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Forsa-Umfrage: Deutsche auf Pflegefall nicht vorbereitet Ältere Menschen sind besonders schlecht über Hilfsmöglichkeiten informiert

Geschrieben am 20-11-2009

Hamburg (ots) - Sechs von zehn Deutschen haben noch nie von den
Mitte 2008 beschlossenen Leistungsverbesserungen in der
Pflegeversicherung gehört. Selbst unter den Pflegebedürftigen und
ihren Angehörigen ist nur jeder zweite über zusätzliche
Unterstützungsleistungen, beispielsweise für die Betreuung von
Demenzkranken, informiert. Die Bundesbürger wissen damit nicht,
welche Rechte ihnen im Pflegefall zustehen und welche Möglichkeiten
zur Hilfe es gibt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen
Bevölkerungsbefragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im
Auftrag des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF).

Ähnlich mangelhaft ist das Wissen über die neu geschaffenen
Pflegeberatungsangebote. So kennen zwei Drittel der Befragten ihren
Anspruch auf kostenlose und unabhängige Unterstützung zum Beispiel
durch eine telefonische Beratung nicht. Bei den über 60-Jährigen
liegt dieser Anteil mit rund 80 Prozent sogar noch deutlich höher.
Dabei spielt das Thema Pflege in immer mehr Familien eine
entscheidende Rolle. So ist inzwischen jeder sechste Bundesbürger
entweder selbst pflegebedürftig oder hat einen Pflegefall in der
Familie.

Um den gesetzlichen Auflagen nachzukommen, haben die
Versicherungen in diesem Jahr Pflegeberatungsstellen gegründet.
Während die gesetzlichen Kassen ihre Pflegestützpunkte dezentral in
den Regionen organisieren, hat der Verband der privaten
Krankenversicherungen mit COMPASS ein bundesweites Netz mit 200
Pflegeberatern aufgebaut, das nach einheitlichen Qualitätsstandards
arbeitet. COMPASS berät telefonisch sowohl privat als auch gesetzlich
Versicherte.
Alle neuen Angebote bieten sowohl die Möglichkeit der telefonischen
als auch der persönliche Beratung. Die Pflegestützpunkte sind als
örtliche Anlaufstelle für Betroffene und ihre Familien konzipiert.
Das Konzept von COMPASS unterscheidet sich insofern, als die
persönliche Beratung direkt vor Ort, also zuhause, in Krankenhäusern
oder Rehaeinrichtungen erfolgt. Bereits in den ersten sechs Monaten
hat COMPASS mehr als 26.000 Beratungsgespräche geführt. Die
Erfahrungen der Pflegeberater zeigen, wie wichtig diese neuen
Angebote sind. Denn viele Betroffene und ihre Familien sind mit der
Situation überfordert und dringend auf zusätzliche Unterstützung
angewiesen, insbesondere wenn ein Angehöriger zu Hause gepflegt wird.
COMPASS ist unter der gebührenfreien Servicenummer 0800-101 88 00
bundesweit zu erreichen, die Pflegestützpunkte haben regional
unterschiedliche Nummern.

Hintergrundinformationen:
Für die Untersuchung wurden im September 2009 insgesamt 1.008
Personen von Forsa befragt. Themen der repräsentativen CATI-Befragung
waren Pflege und Pflegeberatung.

IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung
Das IMWF wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die
Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für
Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende
Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die
Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen
oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück. Vor diesem
Hintegrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte
zwischen Wissenschaft und an fundierter Aufarbeitung relevanter
Management- und Wirtschaftsthemen interessierter Unternehmen geknüpft
werden.

Dieses Netzwerk wird wesentlich durch Wilhelm Alms aufgebaut. Er
hat als ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Mummert Consulting
vielfältige Erfahrungen mit der Umsetzbarkeit von
Forschungsergebnissen in der Managementpraxis gesammelt und hat es
sich zur Aufgabe gemacht, Brückenschläge zwischen Wissenschaft und
Wirtschaft zu initiieren.
Wenn Sie an diesem Netzwerk partizipieren wollen, freut sich das IMWF
über Ihre Nachricht. Von wissenschaftlichen Partnern wird erwartet,
nachweislich praxisorientierte Forschung leisten zu wollen. Im
Gegenzug hierzu obliegt es den eingebundenen Unternehmen, relevante
Fragestellungen zu formulieren und die Freiräume für die Aufarbeitung
dieser Themen zu gewährleisten.
Weitere Informationen finden Sie unter www.imwf.de

Originaltext: IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65649
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65649.rss2

Pressekontakt:
Faktenkontor GmbH
Roland Heintze
Tel.: +49 40 22703-7160
Fax.: +49 40 22703-7961
E-Mail: roland.heintze@faktenkontor.de



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