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Rosinen-Taktik: Deutsche Banken richten Fusionsstrategie neu aus

Geschrieben am 21-12-2009

Hamburg (ots) - Nahezu jedes dritte Kreditinstitut in Deutschland
strebt bis 2012 Fusionen oder den Kauf von Unternehmensanteilen im
Inland an. Im Vergleich zum Vorjahr sind damit die Aktivitäten im
Bereich Mergers & Acquisitions (M&A) deutlich zurückgegangen (2008:
46 Prozent). Obwohl sich die Rahmenbedingungen für Übernahmen seit
dem Höhepunkt der Finanzkrise wieder verbessert haben, haben sich die
bisherigen M&A-Strategien vielerorts gewandelt: Statt auf reine
Größenvorteile setzen Bankentscheider vermehrt auf den Erwerb
lukrativer Einzelbestandteile. Das ist das Ergebnis des
"Branchenkompass 2009 Kreditinstitute" von Steria Mummert Consulting
in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Noch vor wenigen Jahren ging es bei Fusionen von Banken oftmals
allein um das Erzielen von Größenvorteilen oder eine Erweiterung des
Markts. Dabei wurden auch zweifelhafte Käufe getätigt. "Eine wichtige
Lehre aus der Finanzkrise ist, dass beherrschbare, kontrollierbare
Prozesse wieder im Vordergrund stehen. Es werden also nicht mehr
ganze Banken übernommen, sondern nur Teile der Wertschöpfungskette,
die zum eigenen Portfolio und zu den Kernkompetenzen der Bank
passen", erklärt Jan Koppetsch, verantwortlich für Post Merger
Integration Services bei Steria Mummert Consulting. "Falls doch ganze
Banken übernommen werden, beobachten wir den Trend, dass nach der
Transaktion etwaige nicht passende Teile abgespalten und am Markt
angeboten werden."

Doch auch die klassischen M&A-Motive haben ihre Gültigkeit nicht
verloren. "Die Erreichung kritischer Volumina durch Wachstum bleibt
entscheidend, um Größendegressionseffekte und entsprechende Margen
erzielen zu können", sagt Koppetsch. "Dies ist so, weil der
Kostendruck in den Instituten weiter steigt - beispielsweise aufgrund
kontinuierlich verschärfter Controlling- oder Compliance-Auflagen.
Zugleich werden selbst anspruchsvolle Bankkunden immer
preissensitiver."

Nicht nur die Großbanken ordnen ihre Geschäftsmodelle neu, auch
bei den Privatbanken ist der Konsolidierungsdruck zu spüren. Den
neuen Anforderungen an das Risikomanagement können sie beispielsweise
oftmals nur durch Zusammenarbeit begegnen, da ein Institut die
entsprechenden Personal- und IT-Kapazitäten nicht vorhalten kann.
Dies gilt grundsätzlich auch für Genossenschaftsbanken und
Sparkassen, bei denen es in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer
wieder große Konsolidierungswellen gegeben hat.

Hintergrundinformationen
Im Juli und August 2009 befragte forsa 100 Entscheider aus 100 der
größten Kreditinstitute in Deutschland zu den Branchentrends sowie zu
den Strategien und Investitionszielen bis 2012. Die Entscheider
repräsentieren die drei Säulen der deutschen Kreditwirtschaft:
Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Kreditbanken. Die befragten
Institute gehören zu den nach ihrer Bilanzsumme größten
Kreditinstituten im Land. Befragt wurden jeweils die
Vorstandsvorsitzenden, die Vorstandsmitglieder, die Geschäftsführer,
die Leiter der Unternehmensentwicklung, die Leiter von Finanzen und
Controlling oder die Vertriebs- und Marketingleiter. Die Befragungen
wurden mit der Methode des Computer Assisted Telephone Interview
(CATI) durchgeführt.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/50272
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_50272.rss2

Pressekontakt:
Steria Mummert Consulting
Birgit Eckmüller
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de

Faktenkontor
Jörg Forthmann
Tel.: +49 (0) 40 22703-7787
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de


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