ihre
Marktanteile im deutschsprachigen Raum auszubauen," kommentiert
Frankenberger diese Entwicklung. Ähnlich verhält es sich mit den
Betriebssystemen für Server und Arbeitsplatzumgebung, die mit 62% und
97% fest in der Hand von Microsoft sind. - Eine Situation die den
Unternehmen Preisverhandlungen mit den großen Betriebssystem- und
Software-Herstellern deutlich erschwert.


Über die IT-Studie 2006

Bei der Marktstudie "Was bewegt IT-Entscheider 2006" handelt es
sich um eine repräsentative Erhebung, an der 432 IT-Entscheider
teilgenommen haben. Befragt wurden Unternehmen unterschiedlicher
Branchen und Größen. Mit 55 Prozent stellt die Industrie den höchsten
Anteil, 22 Prozent kommen aus dem Bereich Handel/Dienstleistungen, 23
Prozent sind Finanzdienstleister. 49 Prozent der Befragten waren
IT-Entscheider aus größeren mittelständischen Unternehmen mit einem
Umsatz zwischen 100 und 500 Millionen Euro. 30 Prozent kamen aus
Unternehmen mit 0,5 bis 2,5 Milliarden Euro Umsatz, 21 Prozent aus
Großunternehmen mit mehr als 2,5 Milliarden Euro Umsatz. Die
Online-Befragung lief von Dezember 2005 bis Februar 2006. Die
Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.


Originaltext: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=8076
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_8076.rss2


Pressekontakt:
Kontakt
Droege & Comp. GmbH
Andrea Behrens
Leiterin Unternehmenskommunikation
Poststraße 5-6
40213 Düsseldorf
Fon: 0211 86731-277
Fax: 0211 86731-116
E-Mail: andrea_behrens@droege.de

Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
Bettina Schönherr
Unternehmenskommunikation
Kasernenstraße 67
40213 Düsseldorf
Fon: 0211 887 1132
Fax: 0211 887 1107
E-Mail: b.schoenherr@vhb.de


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