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Börsen-Zeitung: Von Porsche lernen, Kommentar zum Rekordergebnis des Sportwagenherstellers von Claus Döring

Geschrieben am 02-08-2006

Frankfurt (ots) - Es könnte einer der interessantesten Berichte
der laufenden Quartalssaison sein, doch das Publikum muss leider
darauf verzichten. Erstens, weil der Emittent die Veröffentlichung
von Quartalsberichten grundsätzlich ablehnt, und zweitens, weil das
Geschäftsjahr dieses Unternehmens nicht dem Kalenderjahr entspricht.
Der Sportwagenhersteller Porsche hat vor drei Tagen sein
Geschäftsjahr 2005/06 beendet und abermals ein Rekordjahr mit starken
Zuwächsen bei Absatz, Umsatz und Gewinn eingefahren. Erste Zahlen
sind anlässlich des Pariser Autosalons Ende September zu erwarten.
Sie werden die seit 1998 von Porsche gehaltene internationale
Spitzenposition in der Umsatzrentabilität der Autohersteller
unterstreichen.

Dem operativen Gewinn kaum nachstehen wird jener Gewinn, den
Porsche aus seinem Engagement bei Volkswagen gezogen hat. Rund 1 Mrd.
Euro hat Porsche bisher am Einstieg beim Wolfsburger Konzern
verdient. Das hätte keine der sogenannten Heuschrecken besser machen
können. Nur denkt man bei Porsche nicht im Traum daran, die
Kursgewinne zu realisieren. Im Gegenteil, die Option zur Aufstockung
auf 25,1% des Kapitals dürfte in den nächsten Wochen gezogen und die
Beteiligung bis nahe an die 30%-Marke ausgebaut werden, ab der eine
Übernahmeofferte fällig wäre. Und dann wird es spannend: Porsche ist
virtueller Nebenkläger der EU-Kommission gegen das VW-Gesetz vor dem
Europäischen Gerichtshof. Der größte VW-Aktionär fühlt sich in seinen
Rechten durch das VW-Gesetz beeinträchtigt und setzt alles daran, die
den Einfluss des Landes Niedersachsen schützende
Stimmrechtsbeschränkung von 20% zu kippen.

Für den neuen VW-Großaktionär wäre danach der Weg frei für eine
Satzungsänderung, die endlich Kapazitätsanpassungen und höhere
Produktivität bei Volkswagen erlaubte. Denn Werksschließungen
bedürfen bisher der Zustimmung von 75% des Aufsichtsrats und sind
damit de facto unmöglich. Die Option zur Schließung mancher Werke
könnte zusammen mit der Rückkehr zur 35-Stunden-Woche für die
dringend nötige Auslastung im Werk Wolfsburg sorgen. Wenn Volkswagen
nämlich eines von seinem Großaktionär Porsche lernen kann, dann dies:
die Produktivitätssteigerung in der Fertigung ist die Mutter aller
Gewinne. Und die Produktivität im Wolfsburger Stammwerk ist der
Schlüssel zum VW-Erfolg.

Originaltext: Börsen-Zeitung
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=30377
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_30377.rss2

Rückfragen bitte an:
Börsen-Zeitung
Redaktion

Telefon: 069--2732-0


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