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WAZ: Handelsstreit China - Europa - Gegen die Verbraucher - Leitartikel von Frank Meßing

Geschrieben am 23-12-2009

Essen (ots) - Von wegen europäische Einigkeit: Wenn es um den
wirtschaftlichen Vorteil geht, denken die EU-Mitgliedsstaaten vor
allem an sich selbst. Die führenden Schuh-Nationen Italien, Spanien
und Portugal sorgten dafür, dass Europa weiter Schutzzölle auf
Importe aus China und Vietnam erhebt. Pikant ist es da, dass
ausgerechnet der liberale Wirtschaftminister Rainer Brüderle den
Anhängern des Protektionismus im Ministerrat zu einer Mehrheit
verhalf.
Als Oppositionspolitiker zog der FDP-Mann mit kompromisslosen
Bekenntnissen zu den freien Kräften des Marktes durch die Talkshows.
Als Regierungsmitglied schlägt er sich auf die Seite derer, die ihre
nationalen Märkte abschotten wollen.
Wenn die Verbraucher in den nächsten Monaten mehr für ihre Schuhe
bezahlen müssen, können sie sich bei Herrn Brüderle bedanken. Hat der
seit 2006 geltende Schutzzoll doch gezeigt, dass Strafgebühren die
deutschen Hersteller überhaupt nicht abschrecken, ihre Produkte in
China fertigen zu lassen. Die Bundesregierung hat für einen
politischen Kuhhandel in Brüssel die Interessen der Verbraucher und
der Schuhbranche schlecht vertreten.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
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Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de


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