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Der Teufel steckt im Detail / Aktuelle Umfrage belegt: Auch Vermögende wissen noch zu wenig über die Abgeltungsteuer

Geschrieben am 07-11-2008

Frankfurt am Main (ots) - Im Rahmen einer Online-Umfrage des
Commerzbank Private Banking haben vermögende Privatkunden ihr Wissen
zur Abgeltungsteuer getestet. Das Ergebnis: Knapp zwei Drittel fühlen
sich insgesamt gut informiert und beraten, Detailfragen offenbaren
jedoch noch größere Wissenslücken.

Das Thema Abgeltungsteuer ist in aller Munde: Banken,
Finanzdienstleister und Steuerberater bieten seit geraumer Zeit
Informationsabende und spezielle Broschüren an, um ihren Kunden die
Kernpunkte und die Chancen der neuen Steuer zu erklären. Kein Wunder,
dass sich knapp zwei Monate vor der Einführung 64% der Befragten
ausreichend gut beraten fühlen. Davon schätzen 45% ihr Wissen sogar
so gut ein, dass sie keine weitere Beratung mehr benötigen. Nur 16%
wünschen sich mehr Informationen. "Die Eckpfeiler der Abgeltungsteuer
sind durchaus bekannt. Doch die Umfrage bestätigt, was wir in
Beratungsgesprächen häufig erleben: Sobald es um komplexe
Vermögensverhältnisse geht, sind viele Details der Abgeltungsteuer
noch immer unklar", weiß Dr. Thorsten Reitmeyer, Konzernleiter
Private Banking der Commerzbank.

Höhe des Sparerpauschbetrags bekannt

So beantworteten immerhin 88% der Teilnehmer die Frage nach der
Höhe des Sparerpauschbetrages richtig. Der derzeit geltende
Werbungskostenpauschbetrag in Höhe von 51 Euro für Ledige und 102
Euro für gemeinsam veranlagte Eheleute wird ab 1. Januar 2009 mit dem
Sparerfreibetrag (750 Euro beziehungsweise 1.500 Euro) zum
Sparerpauschbetrag zusammengelegt. Dieser beträgt dann 801 Euro für
Ledige und 1.602 Euro für Eheleute.

Gewinn- und Verlustrechnung noch unklar

Weniger sicher waren sich die Befragten bei den Kauf- und
Verkaufskosten von Wertpapieren bzw. Fonds: 41% sind der Meinung,
dass sie nicht bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns
berücksichtigt werden - doch das Gegenteil ist der Fall. Zudem
kannten nur 44% die Möglichkeit, realisierte Verluste aus
Aktienfonds, die nach dem 1. Januar 2009 erworben werden, mit
Zinserträgen und Dividenden zu verrechnen.

"Die Verrechnung von Gewinnen und Verlusten ist vielen noch
unklar", konstatiert Reitmeyer. In der Tat scheint sie mit zwei
verschiedenen Verlusttöpfen für Aktien und sonstige Kapitalanlagen je
Bank kompliziert. Reitmeyer empfiehlt daher, das persönliche Gespräch
mit dem Kundenberater zu suchen: "Sie haben sich eingehend mit der
Abgeltungsteuer befasst und können genau erklären, wie im Einzelfall
mehrere Depots oder zu verschiedenen Zeitpunkten erworbene Aktien zu
handhaben sind."

Immobilien und die Abgeltungsteuer

Auch beim Umgang mit Immobilien als Wertanlage zeigen sich
Unsicherheiten. So war 41% der Befragten nicht bewusst, dass der
Erlös aus Immobilien nicht unter die Abgeltungsteuer fällt, selbst
wenn sie innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist veräußert
werden. Der Grund: Der Gewinn zählt zu den Einkünften aus privaten
Veräußerungsgeschäften, die Abgeltungsteuer wird nur auf Einkünfte
aus Kapitalvermögen erhoben - es gilt also der individuelle
Steuersatz. "Anleger mit Immobilien als Wertanlage, deren
individueller Steuersatz höher als der Abgeltungsteuersatz ist,
könnten unter Umständen künftig mit anderen Anlageformen besser
fahren. Eine genaue Analyse der Alternativen lohnt sich", versichert
Reitmeyer.

Dieses Beispiel zeigt: Die Abgeltungsteuer kann durchaus auch
Vorteile haben, doch nur wer sie kennt, kann davon profitieren.
Reitmeyer ist daneben ein weiterer Aspekt noch sehr wichtig:
"Steueroptimierung ist nicht alles. Die Anleger sollten darüber nicht
ihre Anlageziele und die eigene Risikomentalität vergessen. Die sind
für eine gute Finanzentscheidung langfristig entscheidend."

Die Umfrage erfolgte im Herbst 2008 auf der Internetseite des
Commerzbank Private Banking.

Originaltext: Commerzbank Private Banking
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/54251
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_54251.rss2

Pressekontakt:
Commerzbank Private Banking
Public Relations
Thekla Wießner
60261 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 136 - 44552
Fax: (069) 136 - 56928
E-Mail: PR.PrivateBanking@commerzbank.com
Internet: www.privatebanking.commerzbank.de


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