(Registrieren)

Edelman Trust Barometer 2010: Regierung ist Vertrauensgewinner in Deutschland (mit Bild) / Vertrauen in die Wirtschaft steigt weltweit

Geschrieben am 26-01-2010

Frankfurt am Main (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

Banken mit nur 19 Prozent Vertrauens-Verlierer der Studie /
Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland bleiben besonders
vertrauenswürdig

Wirtschaftsunternehmen konnten 2009 weltweit nach einem massiven
Einbruch im vergangenen Jahr wieder leicht an Vertrauen
hinzugewinnen. Die deutsche Regierung genießt mit 43 Prozent den
höchsten Vertrauenswert seit zehn Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt
das Edelman Trust Barometer 2010. Im Rahmen der mindestens einmal
jährlich durchgeführten Studie wurden in der zweiten Hälfte des
vergangenen Jahres weltweit 4.875 Meinungsführer zum Thema Vertrauen
in Institutionen (Regierung, Wirtschaft, NGOs und Medien) befragt.
Demnach gaben 54 Prozent der befragten Entscheider an, darauf zu
vertrauen, dass Wirtschaftsunternehmen "das Richtige" tun (2009: 50
Prozent). Die Deutschen bleiben jedoch deutlich kritischer: Nur 40
Prozent der hiesigen Entscheider konnten dieser Aussage zustimmen
(2009: 34 Prozent). Nachdem im vergangenen Jahr in den USA das
Vertrauen in die Wirtschaft um mehr als 20 Prozentpunkte auf
europäisches Niveau abgerutscht war, hat dieses mit 54 Prozent wieder
nahezu das Vorkrisen-Niveau erreicht (2008: 59 Prozent). Die
Deutschen bleiben nicht nur skeptischer, sondern auch
pessimistischer: 78 Prozent der befragten Entscheider hierzulande
gehen davon aus, dass die Unternehmen nach der Rezession zur
Tagesordnung zurückkehren und keine Konsequenzen ziehen werden.
Besonders kritisch wirkt sich diese Haltung auf den Bankensektor aus.
Nur 19 Prozent vertrauen der Bankenbranche, das sind nochmal fünf
Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die Banken bilden damit das
Schlusslicht im Vertrauensranking der Branchen. Nur jeder fünfte
deutsche Entscheider geht davon aus, dass die Regierung über Einfluss
bei Banken verfügen wird - so wenig wie in keinem anderen
untersuchten Land.

Das Vertrauen steigt auf breiter Front, Vertrauenszuwächse in
einzelnen Bereichen gehen nicht zu Lasten anderer: Die Unternehmen
legen zu, zugleich aber in noch viel stärkerem Maße tun dies auch
Regierungen und NGOs. Sie sind nicht nur in Deutschland die
Vertrauensprofiteure der Krise: Weltweit stieg das Vertrauen in die
Regierungen um vier Punkte auf 47 Prozent. NGOs legten auf
traditionell hohem Niveau um drei Punkte auf 57 Prozent zu. In
Deutschland verzeichnet die Regierung ein Plus von sieben Punkten und
erreicht 43 Prozent, NGOs sind mit 51 Prozent am vertrauenswürdigsten
(2009: 49 Prozent). Zu den Spitzenreitern des Vertrauensgewinns zählt
die US-amerikanische Regierung mit einer Steigerung um 16 Punkte auf
46 Prozent.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

- Vertrauen für Deutsche wichtigster Reputationsfaktor /
Finanzertrag fast überall unwichtigster Reputationsfaktor:
Vertrauen ist in Deutschland zum wichtigsten Reputationsfaktor
von Unternehmen geworden (62 Prozent, 2009: 67 Prozent). Im
letzten Jahr war noch der Umgang mit den Mitarbeitern das
wichtigste Beurteilungskriterium. Deutschland führt damit den
globalen Trend des Bedeutungszuwachses von Vertrauen bei der
Unternehmensreputation an: Weltweit liegt die Qualität von
Produkten und Dienstleistungen trotz des Verlustes von drei
Punkten (69 Prozent) knapp vor dem Vertrauen, das bei 66 Prozent
stabil bleibt.

- Deutsche haben weltweit am wenigsten Vertrauen in Banken: In
keinem Land der Welt wird den Banken so wenig Vertrauen
geschenkt wie in Deutschland: Der ohnehin niedrige Wert von 34
Prozent im Jahr 2007 hat sich bis 2009 bei den 35-64-jährigen
Befragten halbiert. Nur 17 Prozent dieser Entscheider trauen
Banken zu, das Richtige zu tun, weltweit sind es wie im Vorjahr
46 Prozent. Über alle Altersgruppen beträgt der Wert in
Deutschland 19 (2009: 24 Prozent), weltweit 48 Prozent (2009: 47
Prozent).

- Der Technologiesektor ist am vertrauenswürdigsten: Dem
Technologiesektor wird mit 79 Prozent weltweit (2009: 76
Prozent) und in Deutschland mit 78 Prozent (2009: 66 Prozent) am
meisten Vertrauen entgegengebracht - noch vor dem Einzelhandel,
der in Deutschland auf 69 Prozent kommt (2009: 63 Prozent).

"Auch wenn die rasante Talfahrt des Vertrauens in die Wirtschaft
weitgehend gestoppt scheint, wird auf lange Sicht nur eine
Investition in nachhaltig vertrauensbildende Maßnahmen für einzelne
Unternehmen zielführend sein", erklärt Cornelia Kunze,
Geschäftsführerin von Edelman Deutschland. "Das Handeln von
Unternehmen wird sich noch stärker am Gemeinwohl orientieren müssen -
hierfür werden Kooperationen mit besonders glaubwürdigen Partnern wie
NGOs unumgänglich werden", legt Kunze dar. "Dies wird von den
weiteren Untersuchungsergebnissen untermauert."

- Deutsche Unternehmen verteidigen Platz in der Spitzengruppe: Der
Wert für Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland legt weltweit
um vier Punkte auf 75 Prozent zu. Damit bleibt Deutschland den
beiden Champions Kanada (76 Prozent) - 2009 noch mit 71 Prozent
ebenfalls auf Platz zwei - und Schweden (76 Prozent, 2009: 72)
dicht auf den Fersen.

- NGO-Kooperationen als Königsweg zu Vertrauen: Bis zu 70 Prozent
der befragten Deutschen vertrauen am ehesten einem Unternehmen,
das mit NGOs kooperiert, weltweit sind es 68 Prozent.

- CEOs wieder glaubwürdiger / nur in Deutschland weiterhin
niedrige Werte: Im Vorjahresvergleich können CEOs als
glaubwürdige Informationsquelle weltweit neun Punkte
hinzugewinnen (40 Prozent). 2009 hatten die Unternehmenslenker
weltweit einen Vertrauenstiefpunkt erreicht (31 Prozent). In
Deutschland beträgt der Zuwachs vier Punkte auf 22 Prozent - der
niedrigste Wert aller Länder. Akademiker bzw. Experten genießen
in Deutschland (65 Prozent, 2009: 32) und weltweit das höchste
Ansehen (64 Prozent, 2009: 62).

- Wirtschaftsmedien am glaubwürdigsten - Glaubwürdigkeit von
Werbung stürzt ab: Der ohnehin geringe Vertrauenswert der
Werbung vom vergangenen Jahr halbiert sich in Deutschland auf
vier Prozent. Weltweit schenken 17 Prozent der Entscheider der
Werbung Vertrauen (2009: 13 Prozent). Börsen- und
Branchenanalysten führen weltweit mit 49 Prozent (2009: 48), in
Deutschland verlassen sich die Entscheider an erster Stelle auf
Wirtschaftsmedien (56 Prozent, 2009: 69) gefolgt von
Analysten-Reports und den Fernsehnachrichten (beide 54 Prozent).
Die Fernsehnachrichten brechen um sieben Punkte ein, die
Analysten können drei Punkte gutmachen.

Cornelia Kunze kommentiert die Ergebnisse: "Das Edelman Trust
Barometer 2010 gibt dem Top-Management einen unmissverständlichen
Handlungsauftrag: Strategien müssen das Thema Vertrauen in den
Mittelpunkt stellen. Das "Wer" der Kommunikation hat sich zur
essentiellen Frage entwickelt. Unabhängige Experten, aber auch der
CEO als Gesicht des Unternehmens werden im Zuge einer zunehmenden
Personalisierung dabei immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt",
erläutert Kunze. "Die Befragten fordern ganz klar, alle Stakeholder
gleichermaßen einzubeziehen."

Zur direkten Weiterverarbeitung ist dieser Text im Internet
abrufbar unter: http://www.edelman-newsroom.de

Über das Edelman Trust Barometer

Das Edelman Trust Barometer 2010 ist eine Umfrage des Unternehmens
zu Vertrauen und Glaubwürdigkeit, die seit 2001 mindestens einmal
jährlich durchgeführt wird. Die Umfrage wurde von der
Marktforschungsfirma StrategyOne in 25-minütigen Telefoninterviews
mit Hilfe der Dienste von World One zwischen dem 29. September und
dem 6. Dezember 2009 durchgeführt. Für das Edelman Trust Barometer
2010 wurden 4.875 Meinungsführer in zwei Altersgruppen (25-34 und
35-64 Jahre) in 22 Ländern befragt. Alle Meinungsführer erfüllten
folgende Kriterien: sie besitzen einen Hochschulabschluss, das
jährliche Haushaltseinkommen befindet sich im oberen Viertel ihres
Landes bezogen auf ihr Alter, sie lesen oder sehen mehrmals
wöchentlich Wirtschafts-/Nachrichtenmedien und verfolgen mehrmals
wöchentlich Fragen der öffentlichen Politik in den Nachrichten.
Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.edelman.com/trust

Über Edelman

Edelman ist mit 3.200 Mitarbeitern und 51 Büros weltweit das
größte unabhängige PR-Netzwerk. In 2009 wurde Edelman sowohl von PR
week zur "Agency of the Year" als auch bei den European Sabre Awards
zur "Consumer Agency of the Year" ausgezeichnet. Zudem kürte Holmes
Report Edelman zum dritten Mal in vier Jahren zur "Large PR Agency of
the Year". Im vergangenen Jahr konnte Edelman u. a. zwei Preise vom
Holmes Report entgegennehmen: "Global Agency of the Year" und
"Consumer Consultancy of the Year" in Europa. 2007 setzte Advertising
Age Edelman als erste und einzige PR-Agentur auf die "Agency A-List",
die Liste der Top Ten Kommunikationsagenturen weltweit. Gleichzeitig
wurde Richard Edelman, Präsident und CEO von Edelman, zum "Agency
Executive of the Year" (Advertising Age) und zum "Most Powerful PR
Executive" (PR week) gewählt.

Das Edelman Netzwerk umfasst verschiedene Spezialfirmen, die
gemeinsam ein breites Spektrum an Kommunikationsleistungen bieten:
Blue (Werbung), First&42nd (Management Consulting), StrategyOne
(Marktforschung) und BioScience Communications (medizinische
Weiterbildung und Veröffentlichungen). In Deutschland agiert Edelman
an den Standorten Berlin, Frankfurt, Hamburg und München und bietet
besondere Expertise in den Bereichen Corporate Communications,
Consumer Marketing, Technology und IT, Healthcare und Consumer
Health, Public Affairs und Government Relations, Digital
Communications und Online Conversations.

Originaltext: Edelman GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/56846
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_56846.rss2

Pressekontakt:
Edelman Deutschland
Cornelia Kunze
Telefon +49 40 37 47 98-12
cornelia.kunze@edelman.com

Björn-Christian Haße
Telefon +49 69 75 61 99-52
bjoern.hasse@edelman.com
http://www.edelman.com/de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

248399

weitere Artikel:
  • Fachverband präsentiert sich auf der "bauma 2010" in München / Erste Orientierung für potenzielle Azubis Bad Arolsen (ots) - Vom 19. bis 25. April 2010 präsentiert sich der Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. (FBS) in München auf der weltgrößten Messe für Baumaschinen, der "bauma 2010". An einem eigenen Stand (EW.05) informiert der Verband Architekten, Planer und Bauherren über die Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile von Diamantbohr- und -sägewerkzeugen. Bei konkreten Projektanfragen empfiehlt der FBS qualifizierte Mitgliedsbetriebe in der jeweiligen Region. Neben der Kontaktaufnahme und -pflege ist die Vorstellung des Berufsbildes mehr...

  • Deutschland auf dem Weg zum Innovationsführer im Bereich Ambient Assisted Living / VDE stellt Positionspapier vor Frankfurt am Main (ots) - - Querverweis: Eine gemeinsame Pressemitteilung des BMBF und des VDE liegt in der digitalen Pressemappe zum Download vor und ist unter http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar - Deutschland schrumpft und altert. Bis 2025 wird die Zahl der über 80-Jährigen um 70 Prozent zunehmen. Kommunen müssen deshalb rasch umsteuern und altengerechte Wohn- und Infrastrukturangebote aufbauen. Die Ausrüstung von Häusern und Wohnungen mit "smarten" Assistenzsystemen und -geräten (Ambient Assisted Living, mehr...

  • Cloud Computing wird klassische ERP-Systeme ablösen Düsseldorf/München (ots) - 1. Nachbericht zu 16. Handelsblatt Jahrestagung Strategisches IT-Management, 25. bis 27. Januar 2010, Sofitel Munich Bayerpost, München 26.1.2010.Mit Themen wie der weiteren Verschmelzung von Business und IT, der Integration von Webtechnik und der Industrialisierung von IT ist die 16. Handelsblatt Jahrestagung "Strategisches IT-Management" gestern gestartet. Bis zum 27. Januar trifft sich das Who´s Who der IT-Branche zum "Strategiegipfel der CIOs und IT-Manager" in München. "Interoperabilität und Agilität mehr...

  • "Dialoge (er)leben!" - ABS wird zur Agentur die dialogagenten mit Fullservice-Dienstleistung (mit Bild) Wuppertal (ots) - - Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs - Mit neuem Namen, erweitertem Konzept und veränderter Führungscrew ist die Wuppertaler Marketingagentur die dialogagenten ( www.die-da.com ) mit voller Kraft ins Jahr 2010 gestartet. Die seit über 20 Jahren erfolgreich am Markt agierende ABS Computer GmbH hat sich neu zur Agentur die dialogagenten - Agentur Beratung Service GmbH firmiert. "Vom Soft- und Hardwarelieferanten im Jahr 1989 entwickelte sich ABS mehr...

  • Krisengewinner Performance Marketing: AdTiger steigert Umsatz 2009 um satte 31 Prozent / Online-Vermarkter will auch 2010 überdurchschnittlich wachsen Berlin (ots) - Der unabhängige Online-Vermarkter AdTiger vermeldet ein Umsatzwachstum von 31 Prozent für 2009. Demnach konnten die Berliner ihre Werbeeinnahmen von 3,5 auf 4,6 Millionen Euro steigern. Das Unternehmen liegt damit deutlich über dem Durchschnitt des Onlinewerbemarktes, dessen Bruttowachstum Nielsen Media vor wenigen Tagen auf 9,9 Prozent beziffert hat. Neben dem allgemeinen Trend zu einer stärkeren Werbeffizienz und Messbarkeit dürften vor allem die Attraktivität des Werbenetzwerks und der außerordentliche Service von AdTiger mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

DBV löst Berechtigungsscheine von knapp 344 Mio. EUR ein

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht