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Versorgungsstudie identifiziert Schmerzpatienten und deren Chronifizierungsrisiko

Geschrieben am 10-12-2009

Aachen (ots) - Sind Schmerzpatienten in Deutschland optimal
versorgt? Und welche Kosten verursachen sie? Bisher gab es auf diese
Fragen keine wirklich überprüfbaren Antworten. In Zukunft wird es für
die Krankenkassen aber immer wichtiger, chronische Schmerzpatienten
oder Patienten mit einem starken Chronifizierungsrisiko zu
identifizieren, um geeignete Präventions- und Therapiekonzepte für
diese Gruppen zu entwickeln und Hospitalisierungen zu vermeiden. Seit
mehr als einem Jahr läuft eine breit angelegte Studie zur
Versorgungssituation von Schmerzpatienten. Partner in dieser ersten
Phase des Projektes sind neben dem Pharmaunternehmen Grünenthal die
Deutsche Angestelltenkrankenkasse (DAK). Die wissenschaftliche
Begleitung liegt bei Prof. Glaeske (Bremen) und dem IGES-Institut in
Berlin. Das Konzept sowie erste Teilergebnisse zum Thema
"Identifikation und Gruppierung von Schmerzpatienten" in
GKV-Routinedaten wurden nun auf dem Deutschen Kongress für
Versorgungsforschung in Heidelberg vorgestellt.

Um die Versorgungssituation von Schmerzpatienten beurteilen zu
können, ist eine Typisierung der Patienten unabdingbar, "da ansonsten
Patienten mit den unterschiedlichsten Grunderkrankungen und damit
zusammenhängenden Behandlungsverläufen und -intensitäten in der
Analyse nicht voneinander unterschieden werden könnten", beschrieb
Dr. Antje Freytag vom IGES-Institut auf dem Deutschen Kongress für
Versorgungsforschung. Daher wurden in einer Vorstudie zunächst
schmerztypische Diagnosen ermittelt, um die relevanten Patienten zu
identifizieren. In die Analyse flossen die Daten von insgesamt 5,5
Millionen DAK-Versicherten mit ein, von denen 259.488 im Jahr 2006
mindestens eine und 119.043 mindestens zwei Opioidverordnungen
erhielten. Anschließend wurden mittels klinischer
Klassifikationsprogramme neun "Schmerztypen" herausgefiltert, die bei
Opioidnutzern (mindestens zwei Verordnungen) überproportional häufig
vorkamen.

Am häufigsten kam der Schmerztyp arthrosebedingte Schmerzen (inkl.
Schmerzen bei Rheumatoider Arthritis) vor (26,3 Prozent). An zweiter
Stelle rangiert der Schmerztyp bandscheibenbedingte Schmerzen (18,0
Prozent). Anhand dieser Klassifikation lassen sich zukünftig -
unabhängig von den Verordnungsdaten - Versicherte selektieren, die
mit hoher Wahrscheinlichkeit an mittleren bis starken Schmerzen
leiden. Ein vergleichbares Instrument stand bisher nicht zur
Verfügung.

Weitere Analyse zum Thema Rückenschmerz

Da die Thematik Rückenschmerzen bei den Schmerztypen insgesamt
stark vertreten war, werden nun in einem zweiten Schritt alle
relevanten Rückenschmerztypen hinsichtlich Krankheitskosten sowie
Patienten- und Verordnungsprofilen analysiert. Ziel ist es, mögliche
Prädiktoren für hohe Krankheitskosten zu finden. Die detaillierte
Analyse zu weiteren Schmerztypen wird anschließend folgen.

Vermeidung von Chronifizierungen

Warum ist diese Selektion der Schmerzpatienten so wichtig?
Schmerzpatienten sollen rechtzeitig erkannt werden, damit man sie in
multimodale Behandlungskonzepte integriert. So erhofft man, eine
Chronifizierung des Schmerzes zu verhindern, die für die Patienten in
der Regel mit jahrelangen, oft frustrierenden Therapieversuchen
verbunden ist und für die Krankenkassen einen erheblichen, oft nicht
abschätzbaren Kostenfaktor darstellt. Durch die Analyse der
Krankheitskosten will man darüber hinaus kostentreibende Faktoren
identifizieren, um sie in Zukunft umgehen zu können.

Originaltext: Grünenthal GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/25388
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_25388.rss2

Pressekontakt:
Sabrina Gieß
Tel.: +49 241 569-3387, Fax: +49 241 569-1511,
sabrina.giess@grunenthal.com
Grunenthal GmbH, 52099 Aachen, Germany, www.grunenthal.com


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