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Suchttherapie / Zwei Drittel begehen Missbrauch mit Substitutionsmitteln

Geschrieben am 02-07-2009

München (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

Ersatzstoffe in der Drogentherapie werden immer häufiger selbst
zum Rauschmittel, ihre Verbreitung auf dem Schwarzmarkt ist enorm. Zu
dieser Erkenntnis kommt das 'Projekt zur Evaluation der
missbräuchlichen Verwendung von Substitutionsmitteln in Deutschland'.
Christian Wickert stellt die neue Studie des Zentrums für
interdisziplinäre Suchtforschung, Hamburg auf dem 10.
Interdisziplinären Suchtkongress in München vor.

Zur Erhebung der Daten nutzte die Arbeitsgruppe mehrere Ansätze.
Erstmals werden nun die Gesamtergebnisse veröffentlicht.

Mit anonymen Fragebögen wurden 806 Personen der offenen
Drogenszene in 13 deutschen Städten zu ihrem Konsumverhalten befragt.
67% berichten, bereits Erfahrungen mit nicht-verschriebenen
Substitutionsmedikamenten zu haben; 13,5% geben einen Missbrauch
innerhalb der letzten 24 Stunden zu. 58,7% hatten bereits einmal
illegal erworbenes Methadon eingenommen oder sich das Medikament
gespritzt; bei 41,8% trifft das für Subutex zu. Jeder zehnte
Methadon-Substituierte und fast jeder siebte Subutex-Patient
missbraucht zudem nicht-verschriebene Substitutionspräparate
zusätzlich zu den Medikamenten der Suchtbehandlung.

Das gesundheitliche Risiko des Missbrauchs ist bei der Kombination
von Methadon mit anderen psychoaktiven Substanzen am höchsten. Dies
zeigt eine Fallanalyse Methadon-assoziierter Drogentodesfälle in
Hamburg aus den Jahren 1999-2005.

In Ermittlungsakten aus neun Bundesländern stößt die Arbeitsgruppe
auf 422 Sicherstellungen nicht-verschriebener
Substitutionsmedikamente im Jahr 2007. Seit 2003 stieg die Zahl
kontinuierlich an. Subutex und Methadon dominieren die Drogenmärkte.
84% der Befragten gaben an, Methadon sei auf dem Schwarzmarkt einfach
zu erhalten, 80% bestätigen dies auch für Subutex. Suboxone, ein
Präparat mit geringerem Missbrauchspotential, spielt auf den
illegalen Märkten keine Rolle.

"Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass der Missbrauch der
Substitutionsmittel wesentlich häufiger ist, als von einigen Kollegen
angenommen", so Dr. Klaus Weckbecker, Suchtexperte und
substituierender Arzt. "Das Missbrauchsproblem der
Substitutionsmittel in Deutschland ist eindeutig dokumentiert und
kann nicht länger geleugnet werden."

Originaltext: Patzer PR
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/72113
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_72113.rss2

Pressekontakt:
Volker Heitkamp, MBA, M.A.
Senior Berater
Patzer PR
Steinheilstr. 10
85737 Ismaning
volker.heitkamp@patzer-pr.com
Tel.: 089-552 79 39-51
Mobil: 0172-8447053


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