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Pflege ist Wachstumsmarkt und "Jobmotor"

Geschrieben am 18-12-2008

Berlin (ots) - Statistisches Bundesamt veröffentlicht
Pflegestatistik 2007 / IW Köln bestätigt den Trend: Beschäftigenzahl
wird sich verdreifachen Das Statistische Bundesamt hat seine
"Pflegestatistik 2007" veröffentlicht. Danach waren im Dezember 2007
in Deutschland 2,25 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des
Pflegeversicherungsgesetzes. Das waren rund 118.000 (5,6 %) mehr
Menschen als 2005. Über zwei Drittel von diesen (68 % oder 1,54 Mio.)
wurden zu Hause versorgt. Davon erhielten 1,03 Mio. ausschließlich
Pflegegeld, das heißt, sie wurden in der Regel allein durch
Angehörige betreut. Weitere 504.000 Pflegebedürftige lebten ebenfalls
in Privathaushalten. Bei ihnen erfolgte die Pflege jedoch zum Teil
oder vollständig durch ambulante Dienstleister. 709.000 (32%)
pflegebedürftige Menschen wurden in Heimen betreut.

Eine Studie zur Beschäftigungssituation in der Pflege, die das
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) aktuell vorgestellt hat,
bestätigt den Trend und weist auf die hohe arbeitsmarktpolitische wie
auch volkswirtschaftliche Bedeutung hin: Der Pflegesektor ist ein
Wachstumsmarkt und ein "Jobmotor". Laut der IW-Studie wird sich die
Zahl der Beschäftigten in der Pflege bis zum Jahr 2050
voraussichtlich auf bis zu 1,6 Mio. verdreifachen und das
Marktvolumen auf über 85 Milliarden Euro ansteigen. 2007 arbeiteten
in Deutschland bereits gut eine halbe Million Menschen im
Pflegesektor und erwirtschafteten zusammen rund 25 Milliarden Euro.
Selbst wenn man von einer jährlichen Produktivitätssteigerung von 0,5
%, beispielsweise durch verbesserte Abläufe und modernes Management,
ausgehe, könne es in rund 40 Jahren immerhin 1,2 Mio. Pflegejobs
geben.

Dazu Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter
sozialer Dienste e. V. (bpa): "Dass angesichts einer alternden
Gesellschaft der Bedarf an Pflege und qualifiziertem Personal
belegbar steigt, liegt auf der Hand. Die Pflege ist ein
Wachstumsmarkt und ein 'Jobmotor' par excellence! Umso mehr kommt es
jetzt darauf an, eine dem wachsenden Bedarf gerecht werdende
Versorgungslandschaft aktiv mitzugestalten: Ambulante und stationäre
Einrichtungen sind gefragt, den Pflegebedürftigen und ihren
Angehörigen passgenaue Angebote zu unterbreiten. Private Anbieter,
die in allen Bereichen der Pflege ihren Marktanteil nachweislich
ausbauen, begreifen diese Möglichkeit als eine echte Chance." Dass
die arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Bedeutung des
Pflegesektors weiterhin deutlich zunimmt, führt das IW darauf zurück,
dass zum einen die Menschen immer älter und pflegebedürftiger werden:
Die besonders häufig auf Hilfe angewiesene Altersgruppe über
80-jähriger werde 2050 fast dreimal so groß sein wie 2005. Zum
anderen sei ein sukzessiver Rückgang des privaten
Unterstützerumfeldes zu beobachten. Weiterhin würden immer mehr
(Intensiv-)Pflegefälle in Heimen betreut; die Zahl der Plätze könne
sich bis 2050 auf rund 2 Mio. nahezu verdreifachen. Dr. Dominik H.
Enste, Referats- und Projektleiter zur "Zukunft der Arbeit" im IW
Köln, wird die gesamte Studie anlässlich der
Bundesmitgliederversammlung des bpa am 07./08. Mai 2009 in Berlin
präsentieren. Bernd Meurer: "Diese Studie wird auch dazu beitragen,
dass der Wirtschaftsfaktor Pflege sowohl in der Politik als auch in
der Öffentlichkeit stärker in das Blickfeld rückt. Pflege nutzt der
Volkswirtschaft."

Originaltext: bpa - priv. Anbieter sozialer Dienste
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/17920
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_17920.rss2

Für Rückfragen:
Herbert Mauel, Bernd Tews, 030 / 30 87 88 60


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