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Deutschland auf dem Weg zum Innovationsführer im Bereich Ambient Assisted Living / VDE stellt Positionspapier vor

Geschrieben am 26-01-2010

Frankfurt am Main (ots) -

- Querverweis: Eine gemeinsame Pressemitteilung des BMBF und des
VDE liegt in der digitalen Pressemappe zum Download vor und ist
unter http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -

Deutschland schrumpft und altert. Bis 2025 wird die Zahl der über
80-Jährigen um 70 Prozent zunehmen. Kommunen müssen deshalb rasch
umsteuern und altengerechte Wohn- und Infrastrukturangebote aufbauen.
Die Ausrüstung von Häusern und Wohnungen mit "smarten"
Assistenzsystemen und -geräten (Ambient Assisted Living, kurz AAL)
ist eine wichtige Voraussetzung für ein sicheres und komfortables
Wohnen auch im hohen Alter. "Die Technik für intelligente
Assistenzsysteme ist viel weiter als ihre Nutzung im Alltag. Es ist
aus technischer Sicht kein Problem, diskrete Systeme zur Verfügung zu
stellen, die das Alltagsleben einfacher und komfortabler machen",
erklärte VDE-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer.
Herausforderungen liegen im Aufbau einer leistungsstarken
IT-Infrastruktur und Hausvernetzung und in der Interoperabilität von
Endgeräten. Damit sich Teilkomponenten vergleichen, kombinieren,
austauschen und nachrüsten lassen, sind spezifische Normen und
Standards erforderlich, so eines der Ergebnisse des neuen
VDE-Positionspapiers "Intelligente Heimvernetzung - Sicherheit,
Komfort, Selbstbestimmung", das der Verband heute auf dem 3.
AAL-Kongress in Berlin vorstellte.

Wirtschaftliches Potential hoch

Im Bereich AAL eröffnen sich beachtliche wirtschaftliche
Potentiale, nicht nur aufgrund der Einsparpotentiale im
Gesundheitswesen. Laut Data Monitor wird der globale Wachstumsmarkt
allein in den USA und Europa von 3 Milliarden US-Dollar (USD) im Jahr
2010 auf bis zu 7,7 Milliarden USD im Jahr 2012 zulegen. "Deutschland
kann hier seinen Trumpf Systemkompetenz ausspielen", so Zimmer. In
allen AAL-relevanten Technologien nimmt Deutschland bereits jetzt
international eine gute Wettbewerbsposition ein - von der Elektro-
und Medizintechnik über Automation, IKT-Systeme und RFID-Technologie
bis zur Mikrosystemtechnik und Robotik. Nach der VDE-Trendstudie
"MedTech 2020" ist Deutschland bei Telemedizin und eHealth auf dem
Weg zum Innovationsführer. In fünf Jahren kann Europa an den USA
vorbeiziehen und bis 2020 seinen Vorsprung ausbauen. Der VDE erwartet
ein schnelles Marktwachstum und eine breite Nutzung von
AAL-Leistungen und Produkten schon im Jahr 2015.

Interoperabilität bleibt Herausforderung

Normen und Standards sowie die Interoperabilität von
Systemkomponenten sind Voraussetzung für die Anwendung von
intelligenten Assistenzsystemen in der Breite. Um Barrieren abzubauen
und zielführende Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und
Normungsgremien zu erarbeiten, hat der VDE zusammen mit seiner
Normungsorganisation DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik
Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) letztes Jahr innerhalb
der BMBF/VDE Innovationspartnerschaft Ambient Assisted Living die
Arbeitsgruppe "Schnittstellenintegration und Interoperabilität"
gegründet. Die Experten der Arbeitsgruppe haben nun erste
Empfehlungen zu Normen und Standards vorgelegt. Zudem regen sie an,
so genannte Integrationsprofile zu entwickeln, die typische
Assistenzfunktionen für altersgerechte Technik beschreiben und damit
die Benutzerfreundlichkeit erhöhen.

Um die vielfältigen Aufgaben möglichst rasch anzupacken und zu
lösen, arbeiten BMBF und VDE in der Innovationspartnerschaft Ambient
Assisted Living eng zusammen. Sie soll Impulse für Markt, Technik und
Gesellschaft setzen. Das AAL-Netzwerk aus Technik, Politik,
Sozialwissenschaften und Pflege kümmert sich intensiv um die konkrete
Umsetzung bedarfsgerechter und marktfähiger Produkte,
Dienstleistungen und gibt Normungsempfehlungen. Vor diesem
Hintergrund findet der 3. AAL-Kongress in Berlin statt, der gemeinsam
vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem VDE
veranstaltet wird. AAL steht für Ambient Assisted Living und meint
intelligente Assistenzsysteme, die auf dem Einsatz von Informations-
und Kommunikationstechnik in den Gegenständen des täglichen Lebens
basieren. Sie werden insbesondere älteren Menschen zugute kommen und
sollen ihnen ein selbstbestimmtes Leben bevorzugt in den eigenen vier
Wänden ermöglichen.

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik
(VDE) ist mit 35.000 Mitgliedern, davon 1.300 Unternehmen, und 800
Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände
Europas. Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung
unter einem Dach. VDE-Tätigkeitsfelder sind der
Technikwissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung der
Schlüsseltechnologien Elektrotechnik, Elektronik und
Informationstechnik und ihrer Anwendungen. Die Sicherheit in der
Elektrotechnik, die Erarbeitung anerkannter Regeln der Technik als
nationale und internationale Normen, Prüfung und Zertifizierung von
Geräten und Systemen sind weitere Schwerpunkte. Das VDE-Zeichen, das
60 Prozent der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste
Sicherheitsstandards. Die Technologiegebiete des VDE:
Informationstechnik, Energietechnik, Medizintechnik, Mikroelektronik,
Mikro- und Nanotechnik sowie Automation.

Originaltext: VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/9158
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_9158.rss2

Pressekontakt:
Melanie Mora, Tel. 069 6308461, melanie.mora@vde.com


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