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Unternehmensinsolvenzen 2004 0,3% unter Vorjahresniveau

Geschrieben am 05-03-2005

WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes lag im Jahr 2004 die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 39 213 um 0,3% geringfügig niedriger als 2003 (39 320). Die Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften – und damit der größeren Unternehmen – gingen um knapp 6% auf 22 424 zurück. Dagegen nahmen die Insolvenzen von Einzelunternehmen, Freien Berufen und Kleinunternehmen, die wie alle natürlichen Personen von der Möglichkeit der Restschuldbefreiung und Stundung der Verfahrenskosten profitieren, um 8,4% auf 16 299 zu.

Den stärksten Anstieg gab es jedoch mit 46% bei den Verbraucherinsolvenzen: 49 123 Verbraucher nahmen 2004 ein Insolvenzgericht in Anspruch. Ebenfalls weiter zugenommen, und zwar um 8,2% auf 27 488, haben die Insolvenzen von ehemals selbstständig Tätigen und von solchen natürlichen Personen, die in ihrer Funktion als Gesellschafter betroffen waren. Einschließlich der 2 450 Nachlassinsolvenzen belief sich die Gesamtzahl der gerichtlichen Insolvenzverfahren im Jahr 2004 damit auf 118 274 (+ 17%). Die auf der Basis der Septembermeldungen vorgenommene Schätzung für das Jahr 2004 wird mit diesen Zahlen bestätigt.

Die gesamten voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger wurden 2004 von den Gerichten mit 39,2 Mrd. Euro angegeben (2003: knapp 42 Mrd. Euro). Obwohl die Unternehmensinsolvenzen nur etwa ein Drittel aller Insolvenzen ausmachten, entfielen auf sie zwei Drittel der Forderungen. Für die 49 123 Verbraucherinsolvenzen wurden Forderungen in der Gesamthöhe von 3,7 Mrd. Euro veranschlagt. Bei über zwei Drittel der Verbraucherinsolvenzen beliefen sich die offenen Forderungen auf weniger als 50 000 Euro.

Im Dezember 2004 kam es zu 10 320 Insolvenzen, darunter 3 243 von Unternehmen und 7 077 von anderen Schuldnern. Dies sind gegenüber Dezember 2003 insgesamt 25% mehr Insolvenzen. Die Unternehmensinsolvenzen erhöhten sich um 3,4% und die der übrigen Schuldner um 38%.

 

Weitere Auskünfte gibt:
Jürgen Angele,
Telefon: (0611) 75-2978,
E-Mail:
juergen.angele@destatis.de

 

Die Pressemitteilung, incl. Tabelle, ist auch im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2005/p0960132.htm zu finden.

 

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.
Herausgeber: (c) Statistisches Bundesamt, Pressestelle
Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44,
Telefax: +49 (0) 611 / 75 - 39 76
mailto:presse@destatis.de
http://www.destatis.de

 

Quelle: Pressrelations.de

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