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Westfalenpost: Gebot der Vernunft Bund sagt Bahn-Börsengang vorerst ab

Geschrieben am 09-10-2008

Hagen (ots) - Von Sven Nölting

Der Bund zieht die Notbremse und legt den Börsenplan der Bahn auf
Eis. In Zeiten weltweit kollabierender Aktienmärkte war diese
Entscheidung absehbar und ein Gebot der Vernunft. Ein Börsengang
jetzt käme einem finanziellen Harakiri gleich, hieße, Staatsvermögen
ohne Not aufs Spiel zu setzen. Ein Preis, der den Wert der Anteile
angemessen widerspiegelt, lässt sich mit Aktien derzeit nicht
erzielen. Selbst den Befürwortern der Teilprivatisierung der Bahn
dürfte daher klar sein, dass es zur Absage keine Alternative gab.
Diese Einsicht dürfte vor allem Bahnchef Mehdorn schwer gefallen
sein, der das umstrittene Vorhaben gegen alle Widerstände
durchgesetzt hatte und nun am liebsten so schnell wie möglich Fakten
schaffen wollte.
Vorerst ist es nur ein unfreiwilliger Zwischenstopp auf dem Weg zum
Kapitalmarkt. Er bietet aber auch die Chance, das Vorhaben ganz zu
stoppen. Denn der Börsengang nützt der Bahn - aber weder den
Bahnfahrern noch dem Wettbewerb auf der Schiene.

Originaltext: Westfalenpost
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