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Rheinische Post: Webfehler im Rettungsfonds

Geschrieben am 30-12-2008

Düsseldorf (ots) - von Antje Höning

Bislang galten Sparkassen als Gewinner der Krise. Verunsichert
zogen manche Bürger ihr Guthaben von Privatbanken ab und brachten es
den öffentlich-rechtlichen Instituten. Doch als einzelne Sparkassen
auffielen, weil auch sie selbst hochbetagten Anlegern riskante (und
nun wertlose) Lehman-Zertifikate angedreht hatten, war klar: Die
Krise kann überall zuschlagen. Erst Recht bei der Sparkasse
Köln-Bonn, die sich zuvor an fragwürdigen Immobiliengeschäften
verhoben hatte. Dass der Sparkassenverband den Kölnern nun massiv
Kapital gibt, ist historisch einmalig. Dass die Sparkasse selbst kein
Geld vom Staat will, ist allerdings auch bezeichnend.
In einer beispiellosen Aktion hatte sich die Politik im Herbst auf
ein Rettungspaket geeinigt. Doch nun zeigt sich, dass ihr in der Eile
Fehler unterliefen. So nimmt der Staat den Banken riskante Papiere
nur für drei Jahre ab. Damit werden Abschreibungen, die für ein
Institut das Aus bedeuten können, nur in die Zukunft verschoben.
Zudem wird verlangt, dass Banken ein Mindestkapital vorweisen. Wer
das schafft, braucht aber oft gar keine Hilfe mehr. Das
Finanzministerium denkt bereits über Korrekturen nach. Gut so. Obwohl
die Krise ähnlich einschneidend ist wie die von 1929, so zeichnen
sich die Krisenmanager heute dadurch aus, dass sie aus Fehlern
lernen. Das ist die beruhigende Botschaft zum Jahreswechsel.

Originaltext: Rheinische Post
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30621
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_30621.rss2

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2304


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