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"Ich will als Erbin mitentscheiden" / Janine Schlemmer spricht exklusiv in art über den Erbstreit um den Nachlass ihres Großvaters Oskar Schlemmer

Geschrieben am 21-09-2008

Hamburg (ots) - Selbst 65 Jahre nach dem Tod von Oskar Schlemmer
sorgen die Werke des Bauhaus-Meisters noch immer für Aufruhr - nicht
nur in künstlerischer Hinsicht. Seit 1977 gab es in Deutschland keine
große Retrospektive mehr von Schlemmer. Weil die Verwandten das
verhindern, so Schlemmers Enkelin Janine. Aufgrund des Erbstreits mit
ihrer Tante und ihrem Cousin möchte sie nun 127 Werke ihres
Großvaters zurückfordern, die als Leihgaben der Familie in Museen auf
der ganzen Welt hängen. Das Kunstmagazin art sprach mit Janine
Schlemmer über den Erbstreit und ihre spektakuläre Entscheidung.

Seit vielen Jahren bereits sind sich Schlemmers Erben uneinig:
Seine Schwester Ute Jaina und deren Sohn Raman auf der einen, Enkelin
Janine auf der anderen Seite. Nach dem Prozessieren vor dem
Bundesgerichtshof entschied das Landgericht Stuttgart nun in einem
weiteren Verfahren, dass die Werke, welche noch als Leihgaben der
Familie in Museen sind, versteigert werden, sofern keine Einigung
erfolgt. Janine Schlemmer erhofft sich mit dem Abzug der Werke ein
Ende der langen Geschichte. Ihre Tante sei nicht alleinberechtigt,
über den Nachlass zu verfügen, denn als Erbin habe sie ebenfalls mit
zu entscheiden.

Zahlreiche Schlemmer-Werke sollen Ute Jaina und Raman in den
vergangenen Jahren aus verschiedenen Museen abgezogen haben, indem
sie diese für Ausstellungen erbaten und anschließend nicht
zurückgaben. "Als ich davon erfuhr, war ich schockiert und habe mich
entschlossen, rechtliche Schritte gegen meine Tante einzuleiten", so
Janine Schlemmer. Zwar wurde die Tante vom Bundesgerichtshof dazu
verurteilt, Auskunft über den Ort des Befindens der Werke zu geben,
doch durch ihren überwiegenden Aufenthalt in Italien und in der
Schweiz ist es sehr aufwändig und teuer, dieses Urteil im Ausland
vollstrecken zu lassen. Um nun ein Ende des Erbstreits
herbeizuführen, sollen die Werke unter anderem aus der Staatsgalerie
Stuttgart, dem Bauhaus-Archiv in Berlin, dem Kunstmuseum Basel und
auch dem Museum des 20. Jahrhunderts in Wien abgezogen und
versteigert werden. Der Erlös würde dann zwischen den streitenden
Parteien aufgeteilt.

art ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment
der Kunstzeitschriften. Die monatlich erscheinende Zeitschrift
informiert auf journalistisch anspruchsvolle, verständliche und
unterhaltsame Weise über alle wichtigen Ereignisse, Entwicklungen und
neuen Trends der internationalen Kunstszene. Neben Malerei, Plastik
und Architektur wird auch über jüngere Gattungen wie Fotografie,
Videokunst, Design und CrossCulture berichtet.

Originaltext: Gruner+Jahr, art
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7370
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7370.rss2

Pressekontakt:
Maike Pelikan
art Marktkommunikation
20444 Hamburg
Telefon +49 (0) 40 / 37 03 - 21 57
Telefax +49 (0) 40 / 37 03 - 56 83
E-Mail presse@art-magazin.de
Internet www.art-magazin.de


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