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WAZ: Schwarz-Gelbe Pflegereform - Jeder für sich. Kommentar von Stefan Schulte

Geschrieben am 21-10-2009

Essen (ots) - Das Solidarprinzip ist der FDP ein Relikt aus grauer
Vergangenheit. Sie würde am liebsten alle Sozialkassen, die von
Arbeitgebern und Arbeitnehmern befüllt werden, privatisieren. Doch
das Umlagesystem lässt sich nicht einfach durch das Prinzip "Jeder
spart für sich selbst" ersetzen. Die Berufstätigen müssen die
heutigen Rentner und Pflegebedürftigen noch viele Jahre versorgen.
Jeder Euro, den sie nebenbei für sich selbst abzweigen müssen, tut
weh. Und jeder Euro zusätzlicher Ausgaben entfernt die Bürger vom
Ziel "mehr Netto vom Brutto".
Dennoch ist es nicht verkehrt, selbst für den Fall, pflegebedürftig
zu werden, vorzusorgen. Und wenn eine Umsteuerung halbwegs
verträglich möglich ist, dann in der kleinsten Sozialkasse, deshalb
wird die Pflegeversicherung zum Versuchsfeld.
Doch klar muss auch sein, was ein langfristiger Systemwechsel nicht
ändert: die aktuelle Situation in den Pflegeheimen. Die jüngsten
Verbesserungen für Demenzkranke können nur ein Anfang sein. Die
Kosten steigen auch in naher Zukunft. Sie müssen ebenfalls beglichen
werden. Private Zusatzvorsorge hilft erst in 20, 30 Jahren.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de


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