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Energiepreise belasten Kalkindustrie

Geschrieben am 27-06-2006

Köln/Timmendorfer Strand (ots) -

- Querverweis: Bilder werden über obs versandt und sind unter
http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs abrufbar -


Energiepreise belasten Kalkindustrie

Auf der Jahresversammlung des Bundesverbandes der Deutschen
Kalkindustrie e.V. am 23. Juni 2006 in Timmendorfer Strand
beleuchtete der designierte Vorsitzende, Herr Dr. Matthias Stein, die
wirtschaftliche Situation der Kalkindustrie. Die allgemein ungünstige
Baukonjunktur hat im Jahr 2005 zu einem Rückgang des Absatzes
gebrannter Kalkprodukte um 2,1 % geführt. Im Gegensatz zu fast allen
anderen Steine + Erden-Industrien steht die Kalkindustrie mit ihren
Absatzziffern jedoch noch gut da. So konnte in den letzten Jahren der
Rückgang von Lieferungen in die deutsche Baustoffindustrie durch
Wachstum der Eisen- und Stahlindustrie sowie im Anwendungsbereich
Umweltschutz kompensiert werden.

Die positive Grundstimmung seit Anfang diesen Jahres ist in erster
Linie durch eine nun anziehende Nachfrage in der Bauindustrie
ausgelöst. Auch die anderen Abnehmermärkte entwickeln sich stabil bis
positiv. Für das laufende Jahr wird daher mit einem insgesamt
leichten Absatzplus gerechnet.

Diese Entwicklung darf aber nicht über die dramatischen
Herausforderungen für die deutsche Kalkindustrie hinwegtäuschen,
insbesondere was die Entwicklung der Energiekosten anbelangt.
Belastend für die Ertragssituation der Unternehmen sind die durch den
Emissionshandel systemimmanent gestiegenen Strompreise, die sich seit
2003 fast verdoppelt haben. Diese Erhöhung und die dramatischen
Preissteigerungen bei Koks und Gas haben dazu geführt, dass die
Schere zwischen Kosten und Durchschnitterlösen immer weiter
auseinander gegangen ist. Die Kalkindustrie wird daher gezwungen
sein, diese Entwicklungen mit Preiserhöhungen zumindest annähernd zu
kompensieren. Nur so kann die deutsche Kalkindustrie vor tief
greifenden Schäden bewahrt werden. Auch bei den Themen REACH,
Biozid-Richtlinien und CO2-Handel ist die deutsche Kalkindustrie mit
nachhaltigen Herausforderungen konfrontiert.

Hauptaufgabe des Verbandes ist es, die Interessen der
Kalkindustrie und ihre Meinung in die politischen Prozesse
einzubringen und die politische Willensbildung zu beeinflussen. Die
Kompetenz des Bundesverbandes wird zielgerichtet in die Arbeit des
Bundesverbandes Baustoffe Steine + Erden und des BDI eingebracht.
Auch europäisch ist die verbandspolitische Vertretung gut
aufgestellt. Die kalkspezifischen Interessen werden gemeinsam mit dem
Europäischen Kalkverband, der EuLA, vertreten.


Schwerpunkte der Verbandsarbeit

Der Geschäftsführer Dietmar von Landsberg stellte die negativen
Auswirkungen des Emissionshandels auf die Kalkindustrie dar. Der
CO2-Handel bringt für die Kalkindustrie nur Kosten mit sich. Er
belastet in der Kalkindustrie jeden Arbeitsplatz mit mehreren Tausend
Euro zusätzlich. Der entscheidende Punkt bei der Ausgestaltung des
kommenden Allokationsplanes wird die Berücksichtigung des Prozess-CO2
sein, das bei der Kalkherstellung zwangsläufig auftritt und nicht
reduziert werden kann. Von Landsberg sieht nach wie vor die
europäische Politik in Brüssel im Brennpunkt der Arbeit. "Europa ist
eine große Chance, aber die Durchsetzung von politischen Zielen
innerhalb dieses riesigen Apparates ist nicht einfach", erklärte von
Landsberg. Erfolg kann man nur haben, wenn europäische Verbandsarbeit
und nationale Verbandsarbeit Hand in Hand gehen und jeder dort sein
Bestes gibt, wo er seine größten Einflussmöglichkeiten hat.

Auch der Geschäftsführer Dr. Bernhard Oppermann betonte, dass zur
optimalen Interessenvertretung das kompetente Einbringen des
deutschen Standpunktes bei den europäischen Verbänden gehört. Dr.
Oppermann rückte die Bedeutung der Gemeinschaftsforschung in den
Vordergrund seines Berichtes. So wird z.B. zur Zeit an einem Vorhaben
gearbeitet, das überprüfen soll, inwieweit Kalk geeignet ist,
Schwermetalle wirkungsvoll vom Grundwasser fernzuhalten und dauerhaft
einzubinden.


Neuwahlen

Die Mitgliederversammlung hat einen neuen Vorstand gewählt. Herr
Dr. Matthias Stein, Fels-Werke GmbH, ist zum Vorsitzenden gewählt
worden. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Herr Michael Liell,
Rheinkalk GmbH.


Verleihung der Preise für Arbeitssicherheit

Sieger des seit 1970 stattfindenden Arbeitssicherheitswettbewerbs
des Bundesverbandes ist in diesem Jahr die Firma Rheinkalk GmbH, Werk
Flandersbach. Silberne Urkunden erhielten Schaefer Kalk GmbH & Co.
KG, Werk Hahnstätten, und Rheinkalk GmbH, Werk Hönnetal.

Urkunden in Bronze gingen an Eduard Merkle GmbH & Co. KG,
Rheinkalk Grevenbrück GmbH und Rheinkalk GmbH, Werk Dornap.

Die Verleihung der Urkunden nahm Joachim Pohlmann, Rheinkalk GmbH,
vor.


Originaltext: Bundesverband d. Dt. Kalkindustrie
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50389
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50389.rss2

Haben Sie Fragen? Wir stehen gerne zur Verfügung:

Dietmar von Landsberg, Geschäftsführer; eMail landsberg@kalk.de
Dr.-Ing. Bernhard Oppermann, Geschäftsführer; eMail oppermann@kalk.de
Tel.: 0221-934674-0; Fax: 0221-934674-10 + 14


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