(Registrieren)

EANS-Adhoc: Österreichische Post AG / Umsatz geht im ersten Halbjahr um 3,6% zurück; EBIT um 8,0% reduziert

Geschrieben am 13-08-2009


--------------------------------------------------------------------------------
Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer
europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent verantwortlich.
--------------------------------------------------------------------------------


6-Monatsbericht

13.08.2009

Österreichische Post AG im ersten Halbjahr 2009: Umsatz geht im
ersten Halbjahr um 3,6% zurück; EBIT um 8,0% reduziert Anhaltend
schwieriges Marktumfeld 2009 erfordert weiterhin Kosteneinsparungen
als oberste Priorität

- Schwieriges Marktumfeld: Wirtschaftsleistung in Österreich sinkt
laut Prognose um rund 4%; - Unternehmen versuchen Sendevolumen und
Sendungsgewichte zu reduzieren und forcieren die elektronische
Kommunikation - Konzernumsatz um 3,6% oder 42,8 Mio EUR gesunken -
Brief (-4,5%): Rückgang sowohl bei täglicher Briefpost als auch bei
Werbesendungen - Paket & Logistik (-3,0%): rezessionsbedingter
Mengenrückgang und Preisdruck; Wachstum am österreichischen Markt
unterstützt durch Neukunden Hermes - Filialnetz (+1,3%): Positive
Entwicklung bei Telekom-Produkten; Finanzdienstleistungen stabil -
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) um 8,0% auf 75,4 Mio EUR
zurückgegangen - Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsmaßnahmen
zeigen erste Erfolge und haben weiterhin oberste Priorität

Die Österreichische Post im Überblick Die Tendenzen des ersten
Halbjahres 2009 bestätigen die Erwartung, dass die internationale
Wirtschaftskrise auch für die Österreichische Post eine große
Herausforderung bedeutet. Das liegt vor allem daran, dass die
Transportvolumina des Brief- und Paketmarktes von der ökonomischen
Entwicklung, vom Konsumverhalten der Bevölkerung und den
Werbeausgaben der Firmen abhängig sind. Im aktuellen wirtschaftlichen
Umfeld versuchen außerdem viele Unternehmen, den sinkenden Umsätzen
durch Kosteneinsparungen zu begegnen. Die Summe dieser Entwicklungen,
sowie der Strukturwandel durch eine zunehmende Substitution von
Briefen durch elektronische Medien hat negative Auswirkungen auf das
geschäftliche Sendevolumen von Briefen und Paketen. Der Umsatz der
Österreichischen Post reduzierte sich daher im Vergleich zum ersten
Halbjahr des Vorjahres um 3,6% oder 42,8 Mio EUR auf 1.156,0 Mio EUR.
Im zweiten Quartal erfolgte ein Rückgang um 4,8% auf 560,8 Mio EUR.

Maßgebliche Veränderungen gab es sowohl in der Division Brief mit
einem Umsatzrückgang von 4,5%, bedingt durch die Reduktion der
täglichen Geschäftspost und Werbesendungen, als auch in der Division
Paket & Logistik (- 3,0%) durch einen rezessionsbedingten Preisdruck
bei Premiumpaketen. Der Bereich Standardpaket in Österreich
entwickelte sich, unterstützt durch den Volumenzuwachs des neuen
Kunden Hermes, positiv.

Die Österreichische Post hat bereits 2008 begonnen, der rückläufigen
Entwicklung mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung
entgegenzusteuern. Daraus resultieren erste sichtbare Erfolge bei der
Reduktion der Sachkosten und bei der Anpassung der
Personal-kapazitäten. In Summe konnten etwa 36 Mio EUR an
Kosteneinsparungen erzielt werden. Das rückläufige Ergebnis war
jedoch wesentlich vom Umsatzrückgang um 42,8 Mio EUR und von der
erfolgten Gehaltssteigerung von 22 Mio EUR im ersten Halbjahr 2009
geprägt; das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich
um 8,0% auf 75,4 Mio EUR.

Die Österreichische Post wird daher ihre Maßnahmen intensivieren, um
sowohl durch vertriebsseitige Initiativen als auch durch weitere
Kosteneinsparungen der Wirtschaftskrise entgegenzusteuern. Bei den
Personalkosten sollte es gelingen, den Lohn- und Gehaltssteigerungen
in 2009 durch sozial verträgliche Veränderungen wie die Nutzung der
Mitarbeiterfluktuation und die Nicht- Nachbesetzung frei werdender
Stellen entgegenzuwirken. Positiv unterstützen wird hier der seit 1.
August 2009 geltende Kollektivvertrag für neu eintretende
Mitarbeiter. Auch bei den Sachkosten sind Einsparungen vorgesehen.
Bei Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen und sonstigen
betrieblichen Aufwendungen wird angepeilt, die Kosten in Summe um 30
Mio EUR unter das Niveau von 2008 zu senken. "Die konjunkturelle
Situation und die strukturellen Veränderungen erfordern konsequente
Kosteneinsparungen auf allen Ebenen", so Generaldirektor Dr. Rudolf
Jettmar.

Geschäftsentwicklung - Ertragslage im Detail Die rückläufige
Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2009 hat nunmehr in vielen Unternehmen
ihre Spuren hinterlassen. Sinkende Umsätze und vermehrter Kostendruck
führen zu verstärkten Rückgängen des geschäftlichen Sendevolumens von
Briefen und Paketen. Neben dieser Entwicklung war das Ergebnis der
Österreichischen Post auch durch die geringere Anzahl an Werktagen im
Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 beeinträchtigt. Der Umsatz des
Post-Konzerns reduzierte sich daher im Vergleich zum ersten Halbjahr
des Vorjahres um 3,6% oder 42,8 Mio EUR auf 1.156,0 Mio EUR. Im
zweiten Quartal erfolgte ein Rückgang um 4,8% auf 560,8 Mio EUR.

Der Umsatz der Division Brief zeigte im ersten Halbjahr einen
Rückgang von 4,5%, der hauptsächlich aus den Geschäftsfeldern
Briefpost und Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen)
resultierte. Hier waren sowohl die reduzierte tägliche Geschäftspost
aufgrund der rückläufigen Wirtschaftsentwicklung und der Substitution
durch elektronische Medien, als auch der verzögerte Einsatz von
Werbeausgaben im Direct Marketing spürbar.

In der Division Paket & Logistik (-3,0%) wirkten sich
rezessions-bedingte Mengenrückgänge und der internationale Preisdruck
negativ auf die Umsatzentwicklung, insbesondere im Bereich der
Premiumpakete, aus. Bei Standardpaketen in Österreich war ein
Wachstum zu verzeichnen, unterstützt durch den neuen Kunden Hermes.
Der Umsatzzuwachs von 1,3% im Filialnetz ist auf die gute Entwicklung
beim Verkauf von Mobil- und Festnetzprodukten zurückzuführen. Die
Finanzdienstleistungen entwickelten sich stabil.

Umsatzentwicklung*)


Mio EUR H1 H1 Verände- Q2 Q2
2008 2009 rung 2008 2009
Umsatz gesamt 1.198,8 1.156,0 -3,6% 588,9 560,8
Brief 720,5 688,4 -4,5% 350,5 335,5
Paket&Logistik 382,5 371,1 -3,0% 191,3 180,2
Filialnetz 94,0 95,2 +1,3% 46,0 44,5
Sonstiges/
Konsolidierung 1,8 1,2 -30,6% 1,1 0,6
Werktage in Österreich**) 125 122 - 62 60
*) Außenumsatz der Divisionen
**)Kalender-Werktage

Gewinn- und Verlustrechnung
Mio EUR H1 H1 Veränder- Q2 Q2
2008 2009 ung 2008 2009
Umsatzerlöse 1.198,8 1.156,0 -3,6% 588,9 560,8
EBITDA 139,8 126,5 -9,5% 64,4 54,3
EBIT 81,9 75,4 -8,0% 32,1 27,6

Die Prioritäten der Österreichischen Post liegen verstärkt einerseits auf


vertriebsseitigen Initiativen und andererseits auf Aktivitäten zur
Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Diesbezügliche Maßnahmen
zeigen nun erste Erfolge. Dem Umsatzrückgang um 42,8 Mio EUR und der
Lohn- und Gehaltssteigerung von 22 Mio EUR stehen operative
Kosteneinsparungen von 36 Mio EUR gegenüber. Sowohl beim
Materialaufwand als auch beim Sonstigen betrieblichen Aufwand konnten
erste Einsparungen erzielt werden - auf Basis bereits eingeleiteter
Maßnahmen werden weitere Effekte vorrangig im zweiten Halbjahr
erwartet.

Die größte Aufwandsposition der Österreichischen Post stellt der
Personal- aufwand mit 560,9 Mio EUR dar, das entspricht nahezu 50%
des Umsatzes. Kostensteigernd wirkten sich die per Ende 2008
vereinbarten Lohnabschlüsse aus; basierend auf der hohen
Inflationsrate des Jahres 2008 war für Österreich eine
Gehaltssteigerung von 3,7% ab 1. Jänner 2009 vereinbart worden. Die
Gehaltssteigerungen machten im ersten Halbjahr 2009 konzernweit etwa
22 Mio EUR an Mehrkosten aus, denen durch sozial verträgliche
Maßnahmen wie die Nutzung der Mitarbeiterfluktuation entgegengewirkt
werden konnte. Der durchschnittliche Personalstand des Post Konzerns
reduzierte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 um 889 auf
25.900 Mitarbeiter.

Alle operativen Divisionen verzeichneten rezessionsbedingt eine
Beeinträchtigung des Ergebnisses. Die Division Brief erwirtschaftete
ein positives EBIT von 114,5 Mio EUR (minus 21,2 Mio EUR im Vergleich
zum Vorjahr), die Division Paket & Logistik ein negatives EBIT von
3,4 Mio EUR (minus 10,5 Mio EUR), ebenso wie die Division Filialnetz
mit minus 4,0 Mio EUR (minus 10,7 Mio EUR).

Eine Verbesserung wurde hingegen im Bereich
"Sonstiges/Konsolidierung" erreicht. Dieser Bereich enthält nicht
weiterverrechnete Aufwendungen zentraler Abteilungen, Aufwendungen im
Zusammenhang mit leer stehenden Immobilien, Mieteinnahmen und Erlöse
aus Anlagenverkäufen, Aufwendungen für Sozialplanleistungen an
Mitarbeiter sowie die Veränderung der Rückstellung für
Unterauslastung. Im ersten Halbjahr 2009 war die Notwendigkeit einer
zusätzlichen Rückstellungsbildung gering. Es wurden sogar vermehrt
Mitarbeiter, für die in der Vorperiode eine Rückstellung für
Unterauslastung gebildet worden war, wieder in den laufenden
Arbeitsprozess integriert, sodass in Summe eine
Rückstellungsreduktion von 22,3 Mio EUR erfolgte. Im Gegensatz dazu
wurden 15,1 Mio EUR an Rückstellungen für Mitarbeiter gebildet, die
den Sozialplan zur Übergangskarenzierung bis zum Pensionsantritt
angenommen haben. Im Bereich "Sonstiges/Konsolidierung" ist daher
eine Verbesserung auf nunmehr minus 31,8 Mio EUR eingetreten.

Das Finanzergebnis des Österreichischen Post Konzerns reduzierte sich
im ersten Halbjahr 2009 auf minus 0,1 Mio EUR, unter anderem bedingt
durch das gesunkene Zinsniveau und einen positiven Einmaleffekt im
Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich um 15,5% auf 75,2
Mio EUR. Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 19,1 Mio EUR ergibt
sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 56,2 Mio EUR.
Dies entspricht 0,83 EUR/Aktie im ersten Halbjahr 2009 noch 1,0
EUR/Aktie im Vergleichszeitraum des Vorjahres und 0,33 EUR/Aktie im
zweiten Quartal 2009 nach 0,4 EUR/Aktie im zweiten Quartal 2008.

Solide Bilanzstruktur Die Österreichische Post folgt einer
risikoaversen Geschäftsgebarung. Dies zeigt sich an der hohen
Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und dem hohen
Zahlungsmittelbestand.

Die Österreichische Post verfügt in Summe über einen erheblichen
Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln. Per 30.
Juni 2009 waren dies Zahlungsmittel- und Zahlungsmittel-äquivalente
von insgesamt 144,6 Mio EUR und Finanzinvestitionen in Wertpapiere
von 118,0 Mio EUR. Der Bestand an Finanzmitteln hat sich von 340,6
Mio EUR per 31.12.2008 auf 262,6 Mio EUR per 30.6.2009 reduziert,
dies inkludiert die Dividendenauszahlung im zweiten Quartal 2009. Den
Finanzmitteln stehen Bankverbindlichkeiten von lediglich 132,5 Mio
EUR gegenüber.

Cash Flow Im Cash-Flow aus dem Ergebnis in Höhe von 82,7 Mio EUR
waren sowohl die rezessionsbedingten Effekte als auch die geringere
Anzahl an Werktagen feststellbar. Dementsprechende Umsatzrückgänge im
Brief- und Paketgeschäft wirkten sich einnahmenseitig aus.

Der Cash-Flow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens betrug im
ersten Halbjahr minus 23,8 Mio EUR und inkludiert Erhöhung von
Forderungen, reduzierte Verbindlichkeiten sowie geringere
Rückstellungen. In Summe ergibt sich für das erste Halbjahr 2009 ein
Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von 58,9 Mio EUR.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit minus 48,3 Mio EUR
beinhaltet den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) mit 37,6 Mio EUR sowie
den Erwerb von Wertpapieren in Höhe von 24,7 Mio EUR. Der
erwirtschaftete Free Cash-Flow vor dem Erwerb von Wertpapieren betrug
35,3 Mio EUR.

Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Vollzeitkräfte des
Österreichischen Post Konzerns ging im Berichtszeitraum gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,3% oder 889 Mitarbeiter auf
nunmehr 25.900 Mitarbeiter zurück. Dieser Rückgang resultiert vor
allem aus einer Abnahme in der Division Brief. Der weitaus größte
Teil der Konzernmitarbeiter (in Vollzeitkräften) ist in der
Österreichischen Post AG beschäftigt (21.591). In den
Tochterunternehmen arbeiten mehr als 4.300 Mitarbeiter.

Ausblick 2009 Die ersten sechs Monate des Jahres 2009 zeigen, dass
für das gesamte Jahr mit einer schwierigeren wirtschaftlichen
Situation zu rechnen ist, als dies zu Beginn des Jahres absehbar war.
Die Wirtschaftsprognosen für die Länder, in denen die Österreichische
Post tätig ist, wurden in den vergangenen Monaten stetig nach unten
revidiert. Die im Dezember 2008 vorliegenden Prognosen von WIFO und
IHS für das Wirtschaftswachstum in Österreich in 2009 lagen bei -0,5%
und -0,1%. Die aktuellen Werte liegen bereits bei -3,4% und -4,3%.
Von den Folgen dieses Wirtschaftsabschwunges ist auch die
Österreichische Post betroffen. Die Österreichische Post erwartet,
dass die verschlechterte ökonomische Situation auch weiterhin
Auswirkungen auf das Volumen von Briefen, Paketen und Werbesendungen
haben wird.

Die geringere Wirtschaftsleistung wirkt sich spätzyklisch auf das
Brief- und Paketgeschäft der Österreichischen Post aus. Dies zeigt
sich am Umsatzrückgang des Konzerns von 2,4% im ersten Quartal 2009
und 4,8% im zweiten Quartal 2009. Die Volumenentwicklung im Vergleich
zum Vorjahr wird auch im zweiten Halbjahr rückläufig sein. Es ist
damit zu rechnen, dass die aktuellen Entwicklungen anhalten und die
Phase der Bodenbildung dieses Trends voraussichtlich noch nicht
erreicht ist.

Für die Österreichische Post haben Effizienzsteigerungs- und
Kostensenkungsprogramme daher weiterhin oberste Priorität.
Eingeleitete Maßnahmen werden fortgesetzt und intensiviert.

Bei den Personalkosten sollte es gelingen, den Lohn- und
Gehaltssteigerungen 2009 durch Nutzung der Mitarbeiterfluktuation und
durch Nicht-Nachbesetzung frei werdender Stellen entgegenzuwirken, um
den Personalaufwand 2009 zu reduzieren. Unterstützen sollte hier ein
neuer Kollektivvertrag für neu eintretende Mitarbeiter, der ab 1.
August 2009 in Kraft getreten ist. Auch bei den Sachkosten sind
Einsparungen vorgesehen. Bei Materialaufwand/Aufwand für bezogene
Leistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird angepeilt,
die Kosten in Summe um 30 Mio EUR unter das Niveau 2008 zu senken.
Zusätzlich ist, wie bereits berichtet, eine Reduktion der
Anlageinvestitionen (CAPEX) im Gesamtjahr 2009 um 20% auf 80 Mio EUR
vorgesehen. Geschäftsentwicklung der Divisionen Division Brief

Der Außenumsatz der Division Brief reduzierte sich im ersten Halbjahr
2009 gegenüber der Vergleichsperiode 2008 um 4,5% auf 688,4 Mio EUR.
Zurückzuführen ist diese Entwicklung einerseits auf die rückläufige
Wirtschaftsentwicklung und die elektronische Substitution von
Briefen und andererseits auf die geringere Anzahl an Werktagen. Das
Geschäftsfeld Briefpost verzeichnete einen Umsatzrückgang von 4,8%
oder 18,7 Mio EUR. Es zeigt sich, dass durch die schlechte
wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen die stetige Substitution von
Briefen durch elektronische Medien beschleunigt wird. Insbesondere im
Kundensegment Telekommunikation erfolgt eine Reduktion der
Versandmengen, während das Sendungsvolumen im
Finanzdienstleistungssektor weiterhin konstant blieb. Darüber hinaus
ergaben sich negative Auswirkungen durch einen Rückgang bei
internationalen Sendungen sowie durch die geringere Anzahl an
Werktagen.

Im Geschäftsfeld Infomail (adressierte und unadressierte
Werbesendungen) reduzierte sich der Umsatz um 4,9% oder 12,8 Mio EUR.
Ein Grund für die negative Entwicklung ist der allgemeine Rückgang
von Werbeausgaben. Bei adressierten Werbesendungen zeigten sich
verringerte Sendevolumina insbesondere im Versandhandel: Aussendungen
werden reduziert, verschoben oder gestrichen.

Die Reduktion von Werbesendungen durch den Versandhandel wirkte sich
auch negativ auf die Umsatzentwicklung des auf Druckdienstleistungen
und Dokumentenmanagement spezialisierten Unternehmens meiller direct
aus. Die Volumina von unadressierten Werbesendungen des Handels
blieben hingegen relativ konstant.

Im Geschäftsfeld Medienpost war aufgrund des konjunkturellen
Rückganges bei Tages- und Wochenzeitungen ein Umsatzrückgang von 0,9%
oder 0,6 Mio EUR zu verzeichnen.

In Summe erwirtschaftete die Division Brief ein EBITDA in Höhe von
132,9 Mio EUR. Das EBIT lag mit 114,5 Mio EUR um 15,6% oder 21,2 Mio
EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Division Paket & Logistik Der Außenumsatz der Division Paket &
Logistik reduzierte sich im ersten Halbjahr 2009 auf Basis der
negativen Wirtschaftsentwicklung in den Schwerpunktmärkten um 3,0%
auf 371,1 Mio EUR. In allen Märkten ist ein rezessionsbedingter
Preisdruck und Mengenrückgang festzustellen.

Mit dem Produkt Premiumpaket (Paketzustellung innerhalb von 24
Stunden) wird mit etwa 305 Mio EUR der größte Umsatzanteil erzielt.
Obwohl die konjunkturellen Einbußen in diesem Bereich weit geringer
ausgefallen sind als in vielen anderen Logistikbranchen, wie etwa dem
Fracht- oder Expressgeschäft, war ein Umsatzrückgang von 4,8% zu
verzeichnen.

Regional gesehen erwirtschaftete die Tochtergesellschaft trans-o-flex
in Deutschland mit etwa 75% in diesem Produktsegment den größten
Umsatzanteil, gefolgt von Österreich mit weiterhin steigendem
B2B-Paketvolumen (9%), Süd- /Osteuropa (9%) und den trans-o-flex
Gesellschaften in den Niederlanden und Belgien (7%).

Mit dem Produkt Standardpaket in Österreich wurde eine
Umsatzsteigerung von 2,3% auf rund 62 Mio EUR erzielt. Die
Versandmengen des neu gewonnen Großkunden Hermes werden seit dem 1.
Juni 2009 übernommen und tragen positiv zu dieser Entwicklung bei.

Das EBIT der Division betrug im ersten Halbjahr 2009 minus 3,4 Mio
EUR und lag damit unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Zurückzuführen ist dieses Ergebnis auf den rezessionsbedingten Preis-
und Mengendruck mit daraus resultierenden negativen Effekten bei den
Konzernunternehmen.

Division Filialnetz

Der Außenumsatz der Division Filialnetz erhöhte sich im ersten
Halbjahr 2009 um 1,3%. Die Verbesserung ist größtenteils auf eine
Absatzsteigerung bei Mobiltelefonie- und Festnetz-Produkten
zurückzuführen.

Erfreulicherweise zeigte sich auch eine stabile Entwicklung bei
Finanzdienstleistungen - sowohl hinsichtlich der Sparvolumen als auch
bei Wertpapierveranlagungen.

Die Veränderung der Innenumsätze der Division um minus 8,9% ist auf
geringere Philatelieumsätze - nach positiven Einmaleffekten im
Vorjahr, etwa durch die Fußball Europameisterschaft - sowie auf einen
Rückgang des Sendevolumens an Briefen und Paketen über das Filialnetz
zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um rezessionsbedingte
Rückgänge sowie um die Auswirkungen der geringeren Volumina durch die
vermehrte Abholung von Briefmengen bei Großkunden.

Das EBIT der Division Filialnetz betrug minus 4,0 Mio EUR nach plus
6,7 Mio EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres, hauptsächlich bedingt
durch den rückläufigen Innenumsatz. Die geplanten
Einsparungspotentiale konnten durch die behördlich verzögerte
Umwandlung von unrentablen Kleinpostämtern nur teilweise realisiert
werden. Von der geplanten Umstellung von 300 unrentablen
eigenbetriebenen Postfilialen auf fremdbetriebene
Post.Partner-Filialen werden etwa 100 Filialen im Juli und August
umgestellt. Weitere Filialen sind in Vorbereitung, deren Umwandlung
ist allerdings bis Ende September 2009 durch einen Bescheid des
Verkehrsministeriums aufgeschoben.

Der Halbjahresfinanzbericht 2009 ist im Internet unter:
www.post.at/ir --> Publikationen --> Finanzberichte verfügbar

Wien, 13. August 2009


Ende der Mitteilung euro adhoc
--------------------------------------------------------------------------------


ots Originaltext: Österreichische Post AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragehinweis:

Österreichische Post AG

Leitung Investor Relations

DI Harald Hagenauer

Tel.: +43 57767-30400

harald.hagenauer@post.at



Österreichische Post AG

Leitung Konzernkommunikation

Mag. Marc Zimmermann

Tel.: +43 577 67-22626

marc.zimmermann@post.at



Österreichische Post AG

Konzernkommunikation/Pressesprecher

Michael Homola

Tel.: +43 577 67-32010

michael.homola@post.at

Branche: Transport
ISIN: AT0000APOST4
WKN: A0JML5
Index: ATX Prime, ATX
Börsen: Wien / Börse


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

218779

weitere Artikel:
  • EANS-Adhoc: Österreichische Post AG / Revenue down by 3.6%, EBIT decline of 8.0% -------------------------------------------------------------------------------- ad-hoc disclosure transmitted by euro adhoc with the aim of a Europe-wide distribution. The issuer is solely responsible for the content of this announcement. -------------------------------------------------------------------------------- 6-month report 13.08.2009 Austrian Post in the First Half-Year 2009: Revenue down by 3.6%, EBIT decline of 8.0% Ongoing difficult market environment in 2009 makes cost savings the top priority - Difficult market environment: mehr...

  • EANS-News: Delticom: Halbjahresbericht 2009 - Delticom bleibt auf Wachstumskurs: Umsatz 139,2 Mio. Euro (+14,5%) - EBIT 10,2 Mio. Euro (+82,9%), EBIT-Marge 7,3% - Ausblick für Gesamtjahr 2009 bestätigt: Umsatz +10%, EBIT-Marge 7% -------------------------------------------------------------------------------- Corporate News übermittelt durch euro adhoc. Für den Inhalt ist der Emittent/Meldungsgeber verantwortlich. -------------------------------------------------------------------------------- Finanzen Hannover (euro adhoc) - 13. August 2009 - Die Delticom AG (WKN 514680, mehr...

  • EANS-News: Delticom: Semi-Annual Report 2009 - Delticom stays on growth track: Revenues EUR 139.2 million (+14.5%) - EBIT EUR 10.2 million (+82.9%), EBIT margin 7.3% - Outlook for FY 2009 confirmed: Revenues +10% year-on-year, EBIT margin 7% -------------------------------------------------------------------------------- Corporate news transmitted by euro adhoc. The issuer/originator is solely responsible for the content of this announcement. -------------------------------------------------------------------------------- finances Hanover (euro adhoc) - Hanover, 13 August 2009 mehr...

  • ERS: Triplan AG / 6-Monatsbericht 2009 Triplan AG / 6-Monatsbericht 2009 / ERS-Dokument übermittelt von news aktuell an das Exchange Reporting System (ERS) der FWB/Deutsche Börse AG gemäß §§ 65 ff Börsenordnung. Folgende PDF-Dokumente liegen vor: - 6-Monatsbericht deutsch - 6-Monatsbericht englisch -------------------------------------------------------------------------------- mehr...

  • EANS-News: CompuGROUP steigert Umsatz um 61% -------------------------------------------------------------------------------- Corporate News übermittelt durch euro adhoc. Für den Inhalt ist der Emittent/Meldungsgeber verantwortlich. -------------------------------------------------------------------------------- Finanzen/Quartalsbericht Koblenz (euro adhoc) - CompuGROUP Holding AG, einer der führenden eHealth-Anbieter weltweit, steigert seinen Umsatz im zweiten Quartal des Jahres 2009 um 61% im Vergleich zum Vorjahr. Die CompuGROUP Holding AG setzt ihre Wachstumsstrategie auch mehr...

Mehr zu dem Thema Finanzen

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

Century Casinos wurde in Russell 2000 Index aufgenommen

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht